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Avatar

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Was ist ein Avatar
Mutter Meera, "Silent Mother" - ein Avatar in Deutschland

Die ursprüngliche Definition des Begriffs Avatar stammt aus den östlichen Lehren.

Im Westen ist der Begriff "Avatar" bekannt geworden im Zusammenhang mit Erleuchtung, Satsang (Begegnung mit der Wahrheit), der Lehre von Advaita und der wachsenden Anzahl von Erwachten und Satsang-Lehrern. In den letzten zwei Jahrzehnten hat man diese Begriffe aus den östlichen Lehren und Traditionen in den westlichen Erfahrungsraum eingeordnet, auch um (qualitatives) Unterscheidungsvermögen zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Avatar?

  • Ein Avatar ist eine direkte, unmittelbare göttliche Inkarnation, zu einem bestimmten Zweck in einer bestimmten Zeit.
    Er kommt in Zeiten großer Übergangsphasen - im Rahmen des evolutionären Geschehens - um ein neues Zeitalter einzuleiten und den Idealtypus dieses Zeitalters zu verkörpern. Er kommt, um neue Wege der religiösen Verwirklichung aufzuzeigen oder diese Wege seinem Zeitalter anzupassen; und er ist in der Lage, seine göttliche Erkenntnis seinen Mitmenschen durch Berührung, Blick oder Schweigen zu übermitteln.[1]
  • Menschen (und Lehrer, Meister) gehen hin zum Göttlichen, während Avatare aus dem Göttlichen kommen. Avatare verlieren nie das Bewusstsein des Göttlichen - auch nicht durch die Geburt hindurch.[2] Sie werden nicht wie Menschen aufgrund von Entwicklung oder Karma (Ausgleich/Verpflichtung) geboren. Ihr Handeln steht außerhalb dessen und ist daher nicht einfach nach herkömmlichen Maßstäben zu beurteilen.
  • Manche Eltern erhalten Hinweise auf die bevorstehende Empfängnis eines besonderen Kindes (wie schon bei Jesus). Avatare können ihren Körper selbst erschaffen: Die Mutter von Sri Sathya Sai Baba berichtete, dass beim Wasser-holen eine Kugel aus bläulich-weißem Licht in ihren Bauch einging - und sie danach schwanger war: [3] eine Form der "unbefleckten Empfängnis", die auch von Jesus und Mutter Maria berichtet wurde.
Babaji - der "ewige Jüngling", Shiva Mahavatar von Haidakhan
  • Avatare können auch einen unsterblichen Körper besitzen oder manifestieren. Als solch ein "Mahavatar" ist z.B. Babaji bekannt, der in einem erwachsenen Körper erscheint - zuletzt 1970 bei Haidakhan/Himalaya als Jüngling. Er ging 1984 und erscheint immer mal wieder bei Menschen, mehr oder weniger materialisiert. Er gab der Menschheit das Mantra "Om namah shivaya" und Yoga-Formen wie Krya-Yoga; mehr zu ihm auch hier.
    Ihre Fähigkeit sich an 2 Orten gleichzeitig zu manifestieren heißt Bi-lokation.
  • Ein Avatar repräsentiert oft eine bestimmte göttliche Qualität in einer göttlichen Gesamtheit: z.B. Gott-Vater-Aspekte ("Baba") oder die "Göttliche Mutter".
    In Deutschland sind als solche die bei Limburg ansässige Mutter Meera bekannt, sowie Amma (Mata Amritanandamayi).
  • Ein Avatar arbeitet jenseits von Glaubensrichtungen, Lehrern und Meistern. Er kann Menschen in der ihnen vertrauten Form ihres Glaubens (wie z.B. Jesus oder Krishna) erscheinen. Er ist keine "Konkurrenz" zu einer Religion oder in einem bereits bestehenden Verhältnis zu einem Lehrer oder Meister; er kann jedoch behilflich sein in der Beziehung.
  • Laut Sri Chimony gibt es einen großen Unterschied zwischen einem verwirklichten, erleuchteten Menschen (Befreiten, mit Gott vereint) und einem Avatar: "Ein Yogi kann zwar im Grunde alles tun, aber nur in beschränktem Maße. Er wird ein Boot haben und darin einige Passagiere befördern können. Doch ein Avatar ist für die ganze Welt da, und auch sein Boot ist für alle da." [4]
  • Avatare sind selten. Es wird gesagt, dass die Zahl der zu einer Zeit inkarnierten Avatare weniger als eine handvoll ist. Andere Quellen sprechen von 12 Avataren. Mutter Meera antwortete einem Fragenden, dass es viele, viele mehr seien als die vermuteten 6 oder 7.[5]
    Menschen kommen von anderen Kontinenten her um einen Avatar aufzusuchen; Ausländer betrachten es als eine Gnade, dass ein Avatar in Deutschland ansässig ist.

