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Jetzt! Die Kraft der Gegenwart

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Buchdaten
Deutscher Titel: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart
Autor: Eckhart Tolle
Erscheinungsjahr: 1997
Verlag: Kamphausen
Cover:
Jetzt Die Kraft der Gegenwart

Jetzt! Die Kraft der Gegenwart ist ein spirituelles Bestseller-Buch vom erleuchteten Lehrer Eckhart Tolle.
Das Buch erreichte weltweit eine Millionenauflage und wurde in 34 Sprachen übersetzt.

Tolle zeigt in dem Buch auf, dass das "Jetzt" der einzige Moment ist, indem wir wirklich leben. Wir leben nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft - Vergangenheit und Zukunft sind Gedankenkonstrukte - sonst nichts. Nur die Gegenwart zählt. Das Leben findet im Hier und Jetzt statt und nur da.

Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

Die Kernaussagen dieses Buch sind:
Es gibt nur diesen Moment. Und darin liegt unsere Kraft. Denn das Jetzt ist der Eingang zu unserer tiefsten inneren Glückseligkeit, zu ewigem Sein, zu dem Frieden, den wir unser Leben lang ersehnen, verfolgen, jagen, verpassen. Hier ist er.

Jetzt! Die Kraft der Gegenwart, bestechend in seiner Einfachheit und Poesie, ist ein Augenöffner und Herzöffner für jeden, vom Anfänger in spirituellen Dingen bis zum alten Hasen. Alle Hintertürchen werden sanft geschlossen, bis wir vor dem Jetzt stehen. Hier ist ein Tor, sagt Eckhart Tolle, nutze es!

Persönlicher Standpunkt von Beate

Das Buch ist spannend wie einen Kriminalroman geschrieben und Eckhart Tolle versteht es mit seiner Wahrheit - seine Leserschaft in Bann zu ziehen.

Inhalt

Im Folgenden eine ausführliche Rezension (mit eigenen Interpretationen) von Mitschreiberin Beate. Die Zitate sind dem dem Buch entnommen.

Vorworte

Im Vorwort von "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" schreibt die schon verstorbene Trainerin Vera F. Birkenbihl unter Anderem Folgendes:

Wir begreifen auf jeder Seite, dass hier einer jener wenigen wahren Meister zu uns spricht,
dass er uns meint, unser Leben, unser Sein.
Dabei benutzt er, wie alle großen Meister, eine einfache Sprache.
Die tiefsten Wahrheiten sind immer einfach.
Nicht simpel - sondern einfach, darin liegt eine Welt des Unterschiedes.


Wenn wir fähig sind, wirklich gegenwärtig zu sein und jeden Schritt im Jetzt tun, wenn wir fähig sind, die Wahrheit hinter Worten wie: "Innerer Körper", "Hingabe", "Vergebung" und das "Ungeschaffene" oder "Unmanifeste" zu spüren, dann öffnen wir uns für eine Erfahrung der Wandlung, ein Erfahren der Kraft der Gegenwart.

Original Namaste Publishing - die Herausgeberin


Einleitung

Entstehung dieses Buches

Hier beschreibt Eckhart Tolle zuerst wie es dazu kam, dass er zum spirituellen Lehrer wurde. Und er schreibt über seinen persönlichen Abstieg, über seine Depressionen und seine inneren quälenden Ängste, die er jahrelang hatte. Die, die sich eines Nachts derart steigerten - bis er es mit der Todesangst zu tun bekam. Getrieben von dieser Todesangst packte ihn ein innere Sog und er hörte eine Stimme in sich "Wehre dich nicht"! An diesem Wendepunkt angekommen, den er heute Tiefendimension nennt, viel er in den erschöpfenden Schlaf und wachte am folgenden Morgen ohne Erinnerungen an die vergangene Nacht auf. Hier angekommen, war es die plötzliche, absolute Stille und ein außergewöhnlicher Klang, so schön wie nie zuvor: Vogelzwitschern durch sein Fenster.

