Gehirnwellen
Aus Secret Wiki
Gehirnwellen sind Schwankungen der elektrischen Spannung innerhalb des Gehirns. Mit einem EEG können die Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche gemessen werden.
Abhängig davon, in welchem Zustand sich ein Mensch befindet (z.B. wach, entspannt, schlafend), schwingen seine Gehirnwellen in unterschiedlichen Frequenzbändern (beispielsweise Alpha-Wellen im entspannten Zustand).
Mit Hilfe äußerer Reize lassen sich Gehirnwellen stimulieren. Dadurch kann der Mensch in entspannte Zustände versetzt werden, in denen eine mentale Programmierung sehr effektiv ist.
Inhaltsverzeichnis |
Entstehung und Messung von Gehirnwellen
Jedes Gehirn besteht aus Milliarden von Gehirnzellen (Neuronen), die durch elektrische Impulse miteinander kommunizieren. Wird Information im Gehirn verarbeitet, so wechseln die beteiligten Gehirnzellen ihren elektrischen Zustand. Durch diesen physiologischen Vorgang kommt es zu Potenzialschwankungen (in der Größenordnung von 5 bis 100 μV). Die von den Neuronen erzeugten Potenziale addieren sich entsprechend ihrer räumlichen Anordnung auf, so dass sich über den gesamten Kopf verteilte Potenzialänderungen messen lassen. Da die Potenzialschwankungen (über der Zeit) ein wellen-ähnliches Bild zeigen, bezeichnet man die Schwankungen als Gehirnwellen.
Die Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche können mit Elektroenzephalografie-Geräten (EEG) gemessen werden. In einem Elektroenzephalogramm (ebenfalls mit EEG abgekürzt) können die gemessenen Gehirnwellen graphisch dargestellt werden.
Frequenzbänder der Gehirnwellen
Im Laufe der Zeit wurde entdeckt, dass sich die elektrischen Vorgänge im Gehirn mit dem Zustand und der Aktivität der Person verändern. Die Gehirnwellen einer schlafenden Person zum Beispiel unterscheiden sich massiv von denen einer wachen Person.
Abhängig vom Zustand des Menschen schwingen seine Gehirnwellen in unterschiedlichen Frequenzbändern. Die Gehirnwellenaktivität spielt sich vor allem im Frequenzbereich von 0 bis 40 Hz ab.
Dabei werden die Gehirnwellen in folgende Frequenzbänder eingeteilt:
| Frequenzband | Frequenz | Zustand des Menschen | Tagesabschnitte, Tätigkeiten | Möglichkeit der mentalen Programmierung |
|---|---|---|---|---|
| Beta | 12 - 38 Hz | hellwach und aufmerksam, konzentriert, bei vollem Bewusstsein | normaler Zustand während des Tages, Beispiel: konzentriertes Arbeiten | nicht sehr effektiv - jedoch ist eine Einflussnahme auf Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Stimmung usw. durchaus möglich |
| Alpha | 8 - 12 Hz | wach aber entspannt, passiv, ruhig, Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein | früh morgens, vor dem Einschlafen, bei Tagträumen, leichte Meditation | sehr gut geeignet |
| Theta | 3 - 8 Hz | "Traumzustand", Unterbewusstsein aktiv | leichter Schlaf, tiefe Entspannung | am effektivsten |
| Delta | 0.2 - 3 Hz | tiefer, traumloser Schlaf - komplette Ausschaltung des Bewusstseins (Unbewusstsein) | längerer Schlaf | schwierig, aber geeignet zur Behandlung von Migräne, chronischen Schmerzen etc. |
Beispielsweise wird die obere Grenze des Delta-Bereichs manchmal mit 4 Hz angegeben.
Im Folgenden weitere Fakten zu den Frequenzbändern der Gehirnwellen.
Beta-Bereich
- Oberhalb des Betawellen-Bereiches (Frequenzen über 38 Hz) gibt es noch den sogenannten Gamma-Bereich. Gamma-Gehirnwellen sind für die Zusammensetzung von Wahrnehmungen wichtig.
- Beta-Wellen oberhalb von 25 Hz werden vor allem in Stress- oder Angst-Zuständen ausgelöst.
- Eine Person, deren Gehirn ausschließlich Beta-Wellen produziert, hat keinerlei Verbindung zu ihrem Inneren. Man könnte die Person in einem solchen Fall als "ferngesteuert" bezeichnen.