Diesbezüglich auch einige Zitate von Mutter Meera aus ihren beiden Büchern Antworten 1 & 2:

  • "Ein Avatar ist eine göttliche Inkarnation. Er erscheint, um die ganze Menschheit emporzuheben, also zu einem göttlichen Zweck...."
  • "...Um zur Erde zu kommen, müssen sie keine früheren Inkarnationen als Menschen gehabt haben. Sie sind immer Avatare. Wann immer Paramatman (= Ursprung und Essenz des gesamten Universums) sie auffordert, zur Erde zu gehen, werden sie dort geboren. Avatare haben weder gutes noch schlechtes Karma. Für sie gibt es keine Karma, sie stehen über dem Karma. Nur Menschen haben Karma." [6]
  • "... Jeder Avatar ist eine Teiloffenbarung des Göttlichen. ... Jeder Avatar hat eine andere Aufgabe zu erfüllen." [7]

Frage: Buddha lehrte, dass die Lehre an sich befreie und ein Guru nur den Weg weisen könne.
Kannst du als Avatar direkte Gotteserfahrung vermitteln?
Mutter Meera: Ja.

Mutter Meera [8]


Wer ist kein Avatar?

Per Definition kann man ein Avatar nicht werden: weder durch einen Kurs noch durch spirituelle Entwicklung oder Erleuchtung.
Lehrer und Meister, die von sich sagen oder sagen lassen, dass sie in dieser Welt das Allerhöchste in absoluter Reinheit verkörpern, sind nach dieser Definition mit Vorsicht zu beurteilen, da sie immer noch Einschränkungen und Wirkungen haben, allein aus der menschlichen Entwicklung heraus.

Solch eine Aussage (wenn Lehrer oder Meister sich auf eine Stufe mit Avataren stellen) mag bestenfalls aus dem inneren Erleben des Lehrers heraus als berechtigt empfunden werden, wenn Schüler versuchen, sie vergleichend einzuordnen. Schlimmstenfalls verfolgen die Lehrer eine Absicht damit, Schüler zu beeindrucken und diese in ihrem Sehnen nach dem Höchsten an sich zu binden.

Ein Hinweis für die Echtheit eines Avatars ist die Art der Anziehungskraft: sie beruht nicht auf Charisma (auch wenn es auf YouTube manchmal so aussieht).
Avatare machen Folgeschaft nicht zur Voraussetzung der Entwicklung, ebenso wenig vermitteln sie medial, dass man unbedingt kommen solle o.ä.. (In vereinzelten Fällen kann das eigene Unterbewusstsein jedoch "Botschaften" erstellen oder bei Missachtung zu einer menschlich polaren Reaktionen führen, wie die Verdammung der vorher angebeteten göttlichen Person).

Mutter Meera sagt z.B. deutlich, dass die Menschen nicht alles verlassen sollen, um ihr zu folgen:
"Die Menschen sollten dort bleiben, wo sie sind. Wenn sie Hilfe brauchen, werde ich ihnen helfen. Die Hilfe kommt, ohne dass Entfernungen dabei eine Rolle spielen."
Eine persönliche Begegnung mit dem Avatar fügt den Menschen jedoch im Erleben noch eine andere Dimension hinzu.

