Das Secret Wiki ist ein Portal für Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität und Nachhaltigkeit.
Es vermittelt "Wissen für (D)eine neue Welt".
Wenn du aufgeschlossen bist und das hier präsentierte Wissen anwendest, kann dein Leben dadurch lebenswerter und nachhaltiger werden.
Anzeige

Sterbehilfe

Aus Secret Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sterbehilfe
Sterbehilfe als ein "In Würde preisgeben..."  ?

77 Prozent der befragten Bürger sind laut Studien für ein Recht auf Sterbehilfe - allerdings sagen auch 74 Prozent, dass sie schlecht informiert seien.[1]

Die Frage, wann welches Leben oder Sterben noch würdig sei, ist Stolperstein in jeder Diskussion. Auch wird der Begriff "Sterbehilfe" in Diskussionen oft pauschal mit Mord gleichgesetzt, der Austausch ist emotional und es ist oft nicht klar, über welche Art Hilfestellung man überhaupt streitet.

Dieser Artikel soll Klarheit schaffen bei der Differenzierung und Standpunkte verschiedener Ebenen erläutern, die zu Meinungs-Bildung beitragen können.
Im Herbst 2015 soll über den folgenschweren Gesetzentwurf der CDU entschieden werden, der die bisher straf-freie Assistenz zum Freitod mit 5 Jahren Gefängnisstrafe belegen will.
Mehr zur Gesetzeslage siehe im Artikel Sterbehilfe - Gesetzeslage.

Inhaltsverzeichnis

Relevanz der Debatte

Hier ein paar Zahlen, damit man den Aufwand der Bundestagsentscheidung ins Verhältnis setzen kann zur Notwendigkeit eines Beschlusses: Von 868.356 Todesfällen in Deutschland waren 10.209 Suizide.
Nach Angaben des umstrittenen Vereins "Sterbehilfe Deutschland" (SthD) wurden davon 44 Suizide von Mitgliedern wie Reinhold Kusche begleitet. Das sind 0,4 % aller Suizide oder 0,005 % aller Todesfälle, die man versucht hat, politisch und juristisch zu verhindern mit dem § 217 StGB.[2]

Begriff Sterbehilfe

Der Begriff "Sterbehilfe" hat in Deutschland das historisch beladene Wort "Euthanasie" abgelöst. Euthanasie bedeutet eigentlich nur (griechisch) "guter Tod". Nach dem 2. zweiten Weltkrieg erhielt das Wort in Deutschland als Hauptbedeutung den Deckmantel, unter dem die Nazis massenhaft Menschen ermordetet: auf Basis einer selbst-herrlichen Definition von Lebens-Unwürdigkeit.

Eng verbunden mit dem Diskussions-Begriff Sterbehilfe ist der Begriff Suizid. Bei den Alternativ-Begriffen wird bei "Freitod" die Freiwilligkeit angezweifelt und bei "Selbstmord" ist die niederträchtige Absicht nicht gegeben, die einen Mord charakterisiert.

Neben einer Patientenverfügung gibt es jedoch in der Praxis schon legale Handhabe, unerwünschte Überversorgung abzuwenden. Dazu die Grundlagen:

Handhabe und Ziel in Kurzform

[3] Die Ansatzpunkte für eine Handhabe in der Interaktion mit Ärzten beziehen sich gänzlich auf die korrekte Einordnung der Maßnahmen und (legalen) Möglichkeiten, die in den meisten Fällen unbekannt, unbeachtet oder missverstanden sind. An erster Stelle müssen (per Gesetz 2009 festgelegt) festgestellt werden

  • eine fachgerechte Diagnose des tatsächlichen Zustands mit realistischen Aussichten (anhand von Alter, Organ- und Bewusstseins-Zustand, Weiterlebens-Aussicht)
  • eine dem gemäße Indikation: ausgehend vom tatsächlich Zustand fragt man sich
    • was ist eigentlich das Therapieziel, was will man realistischerweise erreichen
    • mit welcher Maßnahme würde man realistischerweise dieses Therapieziel erreichen: wie ist die medizinische Sinnhaftigkeit einer Maßnahme gegenüber des erreichbaren Therapieziels)

Hier gibt es bereits Unterstützung durch ehrliche Diagnose: wenn ein alter Mensch in die Endphase des Lebens eingeht, ist Intensivstation und Einweisung ins Krankenhaus nicht so selbstverständlich wie bei einem jungen gesunden Menschen - es gilt klar zu sein ob es eine Sterbe-Verlängerung oder eine Lebens-Verlängerung ist. Folgerichtig ist im Sterbeprozess Intensivstation einfach keine Indikation mehr (was auch den Kassen viel Geld sparen würde) - eine letzte Chemo 2 Wochen vor dem Tod oder gar nach der letzten Ölung ebenso wenig: nachgewiesenermaßen wirkt Palliativbetreuung hier sogar lebensverlängernder als Chemo.

Viele Maßnahmen führen häufig erwiesenermaßen gar nicht zum Therapieziel und dürften gar nicht angeordnet werden - selbst wenn sie von Patient und Angehörigen verlangt werden. Hohe Flüssigkeitszugaben in der Sterbephase oder Magensonden bei fortgeschrittener Demenz sind nicht nur erwiesenermaßen kontra-indiziert sondern gelten sogar als ärztlicher Kunstfehler. Häufig werden Maßnahmen (wie Morphingabe) als lebensverkürzende "Sterbehilfe" dargestellt, die nachgewiesenermaßen eher lebensverlängernd sind - und zwar mit friedlicherem Verlauf.