- Ein Unterbereich des Beta-Bereiches ist der sogenannte SMR. SMR steht für "senso-motorischer Rhythmus" und meint den Gehirnwellen-Frequenzbereich von 12 bis 15 Hz. Die Definition dieses Bereiches geht zurück auf die Frage, warum Katzen sehr schnell zwischen Schlafen und hellwach-Sein umschalten können. Untersuchungen ergaben, dass Katzen in den Übergangsphasen vor allem Gehirnwellen im Bereich 12 bis 15 Hz (unterer Beta-Bereich) ausbilden.
Für den Menschen kann eine Stimulation im SMR-Bereich zu einem besseren Schlaf führen.
Alpa-Bereich
- Der Alpha-Zustand ist die Brücke zwischen äußerer Welt (Beta-Wellen) und innerer Welt (Theta-Wellen). Befindest du dich im Alpha-Zustand so öffnest du dich der inneren Welt bist aber gleichzeitig noch aufnahmefähig für äußere Reize.
- Der Alpha-Zustand kann auch als Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein angesehen werden.
Beispiel: Wenn du morgens aufwachst und danach noch ein wenig vor dich hindöst, hast du Gehirnwellen im Theta-Bereich. Wenn du nun gleichzeitig auch Alpha-Wellen hast, wirst du dich an deinen Traum erinnern können (du hast Zugang zum Unterbewusstsein). Wenn du dagegen sofort in den Beta-Zustand wechselst wirst du dich nicht an deine Träume erinnern können (du hast keinen Zugang zum Unterbewusstsein). - Man kann sich den Alpha-Zustand auch als "Standby-Betrieb" vorstellen. Vom Alpha-Bereich kann man nämlich jederzeit entweder nach oben (Beta-Bereich) oder nach unten (Theta-Bereich) gehen.
- Alpha-Wellen ermöglichen den anderen Gehirnwellen-Bereichen miteinander zu "kommunizieren". Wenn du Alpha-Wellen hast, arbeitet dein Gehirn integriert, d.h. du bist wach und bewusst, kannst jedoch gleichzeitig dein Unterbewusstsein anzapfen.
Beispiel: Du hast eine intuitive Eingebung (die aus dem Delta-Bereich kommt). Da dein Gehirn gerade Alpha-Wellen produziert, kannst du dir diese Eingebung logisch erklären (mit Hilfe deiner Beta-Wellen). - Alpha-Wellen sind die Gehirnwellen, die man am leichtesten (willentlich) produzieren kann. Du brauchst nur deine Augen zu schließen und schon wird dein Gehirn beginnen Alpha-Wellen auszusenden. Auch beim Fernsehen kann das Gehirn sehr leicht Alpha-Wellen produzieren.
Theta-Bereich
- Gehirnwellen im Theta-Bereich ermöglichen uns den Zugang zu unbewussten Gedanken.
- Gehirnwellen im Theta-Bereich sind auch für unsere Kreativität und lebhafte Erinnerungen zuständig. Spontane Lösungen für ein Problem, über das man z.B. mehrere Tage gegrübelt hat, stammen meistens aus dem Theta-Bereich.
- Es ist schwierig, dominante Theta-Wellen aufrecht zuerhalten, ohne dabei einzuschlafen.
- Bei Kindern von 0 bis 4 Jahren bestehen die Gehirnwellen überwiegend aus Theta-Wellen (Traum-Zustand). Ihre Gehirne zeigen dagegen fast keine Beta-Wellen.
- Ein vermehrtes Maß an Theta-Wellen kann auch ein Zeichen für innerliche Unruhe sein. So produzieren Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperativitätssyndrom) verstärkt Theta-, aber wenig Beta-Wellen.
Delta-Bereich
- Körperlich gesehen regulieren Delta-Wellen Drüsen und Hormone. Sie sorgen beispielsweise auch für die Regeneration von Zellen.
- Der Delta-Bereich fungiert gleichzeitig auch als "sechster Sinn". Delta-Wellen teilen uns Dinge mit, die wir uns rational nicht erklären können, wo wir aber trotzdem das Gefühl haben, dass sie wahr sind.
- Eine Person, deren Gehirn sehr viel Delta-Wellen produziert, kann sich sehr leicht in andere Leute "hineinfühlen".