Ebenso:
"Es ist nicht notwendig, mir ergeben zu sein oder an mich zu glauben. Wenn Du aufrichtig zu Deinem Guru oder Meister, zu Gott, zum Absoluten oder zum Göttlichen bist, reicht das aus und ich werde Deinen Glauben stärken. Letztlich genügt es, wenn Du an Gott glaubst. Erfülle Deine Arbeit und Deine Pflichten mit ganzem Herzen und mit Freude, bringe Frieden und Glück in Deine Familie und Deine Umgebung, mache Dein Japa (Wiederholen eines Mantras, Gebets) und bitte dann um das, was Du Dir wünschst. Wenn Du mich oder meine Hilfe brauchst, werde ich Dir helfen, ganz gleich wie der Weg aussieht, dem Du folgst. Für mich gibt es keinen Unterschied. Alle Wege führen zum selben Ziel, zur Verwirklichung des Göttlichen."[9] Und:
"Der Herr ist über allen Göttern, allen Göttinnen, allen Sehern und Mystikern. Er ist das Allerhöchste. Deswegen bete nur zum Herrn. Wenn du nicht die Kraft oder die Urkraft besitzt, direkt zum Allerhöchsten zu beten, dann bitte diejenigen, die sie haben. Wenn du dir dessen bewusst bist, dass eine Person die Schöpferkraft des Allerhöchsten hat, dann bitte diese Person."

Englisches Original-Zitat:
"The Lord is above all Gods, all Goddesses, all Rishis and Avadhutas. He is Supreme. Therefore pray to the Lord only. If you do not have the power or the Shakti to pray directly to the Supreme, ask those who have it. If you are conscious that a person has the paramatman Shakti, then ask that person."

Was Avatare verkörpern

Mutter Meera, eine "Göttliche Mutter"
  • In ihrem Buch Antworten Teil 1 (S.48) benennt Mutter Meera z.B. Jesus als Symbolisierung des Opfers, Krishna als Liebe und Frieden, die göttliche Mutter als Verkörperung von Mitgefühl. Sie bestätigt auch Jungfrau Maria (Mutter Jesu) als Avatar.
  • In der indischen Tradition hat die Göttliche Mutter die höchste spirituelle Bedeutung als diejenige, die alle Formen und Schöpfungen (einschließlich der Götter) gebiert und auch wieder absorbiert. Sie zu erkennen und sich als Schöpfung von ihr zu erleben verleiht dem Bestreben nach spirituell orientierter, ganzheitlicher Entwicklung eine große Kraft.
  • In ihrer direkten Verkörperung haben Avatare einzigartige Fähigkeiten und Fertigkeiten, die gegeben sind und die man nicht erlangen kann.
  • Durch ihre direkte Herkunft haben sie eine umfassende Sicht der Lage bzw. Verfassung als Handlungsbasis. Sie können durch ihre Verbindung zu einem Ergebenen seine spirituelle Entwicklung massiv beschleunigen. Ihre Präsenz und Arbeit wirkt maßgeblicher auf die Natur und Mutter Erde als jede menschliche Handlung sein kann - sie stellt das Gleichgewicht wieder her (ohne das menschliche Lernen zu überspringen).
  • Sie können in ihrer unmittelbaren Art leicht irritieren, weil alle menschlichen Muster und gewohnten Kommunikations-Puffer fehlen, die man in Begegnungen als grundlegende Funktionsbasis verinnerlicht hat. Die Transzendenz in der Begegnung ist von vielen Menschen spürbar und die Andersartigkeit somit erkennbar. (Avatare werden traditionell "erkannt" oder zeigen sich einem als solche).