Dann erst geht es weiter mit der

  • Einholung der Einwilligung der dann geplanten Maßnahme: kein Arzt darf gegen den Patientenwillen eine Maßnahme einleiten - der Patient muss sie bewilligen, nach wahrheitsgemäßer Aufklärung über die realistischen Aussichten und Erfolge solcher Therapie. (Viele Maßnahmen wären abgelehnt worden, wenn die Wahrheit über die Erfolgsaussichten nicht verfälscht dargestellt worden wäre und Palliativmedizin als Alternative angeboten worden wäre). Dabei sind kulturelle und persönliche Werte zu respektieren (z.B. Bluttransfusions-Verweigerung bei Zeugen Jehovas), auch wenn die Gefahr fürs Leben besteht.
    • Ist der Patient nicht einwilligungsfähig, dann ist der Arzt gesetzlich verpflichtet, vorher den mutmaßlichen Patientenwillen einholen (z.B. durch Abruf von Daten zu Bevollmächtigtem, Patientenverfügung, durch Befragung von Angehörigen und Freunden, durch Deutung von Äußerungen und Zeichen des Patienten). Stellt sich heraus, dass der Patient glaubhaft das nicht gewollt hätte, muß er die Maßnahme beenden.
  • Jede begonnene Maßnahme muss der Arzt beenden, sobald der Patient (oder Bevollmächtigte) die Einwilligung zurückzieht. "Jede ärztliche Maßnahme, die trotz einer Ablehnung des Patienten durchgeführt wird, ist eine strafbare Körperverletzung."[4]
  • Therapieziel-Änderung - nach Überprüfung von Indikation und Erfolg der Maßnahme(z.B. Nebenwirkung oder Signifikanz der Besserung) ist dies die tatsächliche Grundlage für das Beenden von Maßnahmen (auch wenn das auf den Arzt emotional eher wie eine Tötung wirkt).

G.D. Borasio, der "Vater" der Palliativmedizin, berichtet, dass bei Beratungsgesprächen über die Hälfte der strittigen Fälle allein mit der Zustands-Diagnose und der zugehörigen Indikation gelöst werden konnten. Daher ist Streit um "Sterbehilfe" oft völlig unnötig und und kann durch frühzeitige Hinzuziehen eines Palliativmediziners verhindert werden.

In Deutschland wird - im Wesentlichen durch die Arbeit von G.D. Borasio und seinen Kollegen und Beratern - die klare Linie angestrebt, zunächst alle palliativ-medizinische Möglichkeiten als Hauptfokus flächendeckend bekannt zu machen, umzusetzen und auszubauen. Das gilt für

  • die Ärztegemeinschaft mit ihrer Sachkenntnis und wirtschaftlichen Interessen ("wem nützt das?") - wie auch
  • die Kassen mit ihrer Finanzierungspolitik und
  • die von Diskussionen verwirrte Öffentlichkeit und Politik.

Die Diskussion um assistierten Suizid wäre dann eher zweitrangig, weil sich vieles schon von alleine erledigen würde. Die Diskussion um die Notwendigkeit der Tötung auf Verlangen wäre den Zahlen nach eigentlich unbedeutend. Und die Hauptmotivation zur Erstellung einer Patientenverfügung wäre dann nicht mehr Übertherapie durch Ärzte sondern individuelle Gestaltung seines Lebensendes.

Der beste Schutz vor ärztlichen Kunstfehlern und Übertherapie am Lebensende ist eine bessere Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Ärzte in Palliativmedizin.

G.D. Borasio [5]


Formen der Sterbehilfe

Die einzig reelle Möglichkeit für jedermann die Herbeiführung seines Todes zu unterstützen ist es, dem Verlust von Hungergefühl und Appetit nachzugeben und aufzuhören, Nahrung zu sich zu nehmen. Dies müsste von den Umgebenden und Pflegenden einfach nur angenommen und akzeptiert werden. So wie bei einer Fastenkur die Hormonausschüttung die Wahrnehmung ändert, ändert sich auch hier die Wahrnehmung: das in der Vorstellung so gefürchtete "Verhungern" findet hier genauso wenig statt.

Passive Sterbehilfe - legitim in Deutschland

Neuer Begriff: Nicht-Einleitung oder Nicht-Fortführung einer Behandlung (inklusive Herzschrittmacher, Dialyse, Antibiotika-Behandlung) - (nach BGH auch Behandlungs-Abbruch): das geschieht auf Basis einer Therapieziel-Änderung bei Überprüfung der Indikation einer Maßnahme.

Die sogenannte "passive" Sterbehilfe ist die meist-gewünschte Art und Weise - das Minimum - das Menschen mit ihrem ausdrücklichen Wunsch nach einem würdigen Tod verbinden. Sie ist die mildeste (geringste) Mithilfe zum Sterben und in Deutschland völlig legitim.
Es geht hierbei darum, den Menschen sterben zu lassen statt auf eine Lebensverlängerung hinzuarbeiten oder einen Tod herbeizuführen. Es geht darum dem unaufhaltsamen Verlauf des Lebens bzw. Sterbens seinen natürlichen Lauf zu lassen, wenn es dem (mutmaßlichen) Patientenwillen entspricht (BGH).