Nach dieser Nacht tiefstes Leid durchkämpfend erfahren, läutetet sich ein Transformation-Prozess ein, von einem Weg des Erkennen und Verstehen. Seine Persönlichkeit wandelte sich derart und er spricht heute rückblickend davon, als würde er von einem Fremden erzählen, obwohl es ja seine eigene Vergangenheit war und ist. Noch mehr, seine neue Kraft führte ihn auf einen neuen direkten Weg - ins Hier und Heute - ins Jetzt. Eine neue Bewusstseinsstufe, wie er sie vorher noch nie erlebt hatte. Er erzählt, es habe ihn erkennen und wachen lassen. Alle Farben leuchten bunter als je zu vor, Klänge erlebt er hell und klar.

Die Wahrheit die in Dir lebt

In und aus der inneren Stille heraus entspringt diese eine große Kraft, das Bewusstsein und diese Wahrnehmungstufe, die er unserer wahren Natur gleichsetzt: das vollkommene Gewahrsein.

Du hast es bereits.
Du kannst es nur nicht fühlen, weil dein Verstand soviel Lärm macht.

Diesen Satz schreibt Eckhart Tolle mitten in seiner Einleitung - und damit ist der Kern des Buches offen gelegt. Dieser Grundgedanke ist gleichzeitig auch die Essenz, ähnlich wie die Weisheiten aus der Taoismus-Tradition: "Es ist alles da." Wir müssen nichts hinzugewinnen, wir müssen nur das beiseite schieben, was uns daran hindert, es wahrzunehmen. Das ist die tiefste Wahrheit, die wir in uns Selber entdecken können, sagt Tolle. Die Wahrheit, die in dir lebt. Wahres Sein.

Buch-Kapitel

Kapitel 1. - Du bist nicht dein Verstand

Das größte Hindernis auf dem Weg zur Erleuchtung.
Eckhart Tolle stellt eine einfache Frage zu aller erst voran:
"Erleuchtung - was ist das?"

"Du hast den Begriff sein benutzt? - Kannst Du erklären, was du damit meinst?"

"Wenn Du vom Sein sprichst, meinst Du Gott? - Wenn ja warum sagst Du es nicht?"

"Was ist das größte Hindernis, das dem Erfahren dieser Realität im Wege steht?"

Die Antwort, so meint Tolle ist: "Identifikation mit dem Verstand."

Geschickt führt Eckhart Tolle den Leser - übrigens formuliert in einem sehr persönlich-klingenden Schreibstil in der "Du-Form" - und dass, weil es ja schließlich in seinem Buch um die Seele ginge - mit sinnvollen Fragen den Leser an seine Thematik heran. Schritt für Schritt versteht man besser worum es ihm geht. Er erklärt, das das Instrument die Macht über den Menschen übernommen hat. So einfach sieht die Wahrheit aus, und er beschreibt, wie man dahin kommt, und wieder die Führung übernimmt. Man kann sie nur wieder übernehmen lernen, indem man beobachtet und begreift wie unbewusst man ist. - Still sein und zum Beobachter werden. Eckhart´s Lösung ist einfach und genial:

"Befreie Dich von deinem Verstand". Der würde nur Monologe und Dialoge führen, manchmal noch ein paar Bilder hinzufügen und man wäre sein eigenes Kino. In dem Moment, wo man seinen Peiniger im Kopf erkennt, ist man der Lösung schon ziemlich nah ... zu mindesten auf dem ersten Weg zur Erkenntnis.