Wenn ich die Tragweite von Weisheit spüre, dann spreche ich von Gott als Vater.
Wenn ich die ungebundene, bedingungslose Liebe spüre, dann nenne ich Gott
die Göttliche Mutter.
Wenn ich Gott als das Naheste des Nächsten spüre, Unterstützer und Vertrauter, dann nenne ich ihn Freund. (Auch Beloved - Geliebter)

Yogananda[10]


Metaphorischer Gebrauch des Wortes Avatar

Eine Entlehnung und Vermischung des Begriffs ist generell mit zweifelhaften Absichten verbunden und soll dem Angebot Eigenschaften der Avatar-Stufe zufügen ("der Zweck heiligt die Mittel" - eine "illegitime Verknüpfung"). Es ist es das (Massen-)Ego, das sich selbst zu "Gott" macht. Es gibt nur wenige Ausnahmen in Filmen, wo eine Übertragung spielerisch gelungen ist und die Zuschauer auch auf der Ebene berührt.

Einige Beispiele wie das Wort Avatar benutzt wird:

  • Film "Avatar":
    aus der Bedeutung des Wortes entlehnt ist das Prinzip, dass eine "Intervention von außen die Welt (hier Pandora) rettet"; "mit Hilfe einer umfassenderen Sicht" - hier: der menschlichen destruktiven Fähigkeiten und Werkzeuge; und das "Innewohnens in einer Form" (hier verkehrt: ein Mensch wohnt dem Pandora-Wesen inne - eine Version, die das Ego begeistern würde).
  • Film "Die Legende Von Aang":
    Hier zeigt sich das Prinzip "jenseits" der Elemente und ihrer Meister. In den gestaltlosen "göttlichen" Eingaben werden echte Eigenschaften genannt, wie das "sich nicht auf eine Seite stellen" (der gegeneinander kämpfenden Parteien). Keine Polarisierung; die Schlacht wird von den Führern des Feuerelements geschlagen, aber der Avatar wird dargestellt als einer, der nur den Kämpfern begegnet - nicht als ein Anführer von etwas.
  • Im Internetgebrauch:
    Bei Netzwerken und Gruppen, wo man Mitglied werden kann, kann man als Profilbild ein individuell gestaltetes Ersatzbild, einen Avatar, verwenden: "sich eine bestimmte (Erscheinungs-) Form geben". Eine zweifelhafte Verweltlichung des Begriffs, die Internet-Nutzer oberflächlich dann übertragen auf einen eigentlich "heiligen" Begriff. Solche Gleichmachung legt eine Verspottung des Begriffs nahe; die Verwendung führt Massen am Registrieren der Bedeutung des Begriffes für das Seelenleben völlig vorbei.
  • Avatar-Kurs:
    Ziel der Kursreihe von Harry Palmer sei es, eine erleuchtete planetarische Zivilisation zu erschaffen: man lernt aufzudecken, wie man seine Realität kreiert und Unerwünschtes "dis-kreiert". Darin steckt das Prinzip der Einflussnahme auf das Welt-Geschehen.
    Die Entlehnung des Wortes "Avatar" ist insofern ungerechtfertigt als man Avatar nicht werden kann: im Kursgeschehen geht es immer noch um die Person, die ein spirituelles Selbst entwickelt und die nach ihrem Ermessen erschafft, das Massenbewusstsein verändert - mit Absichten, die noch so göttlich erscheinen mögen. Die Erleuchtung besteht in der Erkenntnis, wie man Bewusstsein händelt, um dann als Schöpfer aufzutreten. Dies wird dort verglichen mit dem Bodhisattva der östlichen Traditionen.[11]