Dementsprechend gibt es in diesem Sinne keine Handlung, die zum Tod verhilft, sondern nur ein "Weglassen", bestenfalls "Wieder-Aufheben" von ungewollten Gegenmaßnahmen:

  • Unterlassung von Maßnahmen, z.B.
    • Duldung von Appetitlosigkeit und Mangel an Ernährung sowie anderen im Sterbeprozess natürlicherweise auftretenden Symptome, die den Abbau anzeigen. Nahrung wird nur angeboten, nicht aufgedrängt.
    • Akzeptanz des Patientenwillens, weitere Ernährung abzulehnen.
    • Unterlassung künstlicher Ernährung, die als Zwangsernährung empfunden wird/würde
    • Therapie-Verzicht (z.B. künstliche Beatmung, Dialyse, Chemotherapie, Antibiotika bei Sekundärerkrankungen wie Lungenentzündung)
  • Beendigung einer zuvor begonnenen lebens-erhaltenden Maßnahme, z.B. bei notärztlicher Behandlung eines Herzinfarkts, die widerrufen wird wenn ein Angehöriger eine Patientenverfügung vorbei bringt oder eine Gesundheitsvollmacht oder anderweitig Anweisungen des Sterbenden zur Kenntnis gelangen (in Geldbörse oder anderen Hinterlegungs-Stellen/Zentralregistern)
  • Absetzen von künstlicher Ernährung oder Flüssigkeitszufuhr (per Infusion oder subkutane Spritzen) oder Abbruch der Beatmungstherapie oder Dialyse. Als Todesursache gilt hier nicht das Ausschalten des Beatmungsgerätes, sondern die Ursache der Krankheit mit ihrem unaufhaltsamen Verlauf, wenn "eine medizinische Behandlung weder sinnvoll noch erwünscht ist".
  • "Ein Behandlungsabbruch kann sowohl durch Unterlassen als auch durch aktives Tun vorgenommen werden." (§1901a BGH)

Die immer noch verbreitete Schuldzuweisung "Sie lassen ihre eigene Mutter/Vater verdursten!", mit Weigerung und Klage-Androhung von Pflege-/Heim-Personal ist übrigens unhaltbar und unfair: in solchem Stadium wird der Sterbenden unnötig gequält durch solche Flüssigkeits-Zwangszufuhr. Oft addieren sich sogar orale und intravenöse Zufuhren zum Übermaß. Erwiesenermaßen werden die Nieren überbelastet und die Schmerzen verstärken sich.

Der eheste Ansatz in Diskussionen ist das in-Frage-stellen der Indikation einer Maßnahme. Sobald ein Palliativmediziner zu Rate gezogen wird, kann dieser den Zustand "Sterbephase" diagnostizieren und geforderte Behandlungen mangels Indikation ablehnen. So werden Hausärzte entlastet und uninformierte Angehörige mit unsinnigen Forderungen aus dem Gefecht gelenkt.

Beispiel: Häufig treten Situation auf wie in der Scobel-Sendung "Schöner Sterben" beschrieben: der im Sterben liegende Vater lehnt im Krankenhaus künstliche Ernährung strikt ab. Der auf Lebenserhaltung ausgerichtete Arzt bedrängt die Tochter moralisch mit "Sie wollen doch Ihren Vater nicht verhungern lassen?!" - und sie knickt schließlich ein - während der Vater immer wieder allein versucht, sich die Sonde herauszuziehen. Schließlich besucht sie ihn nicht mehr, bis zu seinem Tod, weil sie es nicht ertragen kann. (Wie mag da die Erinnerung, die Trauer später aussehen?)

Nicht dem Leben mehr Tage zu geben
sondern dem Tag mehr Leben zu geben.

Ziel der Palliativ-Medizin


Indirekte Sterbehilfe - legitim in Deutschland

Diese Art Unterstützung bzw. "Sterbehilfe" wird in Deutschland zum Teil zögerlich angewendet. Ärzte können die Anwendung solcher Hilfsmaßnahmen aus Gewissensgründen ablehnen.
Bei der "indirekten" Sterbehilfe werden Hilfsmaßnahmen ergriffen, die bei schweren Symptomen das Leiden lindern in einer Weise, dass man bewusst - jedoch nicht beabsichtigt - eine Lebensverkürzung in Kauf nimmt. Maßgeblich ist hier die Absicht: nämlich nicht zu töten bzw. den Tod herbeizuführen, sondern Leiden zu verhindern.

Ein verkürzte Sterbezeit, ein früherer Tod, kann hierbei als Nebenwirkung einer palliativ-medizinischen Versorgung auftreten. Man kann den Eintritt des Todes nicht allein auf die Verabreichung des Mittels zurückführen. Dies geschieht meist durch

  • Sanfte Narkose (Sedierung): Ruhigstellung wie auch bei Untersuchungen - leichter Dämmerschlaf, damit übermäßige Schmerzen oder emotionale Leiden nicht ausgehalten werden müssen.
  • Beruhigungsmittel (Sedativum): z.B. als "Nachdosis" bei Leidens-spitzen bei Erstickungsnot.

Die Palliativ-Medizin grenzt sich rigoros ab von jeglicher Unterstellung oder einem Unterton, eine Sedierung mehr oder weniger offen zu benutzen um Tod herbeizuführen. Im Wort "Palliativ" ist der Sinn eines fürsorglichen Ummantelns in einem verletzlichen Zustand definiert (pallum = Mantel).

Begleiteter Suizid - umstritten in Deutschland

Früher gebräuchliche Bezeichnungen sind "assistierter Suizid" (Selbsttötung), "Beihilfe zum Suizid" oder "assistierter Freitod".
Hierbei geht es um die Ermöglichung des Todes, in Form von Bereitstellung aber nicht die Verabreichung eines Mittels.
Der Arzt oder Helfer würde dem Patienten das Medikament (z.B. Morphium, Barbiturate) verschreiben, eine todbringende Dosis jedoch nicht spritzen oder per Infusion einleiten, da er sonst durch diese Fremdeinwirkung verantwortlich für Tötung wäre.

Diese Form ist nur möglich für Kranke, die sich das Mittel noch selbst greifen und schlucken können - nicht jedoch für bewegungsunfähige wie gelähmte Patienten. Letzteren bleibt zur selbstbestimmten Durchführung nur die Verweigerung der Nahrungsaufnahme als eigenständige Handlung.