Kapitel 2. - Bewusstsein: der Weg aus dem Schmerz heraus

Kapitel 3. - Bewegung tief in die Gegenwart hinein

Kapitel 4. - Strategie des Verstandes, um die Gegenwart zu vermeiden

Kapitel 5. - Der Zustand von Gegenwärtigkeit

Kapitel 6. - Der innere Körper

Kapitel 7. - Portale und Zugänge zum Unmanifesten

Kapitel 8. - Erwachte Beziehungen

"Was im normalen Sprachgebrauch „Liebe“ genannt wird, ist eine Strategie des Egos, um Hingabe zu vermeiden. Du erwartest, dass ein anderer dir etwas gibt, das du nur durch Hingabe erhalten kannst. Dein Ego benutzt diesen Menschen als Ersatz, damit du dich nicht hingeben musst. Die spanische Sprache ist in dieser Hinsicht am ehrlichsten: Sie benutzt denselben Ausdruck, te quiero, für „ich liebe dich“ und „ich will dich haben“, schreibt Eckhart Tolle und gibt damit Preis, das dieses Haben-Wollen eine Bedürftigkeit auf der einen Seite darstellt und auf der anderen Seite reiner Egoismus ist.

Wahre Veränderung geschieht im Inneren, nicht außen.Finde das JETZT in dir, und jeder, der dir begegnet, wird von deiner Gegenwärtigkeit berührt und von dem Frieden verwandelt, den du ausstrahlst, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht.

Eckhart


Kapitel 9. - Jenseits von Glücklichsein und Unglücklichsein ist Frieden

Kapitel 10. - Die Bedeutung von Hingabe

Stille

[1] Eckhart Tolle weist uns Seite für Seite in seinem Buch auf die Stille hin. Und je näher man dieser Stille des Verstandes kommt, desto mehr steigt der Grad an Frieden, den man dabei empfinden kann.

Was immer in einem geschieht, wir müssen es nur beobachten, zum Beobachter selbst werden. Es ist nicht nötig, mehr zu tun. Wenn uns dies gelingt, eine rein-beobachtende Haltung einzunehmen und darin zu verbleiben, werden die Erscheinungen (Gedanken, Emotionen, Gefühle), die einen sonst in Aufruhr versetzten, ganz einfach mehr und mehr verschwinden.

Dafür muss unser Verstand still sein.
Eckhart Tolle

Einen inneren Raum erschaffen und so zur Ruhe finden, ist Tolles Motto! Seine Techniken wirken meditativ und erinnern somit an eine Meditations-Praxis, wie sie auch im Zen (genannt Shikantaza) gelehrt wird. Im Buddhismus nennt man dies "nicht mehr verhaftet sein".

Der Weg zu inneren Freiheit

Das Bewerten von Situationen und Beurteilen von menschlichen Angewohnheiten und Eigenheiten erübrigt sich somit. Auch die ewige Suche nach dem ständig Besseren! Eckhart Tolle beschreibt dies alles auf leichte und verständliche Weise:

Schau nur, interpretiere nicht.

Tolle fordert uns auf genau hinzusehen, wie unser Verstand unserer tieferen Wahrnehmung von uns selbst im Wege steht.

Zum Thema welche Rolle unsere Emotionen spielen und wie man Unglücklich-Sein und Unbewusstheit direkt verknüpft schreibt Tolle: schau hin, wie sie zusammenhängen. Dabei scheint er mit seinem direkten aber dennoch sanften Ton genau das zu treffen, was einem selbst nur schwer gelingt. Sein Buch hinterlässt bei vielen Menschen eine nachhaltige Wirkung. In seinen Worten finden man eine einfache - aber verblüffende Wahrheit:

Wir können inneren Frieden unabhängig von allen äußeren Umständen finden.


Der innere Widerstand

Wenn man das "JA" zum "JETZT" zulässt entsteht Veränderung.

Denn der Widerstand zum Jetzt, ist der Widerstand zum Leben an sich und zu sich selbst, somit trennt man sich selbst vom Leben ab.

Das "NEIN", im "JETZT" ist der Widerstand, den das "egorische Selbst" benutzt.

Durch die Verneinung dem Jetzt gegenüber erschaffe man nur Konflikte (zum Beispiel in zwischenmenschlichen Beziehungen), Dramen und den Widerstand. Anstatt Anzunehmen was ist und wie man selbst ist, verweigert man sich selbst und anderen - das So-Sein.

Das ist das "NEIN" zur Lebendigkeit!
Denn das Leben selbst ist die höchste Intelligenz.

