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Klangtherapie

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Klangtherapie
Ein gängiges Instrument in der Klangtherapie: Klangschalen

Bei der Klangtherapie werden Instrumente gespielt, die eine harmonisierende Wirkung auf Körper und Seele (beziehungsweise Psyche) haben. Mit diesen Instrumenten werden keine Melodien gespielt, sondern Klänge erzeugt, wie beispielsweise mit den Klangschalen.
In der Klangtherapie geht es vor allem um die Schwingung und die Frequenzen der erzeugten Töne sowie deren Wirkung auf Körper und Geist.

Klangtherapie im klassischen Sinne ist eine spezielle Richtung der Musiktherapie beziehungsweise der Psychotherapie. Die Anwendungen im nicht-medizinischen Bereich sind oft ähnlich, haben aber eine andere Ausrichtung. Hier spricht man eher von Klangmassage, Klangbad oder einfach Klanganwendung.

Der Großteil des Artikels gilt für beide Methoden. Dort, wo es Unterschiede gibt, werden diese beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Die für die Klangtherapie genutzten Instrumentenarten stammen zumeist aus traditionellen Kulturkreisen. Sie werden teilweise auch als "archaische" oder "ethnische" Instrumente bezeichnet, selbst wenn sie in der Neuzeit entwickelt und gebaut wurden.

Diesen Instrumenten ist gemeinsam, dass sie überwiegend aus natürlichen Materialien gefertigt sind, wie Holz, Fell, Metall und verschiedenen Saiten. Damit erzeugen die Instrumente Klänge, die sich für uns Menschen vertraut anfühlen und ein natürliches Wohlgefühl vermitteln.

Typisch ist, dass man auf diesen "Klangkörpern" keine Melodien spielt, sondern dass der Instrumentenklang selbst im Vordergrund steht. Dieser Klang kann jeweils rhythmisch sein, wie bei der Trommel, oder einen Klangteppich erzeugen wie beim Monochord. Klangschalen sind vor allem dazu gedacht, einzelne Körperteile zu bespielen, können aber auch als Klangteppich genutzt werden.

Allen Klanginstrumenten ist gemeinsam, dass nicht nur die Grundtöne, sondern insbesondere die Obertöne gut zu hören sind.

Die Geschichte der Klanganwendungen

Musikinstrumente sind fast so alt, wie die Menschheit selbst. Sie dienten verschiedensten gesellschaftlichen Zwecken, wie der Unterhaltung, dem Zusammenhalt der Sippe oder auch rituellen und religiösen Zwecken.

Naturgemäß waren die ersten Instrumente recht einfach aufgebaut und machten sich verschiedene klingende Materialien der Natur zunutze. Wann man begann, diese Instrumente als Einzelanwendung für Körper und Seele einzusetzen, kann nur vermutet werden. So ist beispielsweise bekannt, dass die Medizinmänner der nordamerikanischen Ureinwohner, der Indianer, bei der Behandlung kranker Menschen mit Rasseln und Trommeln gearbeitet haben.

Mit diesen Instrumenten konnte unter anderem der Bewusstseinszustand verändert und auch das Energiefeld des Kranken beeinflusst und harmonisiert werden.

Im 20. Jahrhundert begann man zunehmend, Klanginstrumente direkt am Körper anzuwenden und auch Instrumente zu bauen, auf die man sich legen kann. Je nach Klanginstrument und Einsatzart kann die Wirkung mehr körperlich, geistig oder feinstofflich sein.

Klanginstrumente

Klangschalen

Klangschalenmassage der Füße

Klangschalen können für therapeutische Zwecke auf den Körper aufgelegt werden und auch über dem Körper gespielt werden. Wenn sie groß genug sind, kann man sich hineinstellen oder setzen. Sie wirken durch die Frequenzen ihrer Tonhöhe(n) und wenn sie auf den Körper aufgestellt werden auch durch die physische Vibration.