Diese Form wird meist video-technisch dokumentiert, damit im Zweifelsfalle die Freiwilligkeit in jeder Phase gewährleistet und nachgewiesen werden kann. Der Arzt hat das Zimmer verlassen, weil er sonst trotz der offensichtlichen Widersinnigkeit zur Verhinderung verpflichtet wäre und angeklagt werden könnte. Manche Dokumentationen sind im Einverständnis oder Auftrag veröffentlicht worden als Film, Artikel, oder Buch (meist in der Schweiz oder den Niederlanden). Eine Schweizer Ärztin und Sterbehelferin unterscheidet Suizid und begleiteten Freitod durch die Einbeziehung der Familien-Angehörigen - möglichst auch der Kinder.[6]

Die Assistenz ist zur Zeit noch für Laien legal, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen: Aussichtslosigkeit, Erfolglosigkeit aller verfügbaren Therapien und klare Selbstbestimmtheit (gilt zum Beispiel nicht mehr bei Demenz) mit wiederholtem Wunsch.[7] Es gibt daher (noch) einige selbsternannte Sterbehelfer auch in Deutschland.[8] Politische Bestrebungen gibt es von der CDU zu einem Verbot, während Medizinrechtler danach streben, dieses in die Hände von "Fachleuten" - das heißt von Ärzten zu legen. Das bedeutet die Freistellung durch alle Ärztekammern der einzelnen Bundesländer.

In Frage steht die Beihilfe zum Suizid bei Erkrankungen, die nicht unmittelbar tödlich sind wie zum Beispiel psychische Leiden und Alters-Suizid. Die Schweizer Initiative Exit hat die Diskussion um die Rechtmäßigkeit alter Menschen auf solche Selbstbestimmung aufgegriffen.[9] In Belgien ergab sich nach der Erweiterung auf Minderjährige gleich der nächste Antrag: von einem Häftling mit lebenslangem Freiheitsentzug, der keinen Sinn in solchem Weiterleben fand und depressiv wurde.[10]

Selbstbestimmt sterben heißt nicht "mein Tod gehört mir allein": keiner von uns stirbt allein - wir leben in einem komplexen Geflecht von Beziehungen.

G.D. Borasio


Tötung auf Verlangen - verboten, strafbar

Früher auch "aktive Sterbehilfe" genannt, ist es hier nötig, ein Mittel zum Sterben durch einen Anderen zu verabreichen. Das kommt zum Tragen, wenn der Betroffene zwar geistig klar und kommunikationsfähig ist, aber körperlich nicht in der Lage ist, dies selbst auszuführen, z.B. bei Lähmung (auch Muskelschwund-Erkrankungen). Allerdings gibt es inzwischen schon ausgefeilte computergesteuerte Techniken zur Steuerung auch per Augenbewegungen, sodass die Fälle viel zu selten sind für die zugemessene Bedeutung in den Diskussionen.

Der Begriff wurde etabliert in Abgrenzung zum Begriff Euthanasie, dessen eigentliche Bedeutung "guter Tod" im 2. Weltkrieg entgleist war. Ein gravierender Unterschied liegt in den Beweggründen - niedere Beweggründe gelten als Mord. Wenn der Patient wegen Bewusstlosigkeit seine juristische "Tatherrschaft" verloren hat, muss der mutmaßliche Wille und die Aussicht des Therapieergebnisses herangezogen werden.

Weltweit ist Tötung auf Verlangen nur erlaubt in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg - seit 2014 auch in Quebec/Kanada. Eine tabellarische Übersicht über die Gesetzeslage in Europa gibt es hier. Sie wird nach streng geregeltem Ablauf durchgeführt. In diesen Ländern sind die in Deutschland hochgespielten Befürchtungen bisher nicht eingetroffen.

Legitimierung

Handlungs-Grundlage ist eine Änderung des Therapieziels aufgrund von neuen Einsichten oder Entscheidungen, Neubewertung von Zustand und Lebensaussicht oder Änderung in der angemessenen ärztlichen Indikation der Behandlung.

Ist bei einer Maßnahme der Patient nicht mehr in der Lage, seinen Willen zu äußern, dann zählt der "mutmaßliche Wille". Der Arzt darf dabei sein Handeln auch nicht von einer schriftlichen Form abhängig machen. Im günstigsten Falle liegt eine Patientenverfügung vor, die eine eindeutige Willensaussage enthält zu einer eindeutigen medizinischen Situation. Unterstützend wirken Niederlegung von Werten, Glauben und frühere Äußerungen.
Patientenverfügungen müssen gesetzlich beachtet werden. Noch wichtiger ist die Gesundheits- oder Vorsorge-Vollmacht, ohne die nicht mal der Angehörige den Vollzug durchsetzen kann.

Liegt dies nicht vor oder ist die Auslegung einer Verfügung unklar, dann zählen nonverbale Äußerungen wie Gestik, sichtbarer Gesinnungswechsel bei einer Therapie und Aussagen Angehöriger.
Hilfreich zur Durchsetzung ist es z.B. bei notärztlicher Wiederbelebung, Rücksprache mit dem Hausarzt zu fordern - der Kollege wird eher ernst genommen als der Angehörige.

Umstritten ist die Legitimierung bei anhaltendem Koma, da der Verlauf nicht sicher absehbar ist. Der Patient kann auch nach vielen Wochen wieder erwachen und bei guter Versorgung ein "lebenswertes" Leben führen. Bleibende Schäden und Behinderungen sind vorher kaum erkennbar, so dass die Entscheidung schwer fällt, ob "eine Weiterführung lebens-erhaltender Maßnahmen sinnvoll ist".

Schwierig wird es auch, wenn im Rahmen einer psychiatrischen Untersuchung eine Erkrankung wie Depression oder Schizophrenie diagnostiziert worden ist - hier wird gern die Entscheidungsfähigkeit des Betroffenen bezweifelt.

