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432 Hz

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432 Hz
Ein Kristall-Klangspiel, das auf 432 Hz eingestimmt ist. Diese Grundstimmung resoniert am besten mit dem menschlichen Körper.

Dieser Artikel beschreibt die Wirkung von Musikstücken mit 432-Hertz-Grundstimmung auf den physischen und den energetischen Körper des Menschen.
Es ist die natürlichste aller Grundstimmungen und geht vor allem auf den Akustiker Joseph Saveur und den Klangforscher Ernst Chladni zurück.

Die 432 Hz-Grundstimmung findet sich noch heute in einigen alten Instrumenten, die bei einigen Naturvölkern gefunden wurden oder in der Zeit von Anfang des 19. Jahrhunderts bis circa Mitte des 20. Jahrhunderts gebaut wurden.

Ergänzend werden in diesem Artikel Verständnisgrundlagen zum Thema Instrumentenstimmung vermittelt. Eine Erläuterung der musiktheoretischen Grundlagen findest du im Artikel Musiktheorie, der diesen Artikel ergänzt.

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Umgangssprachlich wird statt "Grundstimmung" oft nur von "Stimmung" gesprochen. Der einfacheren Lesbarkeit halber verwenden wir in diesem Artikel beide Begriffe gleichwertig.

Einführung

Es ist bekannt, dass die Tonarten in der Musik jeweils einen unterschiedlichen Klangcharakter haben und damit auch eine andere Wirkung von ihnen ausgeht. Vergleichsweise wenig bekannt ist die Tatsache, dass auch die Grundstimmung eines Instrumentes einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung des jeweiligen Stückes hat.

Musik, deren Instrumente auf den Kammerton a' = 432 Hz eingestimmt sind, klingt und wirkt ganz anders, als Musikstücke mit dem klassischen Kammerton a' = 440 Hz.

Schauen wir uns nun an, welche Wirkung die 432 Hz-Grundstimmung im einzelnen hat.

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Wer sich intensiver mit Musik und Klang beschäftigen möchte, benötigt ein paar physikalische und musiktheoretische Grundkenntnisse. Hierzu empfehlen wir die Artikel Frequenzen und Musiktheorie. Im letztgenannten Artikel wird vor allem auf die Harmonikale Grundlagenforschung eingegangen, die wir nachfolgend kurz beschreiben.

Die Erforschung harmonikaler Gesetzmäßigkeiten

Die harmonikale Grundlagenforschung befasst sich mit den physikalischen und akustischen Gesetzmäßigkeiten der Töne und der Klangerzeugung. Sie geht zurück auf die Pythagoräer, Platon und die Neuplatoniker, sowie auf Johannes Keppler.[1]

Die harmonikale Grundlagenforschung konnte aufzeigen, dass die Natur (insbesondere die Biologie) und die Musik in Bezug auf die natürlichen Proportionen den selben Naturgesetzen folgen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Musik und Klänge in der Läge sein müssten, mit Menschen, Tieren und Pflanzen in Resonanz zu gehen. Hierzu empfehlen wir den Artikel Musiktheorie, der näher auf die Harmonikale Grundlagenforschung eingeht.

Nachfolgend erfährst du, wie du diese Resonanzfähigkeit mit der 432 Hz-Stimmung auf besondere Weise nutzbar machen kannst.

Die Instrumentenstimmung

Das Einstimmen eines Instrumentes erfolgt anhand des sogenannten Kammertons. Nur wenn Musiker ihre Instrumente auf einen einheitlichen (Kammer-) Ton stimmen, können sie gemeinsam musizieren. Aber auch für Solomusiker und Klangtherapeuten ist die Grundstimmung wichtig, da sie die Wirkung des Stückes mitbeeinflusst.

Die Tonhöhe beziehungsweise Frequenz des Kammertons wurde in den verschiedenen Jahrhunderten sowie in verschiedenen Ländern immer wieder anders definiert. Die international anerkannte und am meisten verbreitete Stimmung lag viele Jahrzehnte bei a' = 440 Hz. Mittlerweile wird jedoch in den meisten professionellen Orchestern noch höher gestimmt, weil die Instrumente dann brillianter klingen sollen.

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die von Joseph Saveur errechnete und auch von dem Ernst Chladni vorgeschlagene Stimmung von a' = 432 Hz. Eine andere Bezeichnung dieser Stimmung ist c = 128 Hz.[2]

Die Stimmung auf 432 Hz war in Europa nie offiziell. Sie ist aber der sogenannten Pariser Stimmung sehr nahe, die bei 435 Hz liegt.