Gehirnwellen-Stimulation ("Brainwave Entrainment")
Mit Hilfe äußerer Reize (z.B. akustisch oder visuell) können die Gehirnwellen eines Menschen stimuliert werden.
Mit Gehirnwellen-Stimulation kann man Entspannungszustände herbeiführen. Gehirnwellen-Stimulation lässt sich jedoch z.B. auch dazu benutzen mit Hilfe verschiedener Bewusstseins-Ebenen Probleme zu erkennen und aufzulösen.
Die Gehirnwellen-Stimulation wird im Englischen als "Brainwave Entrainment" bezeichnet.
Arten der Gehirnwellen-Stimulation
Das Gehirn hat die Fähigkeit sich auf eine äußere rhythmische Stimulation einzuschwingen. Wie eine Stimmgabel eine andere Stimmgabel zum Schwingen anregt, produziert das Gehirn elektrische Impulse, die die gleiche Frequenz haben wie das äußere Signal.
Wenn die rhythmische Stimulation schnell und konsequent genug ist, kann sie die natürlichen Rhythmen des Gehirns, die Gehirnwellen, beeinflussen. Die Zeitspanne vom Beginn der Stimulation bis zur Ausbildung der entsprechenden Gehirnwelle hängt davon ab wie gut die Person "trainiert" ist. Bei geübten Personen kann sich die Gehirnwelle schon nach wenigen Sekunden aufbauen.
Gehirnwellen können durch verschiedene Methoden stimuliert werden:
- akustische Reize
- visuelle Reize (z.B. Stroboskop-Licht)
- Neurofeedback (Spezialform des Biofeedbacks)
- direkte Manipulation der Gehirnwellen mittels elektrischer Wechselfelder
Ziele des "Brainwave Entrainment"
Eine der Hauptanwendungen des "Brainwave Entrainment" ist es, den Nutzer in einen Entspannungszustand zu versetzen.
Mit Hilfe der Gehirnwellen-Stimulation lassen sich jedoch auch Probleme erkennen und auflösen. Über Alpha-Wellen kann man einen Kanal zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein herstellen und so beispielsweise den eigentlichen Grund für eventuellen Ärger erkennen.
Um Brücken zwischen den Bewusstseins-Ebenen bauen zu können, müssen die Gehirnwellen-Bänder lernen miteinander zu kommunizieren. Dies kann dadurch erreicht werden, dass beispielsweise nur zwei bestimmte Bänder stimuliert werden und diese dann mit der Zeit lernen zu interagieren. Dieser Lernprozess wird für die verschiedenen Kombinationen durchlaufen bis die Gehirnwellen-Bänder schlussendlich wie in einem Orchester zusammen agieren.
Erzeugung von Gefühlen
Gehirnwellen-Stimulation kann bei einer Person bestimmte Gefühle auslösen. Dies ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da Menschen Gefühle auf unterschiedliche Art und Weise verarbeiten.
Beispiel: Es gibt Personen, die auf Ärger mit sehr vielen Gedanken reagieren (Beta-Wellen) während andere Menschen Ärger einfach ins Unbewusste herunter schlucken (Delta-Wellen).
Akustische Gehirnwellen-Stimulation
Die akustische Gehirnwellen-Stimulation erfolgt über das Hören von rhythmischen Impulsen, die auch als "Beats" bezeichnet werden. Meistens startet die Stimulation mit Frequenzen im Beta-Bereich (~18 Hz). Von diesem wird der Hörer durch das langsame Steigern oder Senken der Frequenzen bis zur gewünschten Zielfrequenz gebracht.
Die Wirkung der akustischen Gehirnwellen-Stimulation ist spätestens seit der erfolgreichen Durchführung von Musiktherapien zu medizinischen Zwecken unbestritten.
Es gibt verschiedene Arten die rhythmischen Impulse zu erzeugen.
Im Internet gibt es verschiedene Angebote über die man seine Gehirnwellen akustisch stimulieren kann.
Verschiedene Beats
Die akustische Gehirnwellen-Stimulation erfolgt über rhythmische Impulse. Da das menschliche Ohr nur Frequenzen oberhalb von 16 Hz wahrnehmen kann, werden trickreiche Verfahren angewandt um die tiefen (unterhalb 16 Hz liegenden) Gehirnwellen-Frequenzen zu erzeugen. Die speziellen rhythmischen Pulse werden als "Beats" bezeichnet, wobei folgende Beat-Arten unterschieden werden.