Ethik Aspekte

Der ethische Grundsatz gewährt im Menschenrecht das Recht auf Leben in Würde. Dies beinhaltet das Recht auf Sterben - nicht jedoch das Recht auf den Tod, wenn das gleichgesetzt wird mit Tötung auf Verlangen. Da es aber auch keine Pflicht zum Leben gibt, erlaubt die Rechtsordnung das Recht auf Verweigerung medizinischer Behandlung.[11]

Die ethische Betrachtung untersucht die letztendlich zum Tode führende Handlung unter den Aspekten:

  • ist er das Ergebnis oder das Ziel
  • was ist die (wirkliche) Absicht
  • wie ist die Gesinnung
  • wie ist die Mittelwahl: ist sie verwerflich? (ausreichende Dosis zur Leidens-Erlösung statt Überdosis oder Gift wie bei Mord)

Maßgeblich ist der unaufhaltsam tödliche Verlauf der Krankheit, im Gegensatz zur Herbeiführung des Todes. Eine ethische Fallbesprechung im Team der Beteiligten (Ärzte, Angehörige) ist Teil des Geschehens.

Bei zumeist fruchtlosen Diskussionen erhitzen sich die Gemüter dabei in der Auslegung des Begriffs und einzelnen Fallbeispielen, weil der Inhalt des Begriffs, über den diskutiert wird, nicht klar differenziert ist (wie oben) und die Diskussion nicht auf die jeweilige Form beschränkt wird. Ebenso wird oft die Realität unterschlagen, dass immer bereits viele Bemühungen in einem langen Prozess mit dem Betroffenen unternommen worden sind. Strittig ist am ehesten der begleitete Suizid.

Im allgemeinen wird z.B. ein Sterben-lassen toleriert bis befürwortet. Aufgrund eigener Ängste und oft auch nur wegen des irreführenden Begriffs "Sterbehilfe" wird so manches Mal auch die legitime passive und indirekte Sterbehilfe verweigert.

Du wirst dieses ungesehene, sehr tiefe Etwas im Innern werden,
das nicht vergeht, wenn Du stirbst.
Wenn Du stirbst, wird das sehr wenig sein, was vergeht.“


Spirituelle Aspekte

Persönlicher Standpunkt von Heike W.

Es scheint, dass die Diskussionen der Gesellschaft gern im Licht der missbräuchlichen Vergangenheit und möglichen Zukunftsfolgen geführt werden - zu wenigen ist klar, dass so die Nazi-Ideologie noch heute unsere Gesetzgebung dirigiert.

Spirituell orientierte Menschen diskutieren leichter im Lichte dessen, wie die Wirkung auf die Seele ist. Selbst wenn man mit einer spirituellen Orientierung und Erfahrenheit toleranter ist, dann bedeutet die Schlussfolgerung aus den spirituellen Aspekten dann aber überraschenderweise gar nicht unbedingt "Freiheit für Freitod" sondern vielleicht eher etwas wie Achtung des Schicksals (ähnlich auch wie beim Thema Organspende).