Besonders gut eignen sich therapeutisch genutzte Klangschalen zur Entspannung, Durchblutungsförderung und im Rahmen der Schmerztherapie.

Siehe auch den Artikel Klangschalen.

Monochord

Monochord mit ca. 1,40 Meter Länge

Monochorde gibt es in verschiedenen Arten. Die älteste Variante der Neuzeit hat eine Länge von circa 1 bis 1,80 m und circa 26 bis 30 Saiten. Zur Anwendung wird es vor den Klienten gelegt.

Als weitere Variante gibt es das "Körpermonochord", das direkt auf den Körper gelegt werden kann.

Somachord©

Eine Weiterentwicklung ist das "Liegemonochord", auch "Somachord©" oder Klangliege genannt.

Monochorde sind besonders obertonreiche Instrumente. Obwohl alle Saiten auf den selben Ton gestimmt sind, entfalten sich bei den Obertönen regelrechte Melodien.

Monochorde eigenen sich besonders zur tiefen Entspannung, zur Harmonisierung des Energiefeldes des Körpers und im Rahmen der rezeptiven Musiktherapie beziehungsweise Psychotherapie. In der nicht-medizinischen Anwendung wird es auch gerne zur Unterstützung der "Herzenergie" eingesetzt, beziehungsweise für das Herzchakra.

Inzwischen gibt es viele weitere Monochord-Varianten. Dazu gehören die "Liegemonochorde", "Klangliegen", "Klangwiegen", "Klangstühle" und "Körpermonochorde" an. Einige Hersteller stimmen die Instrumente auf verschiedene Töne, so dass es sich genau genommen nicht mehr um Monochorde handelt. Die Auswahl für die eine oder andere Bauart hängt unter anderem von der gewünschten Einsatzart ab. Die für das Monochord typischen "Obertonmelodien" entfalten sich am deutlichsten, wenn nur auf einen Ton gestimmt wird.

Trommeln

Trommeln haben zumeist einen sehr kräftigen, durchdringenden Klang. Dennoch können sie - je nach Bauart und Bespannung - durchaus Wärme, Geborgenheit und ein Ur-Empfinden des Ewigen, Unvergänglichen vermitteln, was in der Therapie oftmals von Bedeutung ist.

Die Motherdrum zum Darunterlegen

Eine jüngere Neuentwicklung der Trommel ist die so genannte "Motherdrum" beziehungsweise "Muttertrommel". Sie ist der indianischen "Powwow Drum" nachempfunden und ruht auf einem Ständer, so dass man sich für eine Anwendung darunter legen kann.

Die Motherdrum und das System des "Motherdrum Healing" wurden von dem Deutschen Stephan Bergmann entwickelt und gebaut. Einsatzbereiche für die Motherdrum sind vor allem die Klärung des Energiefeldes und emotionaler Belastungen. Sie kann auch im Rahmen der Musiktherapie eingesetzt werden.

Des weiteren können auch Rahmentrommeln zur Anwendung kommen sowie die Oceandrum, die mit kleinen Metallkügelchen gefüllt ist. Diese Instrumente können vor beziehungsweise über dem Körper gespielt werden.

Gongs

Chinesische TamTam Gongs

Auch Gongs werden vielfach in der Klanganwendung und -Therapie eingesetzt. Ihr Klang ist zumeist nicht so klar wie der Klang der Klangschalen. Dafür haben sie ein immens großes Frequenzspektrum, so dass mehrere unterschiedliche Körperbereiche angesprochen werden.

Große Gongs werden zumeist im Ständer hängend gespielt. Sie haben akustisch eine große Reichweite, so dass der Klang den Klienten gut erreichen kann. Kleinere Gongs können direkt über dem Körper gespielt werden.

Gongs wirken energetisch stark reinigend und können gut als "Klangdusche" genutzt werden. Auch in allen anderen Bereichen der Entspannungsanwendungen und Musiktherapie finden sie Anwendung.