Der Schmerz und seine Wirkung

Die Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft führt, laut Tolle zu emotionalem Schmerz, der auch für die Hauptursache für körperlichen Schmerz und somit von körperlicher Krankheit verantwortlich ist. Unser Bauchgefühl täuscht uns und Selbstmitleid, Groll, Wut, Hass, das eigene Schuldbewusstsein, Schuldzuweisungen, Depression, Eifersucht, Neid und vieles mehr, auch die geringste Verärgerung - alles ist ein Ausdruck von Schmerz und somit ein Zeichen unserer eigenen Angst.

Tolle zeigt, wie man das Erschaffen von Schmerz in der Gegenwart beenden und den Schmerz aus der Vergangenheit auflösen kann. Den Schmerz, den man selbst erschafft, entspringt aus der Ablehnung dessen, was ist und er ist verwurzelt im eigenen bewussten Widerstand. Auf der Verstandes-Ebene entspricht dies einer Form von Beurteilung - auf der emotionaler Ebene einer Form von Negativität, also destruktivem Denken. Interessant ist, dass die Intensität des Schmerzes vom Grad des Widerstandes, also von der eigenen Beurteilung gegenüber dem gegenwärtigen Moment abhängt. Je mehr das Jetzt, so wie es sich darstellt und anerkannt wird, desto geringer wird der Schmerz und das Leiden sein.

Der Schmerz-Körper

Tolle erklärt auch den Begriff Schmerz-Körper und zeigt wie man diesen auflösen kann. Wenn der Schmerz-Körper von einem Menschen Besitz ergriffen hat, will er immer noch mehr Schmerz. Entweder wird er zum Opfer seiner selbst oder anderer, oder selbst zum Täter, und fügt so anderen Schmerz, im übertragenen Sinne - seinen eigenen Schmerz zu.

Er möchte also Schmerz zufügen oder selbst erleiden oder Beides. Natürlich sind sich Menschen, die so Handeln ihres Tuns nicht bewusst. Sobald sich ein erkennendes Bewusstsein entwickelt, entscheiden sich Menschen automatisch gegen diesen Wahnsinn. Wer die Gegenwart annimmt, so wie sie ist und in ihr verbleibt, ist sich seiner selbst bewusst geworden und hört auf zu leiden.

Leiden/Selbst-Mitleid benötigt ein gewisses Maß an Zeit. Vergangenheit kann nur durch einen Mangel an Gegenwärtigkeit aufrechterhalten werden. Die Qualität des eigenen Bewusstseins in diesem einen immer währenden Moment - verleiht der Zukunft Gestalt und Raum für Neue Möglichkeiten. Diese Vergegenwärtigung, kann nun als Jetzt erfahren werden. Ist man hier angekommen, erst dann können wir wieder frei und kreativ sein und dementsprechend handeln.

Die Auflösung des Schmerzkörpers geschieht nur dann, wenn ein Mensch seine Identifikation mit dem Schmerzkörper vollkommen aufgibt.

Lebensqualität

Solange man unbewusst lebt, wird das kreative Potenzial des Jetzt von der psychologischen Zeit scheinbar überdeckt. Dies ist die Ursache dafür, dass das Leben an Natürlichkeit, Spontanität und Dynamik verliert. Das ursprüngliche und kindlich-neugierige Staunen, welches im Jetzt eine nicht zu verachtende Rolle der Frische verleiht und darstellt - verliert sich natürlicherweise - im Widerstand, obwohl dies meist gar nicht beabsichtigt ist.

Man hängt also fest im eigenen Widerstand. Alle Reaktionen, werden dem Selbst aber nicht zugeschrieben, sondern auf das Außen transformiert und somit auf andere Personen und Ursachen abgeschoben. Die üblichen Ausreden beruhigen nur kurzfristig den gequälten Geist, der wie in einer Abwärtsspirale und in einer Zeit-Schleife trudelnd sich befindet, schon nach neuen Opfern und Konflikt-Potentialen Ausschau hält.