  • Ob "Selbst-Mord" oder Freitod - letztendlich kann sich keiner ohne ein "Einverständnis" der Seele das Leben nehmen, einfach aufgrund der Abhängigkeit der physischen Form von der Seele, dem bewohnenden Bewusstsein.
  • In den Religionen (z.B. Christentum, Islam) ist Sterbehilfe ausdrücklich verboten, meist jedoch undifferenziert und ohne Hinweis auf eine nachvollziehbare "sinnvolle" Begründung. Sowohl im esoterischen als auch im christlichen Bereich sind fatale Folgen benannt - niedere Ebenen, karmische Rückschläge, niedere Wiedergeburten oder ewige Hölle, die ein Eingriff in das eigene Ableben hat.
  • Dem gegenüber stehen die Folgen der modernen Medizin, die den natürlichen Verlauf so sehr verfälscht haben, dass man sich fragt, wie weit die menschlichen Errungenschaften zur Verhinderung des Todes nicht ein schlimmerer Eingriff ist als der "von Gott nicht gewollte" eigene Eingriff. Insofern bietet sich hier schon mal eine Grenzlinie an, die ein Weglassen von möglichen Therapien wie Dialyse-oder Chemo-Abbruch nicht gleichsetzt mit einer verbotenen aktiven Hilfe zum Sterben.
  • Zum Thema Selbstmord äußerte der spirituelle Lehrer und Philosoph John de Ruiter einmal, dass der "Trickser" weiterleben würde - in dem Sinne, dass das Bewusstsein (Wesen) sich zwar seines Körpers entledigt hat, jedoch auf der körperlosen Ebene mit derselben Orientierung weiter existiert - mit dem gleichen ungelösten Schmerz; etwas, was ohne Körper nicht mehr aufgelöst werden kann (siehe auch Mutter Meera [12]). Ähnliche Konsequenzen der Durchsetzung des eigenen Willens werden von anderen spirituellen Lehrern und medialen Quellen beschrieben.
  • Sri Chinmoy, ein verwirklichter Meister, sagte, dass grundsätzlich ein Leiden die Seele klärt, solange Leben noch vorhanden ist. Jedoch wird bei Selbstmord die Seele von Lasten und Schleiern der Unwissenheit bedeckt und ihre Evolution zurückgesetzt und/oder für unbestimmte Zeit ausgesetzt, weil sie die kosmischen Spielregeln verletzt hat. Helfen und mildern kann in unterschiedlichem Maße die Anrufung des Allerhöchsten (Supreme). Sri Chinmoy differenziert auch nach den Gegebenheiten - mehr dazu hier.
  • Mutter Meera, ein Avatar, sagt:"Manche meinen, die Welt sei schlecht und sie könnten sich dem Kampf mit ihr nicht stellen, deshalb möchten sie ihr eigenes Dasein beenden und ihren Körper verlassen. Aber mit dem Ende ihres Körpers endet ihr Kummer nicht. Er setzt sich nach ihrem Tod fort und so finden sie nach dem Tod keinen Frieden."
    "...Dagegen ist es bei jemandem, der krank ist weniger schlimm. Wenn sie jemanden haben, der sich mit Liebe und Zuneigung um sie kümmert...Dann glauben sie, dass sie die Schmerzen um der Liebe willen ertragen können."[12]
  • In der Esoterik wird ebenfalls empfohlen, eher die geistige Welt um Frieden und Abholung durch Engel oder andere Hohe Wesen im Sterbeprozess zu bitten, als zu Selbsthilfe zu greifen. Beten erhöht nachweislich die Schwingung im Sterbezimmer und verhilft dem Göttlichen zu mehr Präsenz. Zum Thema Verwirrtheit sagt Mutter Meera: "Ungeachtet aller Zweifel im Leben weiß die Seele nach dem Tod, wo sie hin soll, weil das Göttliche sich ihrer annimmt. ... Jede Eigenschaft geht zu ihrer Ebene."[12]
  • Die spirituelle Entwicklung in schwierigen Sterbephasen ist selten nachvollziehbar für Außenstehende.
    Wenn der Sterbende in spiritueller Rückverbindung lebt, wenn Weichheit, Demut entwickelt wird, wenn sich die Sicht auf Taten und Beziehungen ändern, der Griff sich löst und Vergebung eintritt, dann ist der Prozess eine Bereicherung für alle Beteiligten, im Innen und Außen. Es entwickelt sich ein gemeinsames, tiefes Einverstanden-sein.
    Wenn das Leiden und die Qual eines zugeschlossenen Menschen überwiegen, dann mag man eine weitere Vertiefung von Bitterkeit und Destruktivität nicht noch verstärken und fragt sich, ob nicht zumindest eine indirekte Sterbehilfe erlaubt sei - um vor größerem seelischen Unheil zu bewahren.
  • Begleiteter Suizid wirkt eher akzeptabel, wenn die Entscheidung und der Weg dahin gereift ist - wie in der Dokumentation "Ich will nur fröhliche Musik" - statt ein destruktiver Willensakt, der aus Depression, Hochmut und Uneinigkeit mit dem Göttlichen entspringt. In der Begleitung eines Sterbenden ist die Begegnung mit diesem Wunsch nach Hilfe zum Tod eine vielschichtige Erfahrung. Sie ist begleitet von überraschenden Strömungen des Unterbewusstseins, ebenso von der Frage "wessen Integrität" maßgeblich ist (Egos?) oder ob die Autonomie der Person über der Autonomie der Seele steht.
  • Ist die Forderung nach "Tötung auf Verlangen" ein Coup des Egos, das die Macht über den Tod ergreift - oder ist es Gnade, die sich einen Weg bahnt durch den Dschungel der Nebenwirkungen von menschlichen Errungenschaften? Wir können unseren freien Willen dazu benutzen, unsere innere Stimme totzuschweigen und uns selbst von der Richtigkeit unseres Tuns überzeugen. Bei einem ehrlichen Blick darauf hinterlässt man aber vielleicht mit scheinbarer Stärke mehr Schuldgefühle und Selbsthass im Unbewussten und ätherischen Feld als man denkt - was dann zu transformieren bleibt.

Der Umgang damit ist auf jeden Fall sehr individuell und einzigartig: Er lässt sich nicht in ein Ja-Nein-System umsetzen, sondern erfordert tiefe Aufrichtigkeit und Achtsamkeit. Der Tod ist in diesem Leben für jeden Menschen das erste und einzige Mal.

Man kann den Tod fürchten
als Räuber des Lebens -
oder auch empfangen
als Geburtshelfer in eine neue, höhere Dimension.
Das eine birgt Kummer, Gram und Leid,
das andre Zuversicht, Geborgenheit und Dankbarkeit.


Kirchliche Haltung

Bischof Genn vom Bistum Münster sagte in seiner Ansprache[13], dass im Christlichen wegen der Gott-ähnlichkeit die Würde des Menschen das höchste Gut sei. Der Sterbeprozess sei Teil des menschlichen Lebens und zum letzten Abschnitt des Lebens gehöre es, sich mit dem Tod abzufinden sowie einen Umgang mit seinen Ängsten zu finden. Die Antwort der Kirche auf die Fragen dieses Lebens-Abschnitts sei Hoffnung.

Ein chronischer Schmerz, der keine Warnfunktion mehr habe, würde die Sinnhaftigkeit und den heilbringenden Sinn des Leidens in Frage stellen. Der Erhalt der Ressourcen dürfe nicht Ziel um jeden Preis sein, wenn es das Einlassen auf den Tod verhindere. Ein Beenden einer Dialyse oder Ernährung, weil sie mit der Würde nicht vereinbar ist, sei keine Sterbehilfe. Palliative Versorgung solle darauf abzielen, dass das Ende des Lebens nicht durch einen Kampf ums Leben dominiert würde.

Dabei sei auch die Selbst-Fürsorge nicht zu vernachlässigen - wie der Samariter die Hälfte seines Mantels behielt und Jesus bei seiner Erscheinung die andere Hälfte trug.

Bischof Genn bestärkte die Palliativ-Medizin mit seiner Hochachtung vor der Tätigkeit und dem Wirken der Ärzte. Er zollte den Palliativ-Helfern seinen Respekt im Dienste der Verwirklichung der Menschenwürde und ihrem großen Anteil daran, dass die gesellschaftlichen Ängste nicht überhand nähmen, sondern dass Sterben menschlicher würde. Allein die Zuwendung würde den Helfenden ins christliche Handeln bringen.