Bis zum 19. Jahrhundert wurde allgemein tiefer gestimmt und in vielen Orchestern gab es gar keinen fest definierten Kammerton. Er wurde gewissermaßen jedes mal neu intuitiv gestimmt.

Die 432 Hz-Stimmung wurde recht häufig bei den Instrumenten der Naturvölker gefunden, vor allem bei Flöten. Auch bei historischen Instrumenten unseres Kulturkreises finden wir (historische) Stimmungen, die um die 432 Hz liegen, wie zum Beispiel bei Drehorgeln.

Als Überleitung zu den Wirkungen der 432 Hz-Stimmung auf den Menschen sei an dieser Stelle nocheinmal erwähnt, das der Kammerton a' = 432 Hz der Stimmung c = 128 Hz entspricht. Die nun folgenden Zusammenhänge werden verständlicher, wenn wir statt dem a' das c als Referenzton nehmen, denn die verschiedenen C-Töne stehen direkter mit den körpereigenen Frequenzen in Verbindung. Es ändert sich also nicht die Stimmung sondern nur deren Bezeichnung und unser Fokus auf einen anderen Ton.

C = 128 Hz - die "natürlichste" Stimmung

Die Stimmung c = 128 Hz basiert auf der Frequenz von 1 Hz (= 1 Schwingung pro Sekunde). Die Frequenzen 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, und so weiter stellen entsprechend der Harmonielehre alle verschiedene Oktaven des Tons "C" dar. Denn eine Verdoppelung oder Halbierung einer Frequenz erzeugt immer noch den gleichen Ton, lediglich entsprechend höher oder niedriger "oktaviert".

So sieht das in der Übersicht aus.

Ton Frequenz
C6 1 Hz
C5 2 Hz
C4 4 Hz
C3 8 Hz
C2 16 Hz
C1 32 Hz
C 64 Hz
c 128 Hz
c1 256 Hz
c2 512 Hz

Das C6 ist gleichzeitig der tiefste "Ton", den es gibt, auch wenn er für Menschen nicht hörbar ist. Manche Tiere, wie beispielsweise Elefanten, Giraffen, Nilpferde und Blauwale können Töne unterhalb von 16 Hz hören und teilweise auch erzeugen, den so genannten "Infraschall". Damit tragen diese Tiere beispielsweise ein Frühwarnsystem in Bezug auf Erdbeben oder Seebeben in sich, da diese Beben Frequenzen unterhalb von 16 Hz erzeugen.

Persönlicher Standpunkt von Ina

Zum verdeutlichen des Unterschiedes von a'= 440 Hz und c = 128 Hz möchte ich meine persönliche Einschätzung mit dir teilen.

Schon in meiner Kindheit habe ich mich immer wieder gefragt, weshalb ausgerechnet das a' als Kammerton bezeichnet und verwendet wird. Es erschien mir so willkürlich.
Die C-Dur-Tonleiter hingegen ist, nach meiner Einschätzung, die natürlichste Tonleiter, insbesondere bei den Tasteninstrumenten. Zusammen mit A-Moll, ihrer parallelen Moll-Tonart, kommt sie ohne schwarze Tasten aus.
Beschreiben wir die Anzahl der Oktaven eines Tasteninstrumentes, orientieren wir uns im allgemeinen am "C". (Buchstaben in Anführungszeichen meinen keine bestimmte Tonhöhe.)
Am deutlichsten zeigt es sich beim Quintenzirkel der Harmonielehre: hier steht das "C" (Dur) in der Mitte. Dem "C" scheint also eine zentrale Bedeutung als Grundbezugston zuzukommen.

Die Vermutung dieser zentralen Bedeutung bestätigte mir das Buch* von Maria Renold aus musiktheoretischer Sicht, siehe auch hier im Artikel das Zitat im Abschnitt "432 Hz-Stimmung für den Menschen in seinem Lebensraum".

Im Sinne einer ganzheitlichen Lehre wäre es daher stimmig, das c als Kammerton zu verwenden, so wie Saveur es errechnet, Chladni es als allgemeine Stimmung vorgeschlagen und Rudolf Steiner es praktisch umgesetzt hat. So versteht man die Zusammenhänge der Tonarten zueinander besser.