Musik- und Klangtherapie

Musik und Klänge, die im Rahmen der Körper- oder Psychotherapie genutzt werden, werden als Musik- oder Klangtherapie bezeichnet. Hierbei werden verschiedene Bereiche unterschieden:

  • Aktive Musiktherapie: Hier spielt beziehungsweise improvisiert der Klient oder Patient selbst, zum Beispiel um verschiedenen Aspekten seiner Persönlichkeit oder seiner Belastungen Ausdruck zu verleihen, zu klären oder auch zu integrieren.
  • Rezeptive Musiktherapie: Hier empfängt der Klient oder Patient die Musik, nimmt sie also passiv auf. Je nach Auswahl der Musikstücke können verschiedene Emotionen angesprochen, erkannt oder auch beeinflusst werden. Die Stücke können vom Therapeuten gespielt werden oder von CD/Tonträger.
    Wenn hier Klanginstrumente genutzt werden, ist man bereits dicht am Thema "Klangtherapie".
  • Klangtherapie: Hier erklingen in erster Linie Klanginstrumente, wie in diesem Artikel beschrieben. Diese werden zumeist vom Therapeuten gespielt, es ist aber ergänzend auch eine Interaktion mit dem Klienten oder Patienten möglich.
    Die Besonderheit bei der Klangtherapie ist, dass die Klänge üblicherweise keine Ausdrucksform des Klienten sind sondern selbst eine physische und energetische Wirkung haben.

Diese verschiedenen Formen der medizinisch ausgerichteten Musik- und Klangtherapie dürfen nur von Ärzten, Heilpraktikern und Psychotherapeuten durchgeführt werden.

Die medizinische und die nicht-medizinische Anwendung von Klängen sind rein akustisch gesehen sehr ähnlich. Entscheidend ist, ob mit der Anwendung körperliche oder psychische Symptome oder Beschwerden behandelt werden sollen, wie beispielsweise Schmerzen oder ob es um Entspannung, Wohlbefinden und Persönlichkeitsentwicklung geht.
Eine noch genauere Differenzierung findest du im Artikel Freie Gesundheitsberufe.

Diagnostik

In der Klangtherapie können verschiedene Anwendungen auch diagnostische Hinweise liefern. So führen die Klänge auf der geistig-seelischen Ebene beispielsweise häufig sehr direkt an emotional belastete Themen heran. Dies kann beispielsweise daran erkennbar sein, dass der Klient weint oder auffällig atmet.

Auf der körperlichen Ebene lassen sich Verspannungen gut lokalisieren und auch eine Verminderung von Durchblutung und Lymphfluss. Hierzu eignen sich vor allem Klangschalen und große Trommeln. Hier nimmt der Klient selbst die Schwachstellen wahr, so dass es erforderlich ist, gezielt nachzufragen.

Um abzugrenzen, um welche Art von Belastung es sich handelt und die Behandlung angemessen weiterzuführen, braucht es einen erfahrenen Klangtherapeuten oder auch ergänzende medizinische Diagnosemethoden.

Klanganwendungen

Klanganwendungen, oft auch Klangmassagen oder Klangbad genannt, können auch im nicht-medizinischen Bereich gegeben werden. Sie werden also nicht zur Behandlung von Krankheiten gegeben, sondern für das Wohlbefinden ganz allgemein, unabhängig vom Gesundheitszustand des Klienten.

Anwendungsziele können sein:

  • Entspannung
  • Zur Ruhe kommen
  • (Den Kopf) Abschalten
  • Selbsterfahrung
  • Aufspüren von emotionalen Belastungen
  • Klärung von Emotionen und energetischen Belastungen
  • Persönlichkeitsentwicklung.

Klanganwendungen kann man einzeln buchen oder auch an Klangkonzerten beziehungsweise Gruppenanwendungen teilnehmen.