Die ruhigen Phasen werden immer kürzer - Entspannungsphasen sind kaum noch möglich, stattdessen werden alte Muster aus Gedanken, Emotionen, Verhalten, Reaktionen und Wünschen immer wieder neu aufgewärmt, durchgekaut und ständig wiederholt. Zudem erschafft der Verstand eine Besessenheit - sie ist wie eine Art Flucht aus einer unbefriedigenden Gegenwart und ein nicht Ankommen-Wollen in der Zukunft. Der Mensch existiert dann nur, bleibt in seinen Gedanken-Schlaufen einfach stecken, sozusagen verhaftet und unglücklich sich selbst überlassen, einsam zurück. Er lebt in einer illusionären Welt. Er hört auf wirklich zu leben und sich lebendig zu fühlen.

Wahres Leben ist nur im Hier und Jetzt möglich.


Körperbewusstsein

Tolle lehrt den Leser Zugang zum inneren Körper wieder zu finden. Wer diesen Zugang gefunden hat, wird deutlich langsamer altern. Wer in seinem Körper präsent ist, verbessert sein Immunsystem und schützt sich vor negativ-emotionalen Kraftfeldern Dritter. Nur wer sein eigenes Sein fühlt und erkennt - ist in der Lage, das Sein seiner Nächsten zu erkennen. Auf dieser tiefsten Ebene des Seins ist man Eins mit allem, was ist. Nur dort ist die Liebe zu finden und zu fühlen. Nur hier ist man wahrhaft authentisch.

No-Mind

Zwischenmenschlich Beziehungen beruhen zumeist ausschließlich auf gemeinsamen Denkweisen und ähnlichen Aktivitäten und Vorlieben. Deshalb gibt es auch hier so viele Probleme. Immer dann, wenn der Verstand das Leben stark bestimmt, sind es diese Konflikte - die es negativ beeinflussen - wie zum Beispiel Zwietracht, Missgunst, Neid, Vorurteile, falsche oder überhöhte Erwartungen und sonstige Probleme die auftauchen können. Sie sind eine Folge dessen und scheinend unvermeidbar. Dahinter stehen meistens unerkannte Bedürfnisse, wie Wertschätzung, Respekt und Beachtung - um nur einige von ihnen zu benennen.

Nur das "JETZT" ist wirklich real – alles andere ist ein Konstrukt unseres Verstandes.
Nur der Kontakt mit dem inneren Körper schafft einen klaren Raum von No-Mind.


Und nur in diesem Raum sind wahrhafte Beziehungen - im "JETZT" - möglich, nur hier können sie erblühen und wachsen, so meint es Eckhart Tolle zu erkennen.

Der Bereich des Bewusstseins ist viel größer, als sich mental ermessen lässt. Wenn du nicht länger alles glaubst, was du denkst, löst du dich vom Denken und siehst klar, dass der Denker nicht der ist, der du bist.


Liebe

Damit die Liebe sich entfalten kann, muss das Licht deiner Gegenwärtigkeit stark genug sein.

... sagt Eckhart Tolle in seinem Grundlagenwerk. Man muss Dritte so wie sie sind annehmen, ohne das Bedürfnis zu haben sie verändern zu wollen oder zu verurteilen. Sie müssen nichts für uns tun, was sie nicht frei - also vollkommen freiwillig selbst bereit sind zu geben! So schafft man einen Raum jenseits vom Ego. So ist wahre Kommunikation und wahre Liebe möglich. So ist Liebe und auch die Kreativität im eigentlichen Sinne gemeint.

Hass - Liebe - Beziehungen

Mehr von Eckhart Tolle hier in einem Gespräch zum Thema Hass - Liebe-Beziehungen.