Die Kraft des Göttlichen in der Weltkrise

  • Sathya Sai Baba antwortete auf die Frage, warum ein Avatar nicht Naturkatastrophen verhindere: "Jede Sofortlösung würde gegen das fundamentale Wesen der Natur verstoßen, sowie gegen das universelle Gesetz des Karma (Gesetz von Ursache und Wirkung). Die meisten Menschen leben in einer materiellen Welt von Wünschen und Ego, wo dieses Gesetz des Karma wirkt. Sie ernten die Früchte ihrer Handlungen. Und dadurch machen sie Fortschritte oder Rückschritte in ihrer geistigen Entwicklung.
    Würde sich ein Avatar einmischen und die Probleme der Menschen augenblicklich lösen, dann hätte dies einen Stillstand von Evolution und Entwicklung zur Folge. ..."
    [12]
  • Mutter Meera antwortet auf die Frage, was mit der Vernichtung durch Kernenergie ist:
    • "Wenn die göttliche Gnade bei den Menschen ist, kann keine von Menschen erzeugte Energie die Welt zerstören. Gott ist nicht blind, er beobachtet die Welt, die Lage. Die Vernichtung der Menschheit ist eine menschliche, nicht die göttliche Idee."[9]
    • "... Gott lässt uns gewähren - jedoch nur, bis die Lage kritisch wird. Dann gebietet Er Einhalt und was wir weiterhin versuchen, können wir nicht mehr ausführen. ..."[9] (Dies bringen viele in Verbindung mit dem Vorgang der Mauer-Öffnung in Berlin.)
    • "Es wird Streit geben, solange es eine Welt gibt. Aber die Verhältnisse bessern sich." [9]
      (eine Aussage, die Vertreter der Aufstiegs-Version in eine neue Dimension mit einer geheilten Welt irritiert)

Diese Aussagen eines Avatars geben ein scheinbar völlig anderes Bild wieder als z.B. in der Esoterik oder in der westlichen Version von Advaita (Non-Dualität) verbreitet ist. In der Esoterik gibt es vielerlei (erlernbare) Wege und Techniken der Einflussnahme des Menschen. In der "verwestlichten" Advaita-Version liegt der Kernpunkt darauf, dass es gar keinen Handelnden gibt.

Dies scheint verwirrend, besonders wenn man auf der Suche nach der Wahrheit ist. Es scheint eine Frage der Orientierung und Ziele zu sein, welchen Weg oder welche Absicht man als individuelles Bewusstsein verfolgt; ebenso wie der Mystik dessen, was das Leben uns bringt und wie wir darauf antworten.

Auf einer tieferen Ebene zeigt sich jedoch immer die Kernaussage, dass es eine höhere Instanz gibt, die handelt oder Handlung initiiert. Unterschiedlich ist das Maß der Identifizierung mit dieser höheren Instanz und das Maß der Verwechslung mit dem individuellen, persönlichen Bewusstsein, welches mehr oder weniger getrennt existiert von der Ebene des Eins-Seins.

Lebende Avatare

Um es vorweg zu sagen: es gibt keine übersichtliche, geprüfte Liste der zur Zeit noch lebenden oder wieder inkarnierten Avatare; auch wenn wir gern damit sicher gehen würden und eine persönliche Auswahl hätten, welcher Avatar für uns eventuell geeignet sei.

Eine Begegnung mit einem Avatar ist eine Antwort auf einen höheren Teil in uns und ein Angebot: Reife-Stufen, "Schicksal" oder das Göttliche wacht mit Hilfe eines Avatars auch über eine fehlgeleitete Entwicklung. Viele Menschen berichten wie sie auf seltsamen Wegen, "durch Zufall", zu einer Begegnung mit einem Avatar kamen.

Die meisten Avatare haben Namen aus dem Hindi: "Amma" oder "Mata" bedeutet die weibliche Form einer göttlichen Mutter und "Baba" bezeichnet eine männliche Form, die Vater und Mutter gleichzeitig beinhaltet. Das "Sai" bezeichnet das Heilige der Person, "Sri" die Verehrung.

Öffentlich tätig und bekannt sind folgende Avatare:

  • Mutter Meera (auch "Silent Mother" genannt) in Deutschland. Das Prozedere hier ist sehr neutral (wobei Respekt und Anstands-Regeln selbstverständlich auch nach indischem Maßstab gelten). Mutter Meera gibt Darshan individuell, aber in Stille, das heißt sie gibt keine Satsangs (Begegnungen in Gesprächsform) für Besucher oder Anhänger. In ihrem Segen arbeitet sie sowohl auf feinstofflicher Seelenebene als auch auf der Persönlichkeitsebene des Individuums, mit einem abschließenden kollektiven Segen. Darshan ist frei (und auf Anmeldung). Sie legt keinen Wert auf Öffentlichkeit und hat erst in den letzten Jahren begonnen, häufiger ins Ausland und auch in deutsche Städte zu reisen. Antworten auf Fragen gibt es hier.
    Mata Amritanandamayi - "Hugging Amma"
  • "Hugging" Amma (Amritanandamayi), besuchsweise in Deutschland. Mit individueller Begegnung in Form einer Umarmung, in einer Großveranstaltung mit indischem Prozedere (das nicht jedem liegt). Amma tritt auch öffentlich auf in Treffen mit andern spirituellen Weltführern, wie auch mit dem Papst[13] Im Juni 2014 spricht Amma in der Gesprächserie über Mitgefühl an der Standford University (Kalifornien) darüber, dass weder körperliche noch mentale Kräfte je Frieden erzielt haben und Mitgefühl die einzige Kraft sei, die aufgrund ihrer göttlichen Natur Frieden schaffen könne. Mitgefühl sei eine Haltung, zu der man sich jeden Tag neu entschiede.
    Anleitung zu Spiritualität durch einen Meister sei zur "Reparatur" unserer spirituellen Verbindung in etwa so wichtig wie ein Fachmann zur Reparatur eines Fernsehers, um schädliche Folgen unsachgemäßer Anweisungen wie aus Büchern zu vermeiden. Menschliche Berechnungen können falsch sein, aber niemals Handlungen, die aus Mitgefühl geboren sind - weil sie ein Naturgesetz aus göttlicher Kraft seien, dem Herz der Schöpfung.
  • Sri Balasai Baba, im südlichen Zentral-Indien; mit Gruppen auch in Deutschland. Wie auch früher Satyam Sai Baba materialisiert er ab und zu Gegenstände, die eine schützende Funktion oder einen Auftrag haben und Menschen nicht nur im Herzen ansprechen sollen. Sri Balasai Baba sagt dazu: „Da der Segen, den Ich schenke, unsichtbar ist, mache Ich ihn durch die materialisierten Geschenke für Meine Anhänger sichtbar. Meine Geschenke sind also der sichtbare Segen Gottes."[14] In Fotos von ihm sind die verschiedenen männlichen und weiblichen Aspekte Gottes sehr ausgeprägt wiederzufinden.
  • Sri Bhagavan und Sri Amma, ein in Indien lebendes Avatar-Paar. Sie haben ihre engen Anhänger mit der Fähigkeit zu Energieübertragungen ihres Stroms - "Deeksha" (sanskrit: Gnade) genannt - betraut. Sri Bhagavan berichtete, dass er schon als Kind eine goldene Lichtkugel sah, die er in den Kopf von Menschen lenken konnte, was bestimmte Gehirnzentren aktivierte; Leistungen verbesserten sich, Menschen hörten mit destruktiven Verhalten auf. Später diente seine Energie-Übertragung dazu, in einem Transformations-Prozess zur Erleuchtung zu führen: Menschen berichteten, das ihr gewöhnliches Ich-Bewusstsein verschwand und ihr Nervensystem sich veränderte. Sie nannten Deeksha die Energie des Erwachens.[15]
  • Amma Sri Karunamayi, in Indien und besuchsweise USA, wird als Avatar bezeichnet. Sie gibt individuellen Segen (Diksha) frei und wirkt nach indischer Art durch uralte, heilige Rituale.
  • Sri Swami Vishwananda steht laut Informationen in enger Verbindung mit Babaji und dem Christus-Bewusstsein. Er wird als "Premavatar" bezeichnet, ein Avatar der Liebe (Prem), der die Hingabe (Bhakti) lebt. Er lehrt unter anderem das von Babaji gegebene Atma-Kriya-Yoga und reist von seinem Zentrum in Springe bei Frankfurt aus in viele Länder. Sein Darshan ist hierzu sehen.
    Darüber, ob er tatsächlich ein Avatar in dem Sinne ist oder erst von Anhängern dazu gemacht wurde, gibt es kontroverse Meinungen. Ehemalige Anhänger berichteten früher von sehr umstrittenen, traditionell als sträflich angesehenen Verhalten gegenüber Schülern. Auch habe er einfach Sai Baba gegen Babaji als "sein Meister" ausgetauscht und unredliche Magie benutzt.[16][17] Ein direkt aus dem göttlichen kommender Avatar hätte keinen Meister (mehr in Spiritualität mit Tücken).
    Seine Begegnungen mit Mutter Meera 2013 wurden von Vielen als Zeichen einer positiven Veränderung und neuer Glaubwürdigkeit seines Wirkens empfunden.