Für diese Anwendungen muss man also keinen Arzt, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufsuchen. Hier gibt es bei den freien Gesundheitsberufen verschiedenste Berufe und Anbieter, wie beispielsweise Gesundheitspraktiker, Vital-Therapeuten, Heilberater oder einfach "Klanganwender" beziehungsweise "Klangmasseure".

Für Schulklassen gibt es teilweise kostenfreie Angebote, um die Welt des Klanges selbst zu erfahren. Siehe hier auch den Artikel Waldkircher Orgelstiftung.

Wirkungsebenen der Klangarbeit und Klangtherapie

Musik und Klang berühren den Menschen auf verschiedenen Ebenen. Der Arzt und Klang-Therapeut Otto-Heinrich Silber beschreibt in seinem Buch Klangtherapie* folgende Ebenen:

  • Die Ebene der naturwissenschaftlichen Betrachtung: die Physik, Mathematik oder Akustik
  • Die Ebene der rein körperlich auftretenden Wirkungen: die Physiologie
  • Der Bereich der unmittelbaren emotionalen Wirkungen
  • Die individuellen, tiefenpsychologisch erklärbaren Wirkungen
  • Die kollektive Ebene, das heißt der Bereich der gesellschaftlich-kulturellen Entwicklung
  • Die Sphäre der geistig-spirituellen Dimension

Diese Ebenen können sowohl bei entspannenden Anwendungen und Klangkonzerten als auch im medizinischen Rahmen berührt werden. Im therapeutischen Setting ("Rahmen") ist auch ein gezieltes Arbeiten an psychischen und auch körperlichen Themen möglich.

Die nachfolgend aufgeführten Wirkungsebenen sind nur teilweise wissenschaftlich erforscht. Ein großer Teil entspricht den Beobachtungen Tausender von Anwendern, die diese Methoden für Entspannung und Therapie und nutzen.

Körperliche Wirkebenen

Auf der körperliche Ebene kann die Anwendung von Klängen am Körper folgende Bereiche beeinflussen und unterstützen:

  • Förderung der Durchblutung
  • Unterstützung des Lymphflusses
  • Abbau von (Ver-) Spannungen
  • Abbau von Schmerzen
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Unterstützung der natürlichen Selbstregulation des Körpers
  • Unterstützung der natürlichen Entschlackungs- und Entgiftungsfunktionen des Körpers

Feinstoffliche Wirkebenen

Auf der feinstofflichen Ebene trägt die Klanganwendung zu folgenden Zielen bei:

Ausbildung

Wer selbst die Anwendung dieser Instrumente lernen will, kann Wochenendseminare oder ganze Ausbildungszyklen besuchen. Die Ausbildungen können verschiedenste Themen zum Inhalt haben:

  • Musiktherapie: Längerfristige Ausbildung zum Musiktherapeuten. Hier steht der psychotherapeutische Aspekt im Vordergrund. Diese medizinische Anwendungsform ist Heilpraktikern, Ärzten und Psychotherapeuten vorbehalten.
  • Klangtherapie mit einzelnen oder mehreren Instrumenten: Hier steht vor allem der Einsatz für Körper und Energiefeld im Vordergrund. Psychotherapie wird hier im allgemeinen nicht unterrichtet.

Die Lehrinstitute unterscheiden zumeist nicht zwischen dem medizinischem Einsatz und der Anwendung im freien Gesundheitsberuf. Für die Anwender der freien Gesundheitsberufe gilt daher, dass sie die Anwendung nicht zur Diagnose oder Behandlung von Beschwerden und Krankheiten einsetzen dürfen.

Vom einzelnen Wochenende bis zum mehrmonatigen Ausbildungszyklus werden hier verschiedenste Kurse und Ausbildungen angeboten.

Weiterführendes

Artikel


 (Hilfe)

Autoren

Ina (40), Stefan (3) und Heike W. (2)  Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

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