Da aber die offizielle Bezeichnung des Kammertons das a' ist und auch bei den Befürwortern der 432 Hz-Stimmung der Kammerton a' genutzt wird, müssen wir der Orientierung halber auch hier diese Bezeichnung verwenden, benennen aber gleichzeitig auch den "Kammerton c".

Die Instrumentenstimmung und die Stimmung des Menschen

Wie wir noch eingehend behandeln werden, sind offensichtlich verschiedene Körperfunktionen auf 8 Hz „geeicht“ beziehungsweise „gestimmt“. Es ist die Frequenz, die unserem Körper anscheinend am vertrautesten ist.

8 Hz ist die 4. Oktave von 128 Hz (Ton c) abwärts gerechnet oder die dritte Oktave von 1 Hz (ebenfalls ein "C") aufwärts gerechnet. Da alle Oktaven von 8 Hz (aufwärts und abwärts) den gleichen Grundton haben, gehen sie ebenfalls mit dem Körper in Resonanz, also auch das c = 128 Hz.

Aufgrund der komplexen Zusammenhänge der Harmonik und der Harmonielehre, insbesondere der Obertöne, geht allerdings nicht nur das C in seinen verschiedenen Oktaven mit dem Körper in Resonanz, sondern auch alle anderen Töne der auf c = 128 Hz gestimmten Instrumente (siehe hierzu auch den Absatz Tonarten und Stimmungen).

Deshalb ist es interessant, sich näher mit den Auswirkungen der Instrumentengrundstimmung auf die menschliche Stimmung zu befassen.

Die Wirkung der 432 Hz-Stimmung auf den Menschen

Wenn Musik und Klänge mit einer Grundstimmung von a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz gespielt werden, unabhängig von der Tonart, sagt man, dass sie den Zuhörer auf besondere Weise berühren. Hierzu hat vor allem Rudolf Steiner geforscht.
Wie bereits erwähnt stimmte Steiner auf c = 128 Hz, was der Stimmung a' = 432 Hz entspricht. Durch den Fokus auf den Ton c konnte er verschiedene Zusammenhänge von Stimmung und Körper deutlicher aufzeigen, weil c nach dieser Lehre eine Art Grundton oder Bezugston darstellt.

Die 432/128 Hz-Stimmung soll nach den Erkenntnissen von Steiner und anderen Forschern folgende Wirkungen haben:

  • Förderung der körperlichen Entspannung
  • Förderung der seelischen Entspannung
  • Stimmungsaufhellung
  • ein Gefühl des inneren „Berührtseins“
  • Musik mehr zu fühlen als nur zu hören
  • mit den eigenen Gefühlen stärker in Kontakt zu kommen
  • ein inneres Sich-Öffnen für Entwicklungs- und Heilungsprozesse.

Diese Wirkungen gelten in der ganzheitlichen Heilkunde als die Türöffner für Gesundheit, Heilung und Wohlbefinden ganz allgemein. Sie können deshalb besonders gut in der Musik- und Klangtherapie eingesetzt werden.
In einem Konzert hingegen wird einfach eine angenehme Stimmung bei den Zuhörern vermittelt. Wenn es also gewünscht ist, dass ein Konzert die Zuhörer in besonderer Weise berühren soll, ist die 432-Hz-Stimmung sinnvoll.

Hinweis: Mit der 432-Hz-Stimmung wird in erster Linie das Wohlbefinden und das Gleichgewicht des Energiesystems unterstützt. Medizinisch-therapeutische Wirkungen ergeben sich erst, wenn diese Musik im therapeutischen Rahmen mit Diagnose und therapeutischer Zielsetzung eingesetzt wird.

432 Hz in Bezug auf Herz und Gehirn

Das physische Herz hat eine zentrale Bedeutung für die Funktionen des menschlichen Körpers. Aber auch dem emotionalen Herz als angenommener „Sitz“ unserer Gefühle, insbesondere der Liebe, kommt in nahezu allen Kulturen eine große Bedeutung zu.

Das Institute of Heartmath in den USA hat zu diesem Thema geforscht. So soll das Herz im Zustand der Liebe auf 8 Hz schwingen. Diese Frequenz ist bei den Gehirnwellen der Übergang vom Bereich der Alphawellen, die für leichte Entspannung stehen, zum Bereich der Thetawellen, die eine tiefe Entspannung kennzeichnen.