Binaurale Beats
Ein binauraler Beat besteht aus zwei unterschiedliche Frequenzen auf dem linken und rechten Ohr. Die unterschiedlichen Frequenzen führen im Gehirn zu einer niederfrequenten Schwingung deren Frequenz genau die Differenz der beiden hörbaren Frequenz ist.
Beispiel: Hört man auf einem Ohr eine Welle mit 109 Hz und auf dem anderen eine mit 100 Hz, so bildet sich im Gehirn eine Welle mit der Frequenz 9 Hz (109 minus 100) aus. Ein Sound-Beispiel kann man sich hier anhören.
Damit binaurale Beats funktionieren können, müssen Stereo-Kopfhörer verwendet werden.
Binaurale Beats haben den Nachteil, dass die im Gehirn entstehende tiefe Frequenz sehr leise ist. Das bedeutet, dass man viel Ruhe und Konzentration braucht um diesen Ton verarbeiten zu können.
Binaurale Beats haben andererseits den Vorteil, dass die beiden Gehirnhälften durch die entstehende Frequenz synchronisiert werden.
Beim Webangebot Neurostreams.com kommen die binauralen Beats im ZEN-Stream zum Einsatz.
Binaurale Beats werden beispielsweise auch in der Gateway Reihe und den Hemi-Sync-Titeln vom Monroe Institut eingesetzt.
Isochrone Beats
Bei den isochronen Beats wird mit einem gepulsten (hörbaren) Signal gearbeitet. Das Signal wird einfach abgehackt, d.h. es kommt ein kurzer hörbarer Ton, dann eine Pause, wieder der kurze Ton, dann wieder eine Pause und so weiter. Wenn man beispielsweise eine Alpha-Welle von 9 Hz im Gehirn erzeugen möchte, wird der Ton 9 mal in der Sekunde dargeboten (mit 9 Pausen dazwischen).
Im Gegensatz zu den binauralen Beats beruht das Funktionsprinzip der isochronen Beats nicht auf unterschiedlichen Frequenzen auf beiden Ohren. Deshalb benötigt man bei isochronen Beats nicht zwangsweise Stereo-Kopfhörer. Man kann auch komplett auf Kopfhörer verzichten und isochrone Beats über normale Lautsprecher hören.
Isochrone Beats sind in ihrer Wirkung effektiver als die binauralen Beats. Deshalb sind sie die derzeit meist genutzten Beats im Brainwave Entrainment. Auch beim Webangebot Neurostreams.com kommen fast ausschließlich isochrone Beats zum Einsatz (in allen Streams außer dem ZEN-Stream).
Neurostreams®
Neurostreams.com ist das erste Gehirnwellenradio der Welt. Das Webradioangebot liefert angenehme Soundlandschaften, die mit bestimmten "Beats" gemischt werden. Dadurch werden beim Zuhörer bestimmte Gehirnwellenmuster, und damit bestimmte mentale Zustände hervorgerufen.
Die bei den Neurostreams® eingesetzte psycho-akustische Methode ist harmlos und erzielt auf beinahe unfehlbare Weise immer ihre Wirkung.
Betrieben wird Neurostreams.com von Tim Daugs. Dieser ist auch der Herausgeber der erfolgreichen Silent Subliminals XXL-Software.
Hier der Link zum "Glück per Webradio":
neurostreams.com
Weitere Infos zu den Neurostreams® erhältst du auch im Neurostreams®-Artikel.
Hardware-Geräte
Für den Zweck der Gehirnwellen-Stimulation gibt es extra entworfene Hardware-Geräte.
Der DAVID PAL36 ist eines der bekanntesten Geräte dieser Art. Es bietet neben akustischen auch elektrische und visuelle Reize, ist jedoch verhältnismäßig teuer.
Unter mind-shop.de findet man eine große Auswahl an Hardware für die Gehirnwellen-Stimulation.
Siehe auch
Weblinks
- neurostreams.com - Das erste Gehirnwellenradio der Welt
- mind-shop.de - Informationen zu Gehirnwellen und Hardware für die Gehirnwellen-Stimulation
- neuro-programmer.de - Soft- und Hardware zur Gehirnwellen-Stimulation