Das Manuskript des Vortrags von Bischoff Glenn beim 3.Palliativ- und Schmerztag Münsterland am 9.November 2013 hat das Bistum Münster hier als .pdf zur Verfügung gestellt. Im Bericht von einem Pressegespräch im Johannes-Hospiz Münster am 16.Oktober 2015 bezieht Bischoff Genn nochmals konkret Stellung zur kirchlichen Haltung:

  • Ihn störe die Argumentation mit einem falschen Freiheitsbegriff - es gäbe keine absolute Freiheit, denn der Mensch sei letztlich nicht autonom sondern auf andere Menschen angewiesen.
  • Ärzte sollten das Leben unterstützen und nicht Todbringer sein. Menschen sollten nicht durch die Hand sondern an der Hand anderer Menschen sterben.[14]
Persönlicher Standpunkt von Heike_W.

Zur Verdeutlichung nochmal der Hinweis: Die Aussage, dass Ärzte das Leben unterstützen sollten, ist im Sinne der Aussage im ersten und zweiten Absatz zu verstehen, dass Sterben zum Leben gehöre und der Sterbeprozess unterstützt werden solle. Bischoff Genn hatte sich ausdrücklich gegen "Lebensverlängerung um jeden Preis" ausgesprochen.

Zwickmühlen Betroffener

Im Allgemeinen herrscht beim Kampf um das Recht auf Sterbehilfe die Vorstellung eines Rechts auf einen friedlichen Tod (Euthanasie: griechisch "der gute Tod"). Dies ist aber nicht immer gegeben: für Hingabe ans Höhere verbleibt kaum Raum und statt des erhofften Friedens wird so manches Mal das Kämpfen ins Sterben hinein-getragen.
Die Autorin Hilda Röder hat mehrfach Sterbehilfe miterlebt, in ihrer Familie und in ihrer Hospiz-Arbeit. In ihrem Familien-Roman "Henning flieht vor dem Vergessen" beschreibt sie auf leichte Art und Weise die Zwickmühlen eines niederländischen Alzheimer-Betroffenen, sein Recht auf Würde und Selbstbestimmung mittels Sterbehilfe auszuüben. Hier ein paar Beispiele von dem, was dabei auftaucht:

  • der Zeitdruck, weil die Entscheidung nur im voll zurechnungsfähigen Zustand gültig ist
  • wenn die Angehörigen schließlich begreifen, was der Pflegeaufwand tatsächlich bedeutet, wird es zu spät sein (und sie können ihre Versprechen wahrscheinlich doch nicht einhalten)
  • eine totale, sehr emotions-geladene Reaktion bzw. Abwehr Angehöriger, die beträchtlich zu Verhärtung und Schuldgefühlen beiträgt
  • die Unruhe und Ängste einer Betroffenen, den "richtigen" Zeitpunkt zu treffen, wann die Gabe der Spritze sein soll - eine belastende Bürde von Verantwortung um den eigenen Todeszeitpunkt

Hier wird das Hospiz Leuchtfeuer in Hamburg vorgestellt, das als Vorlage diente für den Krimi "Die Flockenleserin - ein Hospiz, 12 Menschen, 1 Mörder":

Weiterführendes

Artikel

Literatur

Videos

  • Biologie des Todes - Ein natürlicher Vorgang - die physischen Vorgänge und Anzeichen der Finalphase: was erleichtert und was erschwert (3sat "nano" Bericht vom 6.11.14, 5min) Bleistift.png
  • Den Todeswunsch unterstützt - Selbsternannte, zumeist anonyme Sterbehelfer haben mindestens 155 Menschen beim begleitetem Suizid (Beihilfe) 3013 in Deutschland geholfen. (3sat "nano" Beitrag vom 16.10.14, 5min) Bleistift.png
  • Dignity Therapie - Sterben mit Würde - Grund für Wünsche nach Sterbehilfe ist meist der Verlust von Würde - dagegen erarbeitete die Sterbewunsch-Forschung ein Fragekonzept für Gespräche, die die Würde des Sterbenden stützen. (3sat, Scobel vom 6.11.14, 5min) Bleistift.png
  • How to die: Simons Choice - BBC-Documentation über den Weg von Simon als erfolgreicher Geschäftsmann bis zum Freitod in der Schweiz. Diese Doku löste eine Debatte in der Schweiz aus mit einem Artikel "Sterbehilfe ist besser als ein tödlicher Unfall." Englisch Bleistift.png
  • Interview mit G.D. Borasio - Autor und Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin; über die Irrtümer im Sterben und Möglichkeiten der Palliativmedizin. Bleistift.png
  • Medizinrechtler Wolfgang Putz zu Sterbehilfe - 3sat Nano-Beitrag vom 16.10.2014 über die Legalität von Beihilfe zum Suizid Bleistift.png
  • Quarks & Co: "Todkrank - wem nützt die Sterbehilfe?" - Informative 45 Minuten vom 21.April 2015 Bleistift.png
  • Suizid im Alter - ein unbequemes und verschwiegenes Thema - 3sat Scobel-Sendung vom 6.11.2014; 4.000 der circa 10.000 Suizide jährlich werden von Menschen über 65 Jahre begangen; Diskussion zum Zeitpunkt der Bundestagsdebatte um Erlaubnis zum assistierten Suizid Bleistift.png
  • Umstrittene Sterbehilfe - Positionen von Medizinethiker, Bundesärztekammer, Gesundheitsexperten (Krankenkassen); Fragen, die in Belgien nach der Legalisierung der Sterbehilfe auftauchten; Beratende Fürsorge statt Beihilfe; Wert des alten Menschen (3sat Nano-Beitrag vom 25.9.2014) Bleistift.png