Man könnte also sagen, dass ein liebendes Herz und ein entspannter Geist auf einer Wellenlänge liegen. Hintergrundinformationen zu dieser Thematik findest du hier.

Wenn wir mit der Musik also eine wohltuende Wirkung auf den Menschen erreichen möchten, bietet uns die Ausrichtung auf 8 Hz beziehungsweise seine höheren Oktaven ein umfangreiches Betätigungsfeld, das Entspannung und Wohlbefinden vermittelt.

432 Hz-Stimmung für den Menschen in seinem Lebensraum

Musik, die in der 432 Hz-Stimmung gespielt wird, wird allgemein als sehr wohltuend empfunden. Sie ist vermutlich die einzige Stimmung, die 3 besondere Merkmale aufweist:

  • Sie wurde von vielen Musikern und auch von naturverbundenen Völkern als besonders harmonisch empfunden und als Stimmung ihrer Instrumente verwendet.
  • Sie wurde von Joseph Saveur anhand verschiedener Körperfunktionen bestimmt, die offensichtlich auf 8 Hz „geeicht“ beziehungsweise „gestimmt“ sind.
  • Sie steht in Verbindung mit den Umlaufbahnen der Erde um die Sonne, also dem Jahreston. Der Jahreston entspricht wiederum dem vedisch-traditionellen universellen Grundton OM (Cis = 136,10 Hz auf der Basis von a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz) und steht direkt mit unserem Herzen in Verbindung. Siehe hierzu unsere Informationen über die Planetentöne im Artikel Frequenzen.

Wir können daher davon ausgehen, dass Musik in der 432 Hz-Stimmung die Verbindung des Menschen zu seinem natürlichen Lebensraum (vor allem in Bezug zur Erde und zur Sonne) von allen Stimmungen am besten unterstützt. Zu vermuten ist, dass auch verschiedene Körperfunktionen von dieser Stimmung profitieren, im Sinne einer harmonischen, allgemein unterstützenden Atmosphäre.

Forschung und Wissenschaft

Der Wissenschaftler und Begründer der Akustik, Joseph Saveur, fand als äußerste unterste Wahrnehmungsgrenzen des Ohres 16 Hz heraus. Daraufhin legte er c' = 256 Hz (vierte Oktave von 16 Hz) als Kammerton fest (entspricht a' = 432 Hz). Er konnte beweisen, dass sich aus dieser Frequenz auch die natürlichen Schwingungszahlen der Stimmbänder beim Singen und die der Lippen beim Blasen und Pfeifen ableiten lassen, sowie alle Eigentöne mittönender Rezonanzkörper, Hohlräume im menschlichen Körper, sogar die kaum wahrnehmbar kleinen Intervalle des Vogelgesanges.

Die Stimmung a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz ist also nachweislich im Menschen verankert. 432 Hz ist damit diejenige Stimmung, mit der der menschliche Körper am leichtesten in Resonanz geht.

Bekannt ist auch, dass höhere Stimmungen, wie sie heute üblich sind, die Stimme der Sänger stärker fordern und zum schnelleren Verschleiß der Stimmbänder beitragen können. Dies ist allein schon auf die höhere Tonlage zurückzuführen.
Die 432 Hz-Stimmung hingegen schafft eine den Stimmbändern „vertraute“ Resonanz, die zur Entspannung beiträgt.

Rudolf Steiner hatte sich schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts ausführlich mit dieser Grundstimmung auseinandergesetzt. Er kam zu der Erkenntnis: "Die Schwingung c = 128 Hz hat, subjektiv gesprochen, beim Anhören etwas wie eine Wärmehülle um sich."

Interessant ist auch, dass 128 Hz eine Oktave von 1 ist, genau die siebte (1-2-4-8-16-32-64-128). Auch im Körper folgen einige Prozesse dieser Zahlenfolge, wie beispielsweise die Zellteilung. Diese Zahlenreihe ist also unserem Körper vertraut. Wenn c nun auf 128 Hz (entspricht a' = 432 Hz) gestimmt wird, schwingt das jeweilige Musikstück in Resonanz mit verschiedenen grundlegenden Körperfunktionen beziehungsweise -proportionen.