Westliche Äquivalente sind nach dieser Definition schwer erkennbar. Es gibt vielleicht eine Form, die man vorsichtig als "Neo-Avatar" bezeichnen könnte (entsprechend dem verwestlichtem "Neo-Advaita"). Bei folgendem Beispiel kommt die esoterische Linie - der "Lichtarbeiter" als Handelnder - zum Ausdruck (im Gegensatz zu den klassisch indischen Avataren mit der Ausrichtung auf das Göttliche als Ursprung der Handlungen, dem sich spirituelle Menschen in Liebe voll anvertrauen, hingeben):

  • Inelia Benz: In einem Interview mit Bill Ryan (Project Avalon) berichtet sie wie sie mit vollem Bewusstsein geboren sei und schon im Alter von 3 Jahren tagelang völlig außer sich gewesen sei, dass sie in einer Zeitschiene geboren war, in der es noch Krieg auf der Erde gab. Ihre Arbeit beschreibt sie sehr bewusst, schon als Jugendliche habe sie ein inneres Wissen gehabt was zu tun sei. Ihre Aufgabe sei "Lichtarbeiter", die ihren ursprünglichen Lebenszweck im Weltlichen aus den Augen verloren haben, wieder in Kontakt zu bringen mit ihrer ursprünglichen Bestimmung.

Einen Avatar erkennen

Die Fähigkeit einen Avatar als solches zu erkennen ist wenig verbreitet und benötigt einen hohen spirituellen Entwicklungsstand. Diejenigen, die als Avatare bekannt sind, wurden zu ihrer Zeit meist buchstäblich nur von einer Handvoll Menschen erkannt. Viele haben ein nicht-öffentliches Leben, d.h. sie kommen gar nicht erst in die für die westliche Mentalität unvermeidliche Diskussion. Es kursieren höchstens Gerüchte, wer wo wieder inkarniert sei.

Erschwerend ist, dass die Definition eines Avatars zwar recht klar zu sein scheint - es aber dennoch etliche erklärte "Avataren" gibt, die offensichtlich dazu "geworden" oder gemacht worden sind. Indische Quellen beschreiben Avatare in der ihnen typischen Art und Weise mit den Göttern, was eher fremd ist für die westlicher Mentalität und Konzepte.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich ein Avatar zu erkennen geben (es gibt entsprechende Geschichten von Jesus genauso wie von Sathya Sai Baba oder Babaji) - was die Menschen jedoch damit machen, ist oft nicht konstruktiv. Es scheint eine Dynamik in der menschlichen Ebene zu geben, die heftige Widersprüche und Verleugnung oder einen Hang zu Romantik und Verblendung auslösen kann. Dennoch bleibt das Wissen um die ursprüngliche Erkenntnis nicht ohne Spuren und wird manches Mal erst später wieder freigelegt. Unbestritten ist, dass eine Begegnung und Verbindung mit einem inkarnierten Avatar äußerst kostbar ist.

Sri Chinmoy, ein verwirklichter Meister, sagt, dass wir wohl einen Weisen, einen Heiligen, selbst einen Yogi (der eins ist mit dem Göttlichen) leicht erkennen können, kaum jedoch das Niveau eines Avatars:

"... Ein Avatar wiederum ist eine direkte Verkörperung Gottes, ein inkarnierter Teil Gottes, der ständig zugleich im Höchsten und im Niedersten wirkt.