Filme

  • 30 junge Menschen sprechen mit Sterbenden - Ein Projekt bei dem junge Menschen über den Tod reflektieren und eine erfahrungsbasierte Haltung entwickeln können zum Sterben Bleistift.png
  • Das Ende ist mein Anfang* - Der Auslands-Journalist Tiziano Terzani (Bruno Ganz) gibt in seinem Sterbeprozess die Geschichte seines Lebens an seinen Sohn weiter. (Dokumentarisch und mit wundervollen Aufnahmen verfilmt von seinem Sohn) Bleistift.png
  • Das Meer in mir* - Ein durch den Sprung ins Wasser querschnittsgelähmter Mann, der im Parlament von Spanien versucht, das Recht auf den Tod (assistierter Freitod) durchzusetzen. Bleistift.png
  • Dienstags bei Morrie - Lehre eines Lebens* - Mitch Albom begleitet seinen alten, an ALS erkrankten Professor beim Sterben - und lernt dabei eine andere Sicht aufs Leben. (Das Buch ist an vielen Schulen schon zur Pflichtlektüre geworden.) Als DVD, mit Jack Lemon. Bleistift.png
  • Marias letzte Reise* - Maria besteht darauf, zum Sterben nach Hause zu gehen - eine Herausforderung für Krankenhaus-Arzt, Krankenschwester und Angehörige Bleistift.png
  • Nokan - Die Kunst des Ausklangs* - Ein Cellist gerät in den Beruf eines Aufbahrers - und entwickelt dies zur Kunst. Wundervolle Szenen mit der japanischen Anmut und allen Verrichtungen, die dazu gehören. Bleistift.png
  • Rendevous mit Joe Black* - In das Leben eines erfolgreichen Managers tritt der Tod (Brad Pitt) - und verändert den Umgang miteinander hin zu dem, was wichtig ist. Viele unterschiedliche Art und Weisen der Betroffenen, auf den Tod zu reagieren. Bleistift.png
  • Veronika beschließt zu sterben* - Mißglückter Suizidversuch nach einem "perfekten" Leben und erst mit dem Tod vor Augen das Leben lieben lernen. Bleistift.png

Weblinks

  • "Dialog zwischen Christen und Muslimen" - eine Facebook-Seite mit Diskussion zur Sterbehilfe Bleistift.png
  • bestattungsplanung.de - viele Hinweise zu Möglichkeiten, Prozedur, Checkliste und (Kremations-)Verfügung Bleistift.png
  • dghs.de - Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben Bleistift.png
  • dieterwunderlich.de - Hintergrundinformationen über Sterbehilfe, Prozesse; Film- und Bücher-Tipps Bleistift.png
  • facebook.com - Auf der Facebookseite von Sterbehilfe Deutschland werden aktuelle Neuigkeiten, Infos und Artikel gepostet. Bleistift.png
  • frnd.de - Freunde fürs Leben e.V. - mit Hilfsangebot für Betroffene/Angehörige und Information Bleistift.png
  • sterbehilfedeutschland.de - Sterbehilfe Deutschland e.V. Bleistift.png
  • sterbenduerfen.de - Deutsch-Niederländische Bewegung zum Thema "Sterben dürfen", die Austausch und auch qualifizierte Beratung anbietet Bleistift.png

 (Hilfe)

Autoren

Heike W. (101) und Stefan (14)  Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. Quarks & Co vom 21.April 2015 "Todkrank - wem hilft Sterbehilfe"
  2. Zahlen aus der Pressemitteilung 465 vom 15.12.15
  3. Die Fakten sind dem aktuellen Buch "Selbstbestimmt sterben" von G.D. Borasio entnommen, Kapitel 2 Passive Sterbehilfe und Indikation.
  4. Borasio "Selbstbestimmt sterben", S. 154
  5. in "Selbstbestimmt sterben", S. 155
  6. Wie wir sterben - 3sat Wissenschaftsdoku vom 6.11.14, ab ca 35.min
  7. Medizinrechtler und -ethiker Wolfgang Putz in 3sat "Nano"Beitrag vom 16.10.14 zur Legalität von Sterbehilfe und hier.
  8. Anonyme Sterbehelfer in Deutschland in "Den Todeswunsch unterstützt"
  9. In den Tod gehen 3sat "Nano" vom 25.9.14)
  10. Sterbehilfe für Minderjährige in Belgien 3sat-"Nano"-Beitrag von Februar 14
  11. Prof.Dr.Dr.hc Ulrich H.J. Körtner, Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Uni Wien
  12. 12,0 12,1 12,2 Mutter Meera Antworten II, S. 161-65
  13. In seiner Ansprache auf dem 3. Palliativ- und Schmerztag Münsterland Nov. 2013, (aus Mitschrift des Autors)
  14. Bericht von Stefan Orth
Schön, dass du den Artikel bis hier gelesen hast. Das zeigt dein Interesse am Thema. Um weiterhin auf dem Laufenden zu bleiben, trag dich einfach in den kostenlosen Secret Wiki-Newsletter ein.

Oder spendiere uns einen  Tee  um weiterhin Wissen für Deine neue Welt auf dem Secret Wiki genießen zu können.

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Teile den Artikel mit deinen FreundInnen (Teilen-Buttons sind links oder unten).
  • Hinterlasse unten einen Kommentar.
  • Wenn du Anregungen hast, kontaktiere uns oder werde MitschreiberIn.
Erzähl's weiter:

Kommentiere per Facebook:

Oder kommentiere über Disqus:

comments powered by Disqus
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Tee spendieren
Werde unser Facebook-Fan