Weitere Beobachtungen verschiedener Forscher:

  • Das cortische Organ im Innenohr, das den Gleichgewichtssinn regelt, schwingt auf c = 128 Hz.
  • Ohrenärzte und Neurologen benutzen Stimmgabeln, die auf c = 128 Hz oder 256 Hz gestimmt sind.
  • Der Arzt Dr. Henry Puharich konnte einen beständigen 8 Hz-Puls an den Händen von Heilern messen. Er stellte fest, dass die Intensität dieses Signals ein Indikator für die Heilkraft des Heilers ist.

Klangcharakter der Tonarten und Stimmungen, einzeln und in Kombination

Bekannt ist, dass verschiedene Tonarten einen individuellen Klang-Charakter haben. Beispielsweise C-Dur, A-Moll und viele andere. Siehe hierzu auch den Artikel Musiktheorie.

Die Tonarten erzeugen unterschiedliche Stimmungen beim Menschen, über die jedoch in der Fachwelt noch keine Einigkeit herrscht. Hier kann jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Wegweisend zu diesem Thema waren unter anderem die Forschungen von Rudolf Steiner.

Da die auf einem Instrument gespielte Tonart unabhängig von der Instrumenten-Grundstimmung gewählt werden kann, ergibt sich in der Praxis eine Kombination aus der Grundstimmung des jeweiligen Instrumentes (440 oder 432 Hz) und der gewählten Tonart.

Beispiel: Ein Stück in Cis-Dur (entsprechend dem Ton Om) auf einem in a' = 432 Hz (Cis = 136,10 Hz) gestimmten Instrument kann gewissermaßen „doppelt“ mit dem Herzen oder verschiedenen Körperfunkionen in Resonanz gehen.
Aber auch jede andere Tonart auf Basis der 432 Hz-Stimmung resoniert stärker mit dem Körper als bei der 440 Hz-Stimmung. Hierzu eine kurze Erläuterung aus den Forschungen Steiners, entnommen dem Buch Von Intervallen, Tonleitern, Tönen und dem Kammerton c = 128 Hz*:

C = 128 Hz ist die Prim aller Tonleitern des Quintenzirkels.


Erläuterung: "...die Prim aller Tonleitern des Quintenzirkels" bedeutet, dass sich alle Töne der Dur- und Molltonleitern in einem 'natürlichen Intervallverhältnis' zum "Grundton" c = 128 Hz befinden. Sie schwingen gewissermaßen im Einklang.

Die individuelle Charakteristik der verschiedenen Tonarten ergibt sich entsprechend aus dem Verhältnis des jeweiligen Tones zum c = 128 Hz. Diese Besonderheit gilt nur für die 432/128 Hz Stimmung, nicht für die 440 Hz Stimmung.

Befürworter der 432 Hz-Stimmung

Historisch gab es bereits einige berühmte Befürworter der 432 Hz-Stimmung, wie beispielsweise Guiseppe Verdi, Dietrich Fischer-Dieskau und Luciano Pavarotti. Auch in der heutigen Zeit des 21. Jahrhunderts gibt es verschiedene Interessengruppen, die für die 432 Hz-Stimmung plädieren.

Es gibt Plattenlabel, die entsprechende Musik publizieren, Musiker, die sich für die 432 Hz-Stimmung einsetzen, um einen „volleren“ Klang zu erreichen und auch um die Stimmen der Sänger zu entlasten, aber auch DJs, Schamanen, Künstler, Wissenschaftler und Filmemacher, die von der Kraft der 432 Hz-Stimmung fasziniert sind. Viele von ihnen propagieren sogar eine Umstellung der allgemein akzeptierten Stimmung von 440 Hz zurück auf 432 Hz.

Kritik

Kritiker der 432 Hz-Stimmung führen an, dass die erwähnten Vorzüge dieser Stimmung einem Wunschdenken entsprächen. Hier wird jedoch zumeist übersehen, welch lange Tradition wissenschaftlicher Forschung hier zugrunde liegt.

Wenngleich viele Abhandlungen über die Bedeutung der 432 Hz-Stimmung von Laien geschrieben werden und oft fehlerhaft sind, basieren doch die musiktheoretischen Grundlagen auf nachvollziehbaren physikalischen Zusammenhängen. Im Abschnitt Literatur findest du daher einige Bücher, die diese Zusammenhänge näher aufzeigen.