Leben im Jetzt

Wer dem "Jetzt" freundlich gegenübersteht, dem öffnen sich ein Raum. Raum und Zeit weiten sich. Und er öffnet die Tür zu seinem Leben. Wer durch das "Ja" und über sich Selbst hinaus wächst - wird zum Beobachter und verlässt das selbst erschaffene Gefängnis, in welches er sich durch seine eigene Verneinung/Verweigerung dem Leben - dem "Jetzt" gegenüber, gebracht hat. Er hat es selbst so am Leben erhalten! Dieser sich ständig wiederholende Zustand ist auf Dauer zermürbend, doch das Ego, mit dem wir uns identifizieren - will es so, dies sollten wir erkennen. Tolle warnt davor, sich mit seinem Verstand zu identifizieren, weil man durch ihn letztlich im Irrglauben der Zeit gefangen gehalten wird.

Er empfiehlt die Illusion von Zeit zu beenden, weil diese in der Regel Ursache für mannigfaches Leid ist. Der Verstand zwingt dazu nahezu ausschließlich durch Erinnerung und in Erwartung zu leben. Genau dadurch resultiert die endlose Beschäftigung mit Vergangenheit und Zukunft und die Weigerung den gegenwärtigen Moment anzuerkennen , so der Autor - diesem Augenblick zu erlauben zu sein. Man muss sich klar machen, dass es immer nur das Jetzt gibt. Nur das Jetzt ist kostbar - nicht die Zeit - sie ist nur eine bloße Illusion.

Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt. Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzentrierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt.


Loslassen

Wer den Widerstand im "Jetzt" überwindet und zum Beobachter seiner selbst wird und dies erkennt, dem eröffnen sich neue Räume - der weitet sich aus - wird lebendig und wirklich kreativ, freundlich und liebend - anstatt rea-aktiv und negativ zu sein!

Dein Verstand ist ein Instrument, ein Werkzeug. Er hat seinen Nutzen bei bestimmten Aufgaben, und wenn die erledigt sind, schaltest du ihn wieder ab. In Wirklichkeit sind achtzig bis neunzig Prozent des Denkens der meisten Menschen nicht nur nutzlos und repetitiv, sondern oft so gestört und negativ, dass sie geradezu schädlich wirken.


Bewusstsein ist der Freund des Moments

Tolle rät den Moment zum Freund und Verbündeten zu machen und nicht zum Feind. Er weiß, dass auf diese Weise sich das ganze Leben auf wundersame Weise verwandeln kann. Man möge sich dem hingeben, was ist und stets Ja zum gegenwärtigen Moment sagen, dann beginnt das Leben für und nicht gegen einen zu arbeiten. Man hat schließlich eine Wahl, man darf sie nur selbsttätig treffen wollen. Dein Bewusstsein nimmt direkt diese Veränderung wahr.

Die meisten Menschen erfahren Gegenwärtigkeit überhaupt nicht oder nur zufällig und kurz, bei seltenen Gelegenheiten, ohne sie zu erkennen. Sie wechseln nicht zwischen Bewusstheit und Unbewusstheit, sondern nur zwischen verschiedenen Ebenen von Unbewusstheit.


Lebenseinstellung

Alles Unheil ist das Ergebnis von Unbewusstheit. (das Unterbewusstsein betreffend). Sich diesem zu entziehen ist nur möglich, wenn man bewusst im Hier und Heute lebt und sich aller Illusionen entledigt.

Nehme man das Leben so wie es ist und mache jeden Minute das Beste daraus.
Lebe Jetzt.


Weiterführendes

Artikel

Literatur

Videos

Filme

  • Findhorn Seminar - Stille inmitten der Welt* - 4 Stunden Retreat auf 2 DVDs - mit deutschen Untertiteln Wenn keine Untertitel zu sehen sind:
    Klicke innerhalb des YouTube-Videos unten rechts auf das Symbol Untertitel/Captions. Wähle dort "Deutsch" aus und klicke auf "Ein".
    (2007) Bleistift.png

Audio

Weblinks

  • eckharttolletv.com - Video-Angebot von Eckhart Tolle - jeden Monat mit neuen Inhalten Englisch Bleistift.png

 (Hilfe)

Autoren

Beate (74), Stefan (8) und Heike W. (2)  Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. Der Abschnitt "Stille" ist eine Abhandlung von Beate
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