Yogis halten sich auf einem bestimmten hohen Niveau auf und wirken dort. Wenn sie von diesem Niveau herab-kommen, um die Menschheit empor-zu-heben, fällt es ihnen sehr schwer, wirkungsvoll zu handeln. Oft verfangen sie sich in den niederen Ebenen und sind dann verloren. Gewöhnlich halten sie sich auf einem bestimmten Bewusstseinsniveau auf und wenn es Suchern gelingt, dieses Niveau zu erreichen, können sie ihnen helfen.

Ein Avatar hingegen kann zugleich im Höchsten und Niedersten bleiben und selbst wenn er auf der niedersten Ebene arbeitet, wird er von ihr nicht beeinträchtigt. Ein Avatar ist ein Mensch. Er spricht, isst und hat Humor. Wenn ein Avatar ins Höchste eintritt, geht er weit über die Reichweite unserer Vision hinaus. Falls ihr je auch nur den kleinsten Schimmer der höheren Welt erhaltet, zu denen ein Avatar freien Zutritt hat, werdet ihr fühlen, dass euer gesamtes Leben Gegenstand vollständiger Hingabe zu Füßen eures Meisters wird. Selbst wenn der Meister euch einen Tritt gibt oder euch aus seinem Center wirft, werdet ihr ihm treu bleiben, denn ihr habt von ihm etwas erhalten, das ihr von niemandem sonst auf der Erde erhalten könnt. ..." [18]

Weiterführendes

Artikel

Literatur

  • The Invisible Hand: Business, Success & Spirituality* David Green über seine Begegnung mit Hugging Mother (Amma), Silent Mother (Mutter Meera), Smiling Swami, Baba H. u.a. - und wie das sein Leben als gestresster Geschäftsmann veränderte. "Always leave a profit to the next person - don't be greedy." Englisch Bleistift.png

Videos

Weblinks

  • avataara.net - Avatare der Neuzeit; mit Beschreibung einiger Avatare und Gurus - Biographie, Geschichten und Zitate Bleistift.png
  • muttermeera.de - mit Modalitäten zu Anmeldung und "Darshan-Etikette" und Darshan-Kalender Bleistift.png
  • srichinmoyantwortet.com - Antworten auf Fragen rund um Meditation und brennende Fragen unserer Zeit (auch die "was ist..."-Fragen) von Sri Chinmoya (-2007), Meditationslehrer und (verwirklichter) spiritueller Meister Bleistift.png

 (Hilfe)

Autoren

Heike W. (89) und Stefan (12)  Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. http://www.avataara.net/avatar-konzept.html
  2. Mutter Meera: Antworten 1, S.52: "Avatare kommen vom Göttlichen her, während Menschen, die sich verwirklichen, zu Gott hingehen. Avatare sind immer eins mit Gott und verlieren nie das Bewußtsein des Göttlichen - im Gegensatz zu Gurus, die als Unwissende begannen."
  3. Das Avatar-Konzept
  4. http://www.srichinmoyantwortet.com/befreiung/was-unterschied-befreiten-und-verwirklichten-menschen
  5. Mutter Meera - "Moments with Mother"
  6. Mutter Meera "Antworten Teil 2" S. 16/17
  7. Mutter Meera "Antworten Teil 1", S. 44
  8. in Antworten 1, S. 77
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Mutter Meera "Antworten Teil 1, S. 180ff
  10. Yogananda - Ist Gott Vater oder Mutter? engl., übersetzt von Heike W.
  11. Vortrag 'Perspektive' von Harry Palmer: "Wie erlangt man Erleuchtung" über die Struktur des "Avatar"-Weges
  12. http://www.avataara.net/avatare.html
  13. wie bei der Unterzeichnung des Appells gegen Menschenhandel im Vatikan November 2014 hier.
  14. Der Avatar Sri Balasai Baba - Besondere Fähigkeiten
  15. Titel des Buches von Klara Windrider
  16. http://poszukiwaczeprawdyeu.wordpress.com/2014/02/04/swami-vishwananda-a-sweet-face-of-the-baleful-beast/ Swami Vishwananda - a sweet face of the baleful beast
  17. https://vishwanandafake.wordpress.com/ Vishwananda Fake
  18. http://www.srichinmoyantwortet.com/themen/avatare
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