Persönlicher Standpunkt von Ina

Inwieweit die Wirkung dann tatsächlich spürbar ist und einen wahrnehmbaren Einfluss auf die Funktionen des Körpers ausübt, kann man vermutlich nur selbst herausfinden, weil jeder Mensch anders geprägt ist. Statistisch lässt sich deshalb möglicherweise keine einheitliche Wirkung aufzeigen. Da sich in verschiedenen Forschungsansätzen zeigt, dass die 432 Hz-Stimmung für die meisten Menschen angenehmer ist, wäre allein das schon ein Argument, diese Stimmung wieder häufiger zu nutzen.

432 Hz-Instrumente

Instrumente, die mit a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz eingestimmt werden, gibt es immer mehr. Bisher gibt es unter anderem folgende Instrumente:

Ein Stimmgerät, das problemlos auf 432 Hz kalibriert werden kann, ist beispielsweise das CA-1 von Korg*. Auch Tuner Apps (zum Stimmen) sind zunehmend auf 432 Hz einstellbar wie beispielsweise "Da Tuner" und "Soundcorset".

Zusammenfassung

Die Grundstimmung von a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz steht in besonderer Weise mit dem menschlichen Körper in Verbindung, insbesondere dem Herzen, den Hirnwellen und den Ohren. Musik, die in dieser Stimmung gespielt wird, scheint den Zuhörer auf besonders intensive Weise zu berühren und geht mit der natürlichen Grundschwingung des Körpers beziehungsweise einiger seiner Teile (zum Beispiel dem Herzen und den Stimmbändern) in Resonanz.

Im Rahmen der Musiktherapie können individuelle Frequenzen und Tonarten gewählt werden, um bestimmte Wirkungen zu initiieren. In einem Konzert hingegen erwartet man im Normalfall keine „Therapie“. Deshalb ist es sinnvoll, sich auf einen Aspekt im Sinne von Genuss und Wohlbefinden zu konzentrieren. Hierfür ist die 432 Hz-Stimmung prädestiniert, die allgemein als Türöffner für Harmonie, Wohlbefinden und („seelische“) Heilung gilt.

Konzerte in dieser Stimmung können zu einem intensiven Klangerlebnis werden, bei dem Körper, Geist und Seele in besonderer Weise angesprochen werden.

Ausblick

Um die besondere Bedeutung der 432 Hz-Musik weiter bekannt zu machen und Musiker sowie Instrumentenbauer zu involvieren, gibt es Arbeitsgruppen und Netzwerke, die sich dieser Aufgabe widmen. So gab es beispielsweise bereits einen 432 Hz-Kongress in Kirchzarten bei Freiburg, das verschiedenste Fachleute zum Thema zusammengebracht hat.

Das Ziel ist sowohl der Erhalt von musikalischem Kulturgut als auch die Möglichkeit, dass der Mensch wieder mehr mit der Musik im Einklang schwingen kann. Damit führt diese Musik über das reine Hören hinaus zu einer natürlichen Resonanz und einer intensiveren Wahrnehmung.

Online-Kurs

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    Musik von Armin Schüttler, die mit Naturgeräuschen und binauralen Beats gemischt ist. Dazu viele Alben mit Musik in 432 Hz-Stimmung.

    Stichworte:
    Gehirnwellen 432 Hz
    Bleistift.png

Weiterführendes

Artikel

  • Die Verdi-Stimmung: eine Demonstration - Transkript eines Vortrages von Gian Marco Sanna, Gründer und Leiter der Camerata Geminiani. Dies ist das vermutlich erste Streichorchester in ganz Europa, das grundsätzlich in der "Verdi-Stimmung" (a’=432 Hz) spielt. Bleistift.png

Literatur

Audio


 (Hilfe)

Autoren

Ina und Stefan
Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. http://kurthaider.megalo.at/node/49, abgerufen am 05.12.2016
  2. Für Fachleute: Diese Zusammenhänge gelten speziell für die pythagoräische Stimmung. Details hierzu findest du im Buch Von Intervallen, Tonleitern, Tönen und dem Kammerton c = 128 Hz* von Maria Renold.
Quellen für ganzen Artikel
Wikipedia: Der Kammerton; Tonartencharakter
Hans Cousto: Die kosmische Oktave, Synthesis Verlag und Die Töne der kosmischen Oktave; Planetware und Simon + Leutner Verlag
Hans Cousto: Die Oktave, edition harmonik
Maria Renold: Von Intervallen, Tonleitern, Tönen und dem Kammerton C= 128 Hz, Philosophisch-Anthroposophischer Verlag am Goetheanum
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