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Yoga

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Yoga
Yoga stärkt den Körper

Yoga ist eine philosophische Lehre, die in Indien vor Tausenden von Jahren erarbeitet wurde. Yoga umfasst geistige und körperliche Übungen bzw. Theorie und Praxis. Dabei spielt das korrekte Ein- und Ausatmen in Verbindung mit der Be- und Entlastung des Körpers eine entscheidende Rolle.

Die Grundlage für Yoga bildet die Chakrenlehre.

Verschiedene Yoga Formen

Die klassischen indischen Schriften beschreiben vier Wege des Yoga:

  • Raja Yoga: meditativ orientierte Stufen des achtgliedrigen Yoga nach Patanjali (auch Ashtanga Yoga genannt: „Ashta“ = acht, „Anga“ = Teile).
  • Jnana Yoga: Yoga der Erkenntnis, intellektuelle Richtung
  • Karma-Yoga: Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns
  • Bhakti Yoga: Yoga der Liebe/Verehrung/Hingabe an Gott oder eine Ishtadevata.[1].

In der heutigen westlichen Welt kennen wir vor allem folgende Formen des Yoga:

  • Hatha Yoga: Yoga für den Einklang von Körper und Geist
  • Kundalini-Yoga: langes Halten der Stellungen, Übungen nach Yoghi Bhajan sind dynamisch und trainieren besonders Ausdauer und die schnelle Bauchatmung
  • Anusara Yoga: auf die innere und äußere Haltung ausgerichtet
  • Iyengar Yoga: sehr körperbetont, ohne spirituellen Aspekt
  • Ashtanga Yoga: eine dynamische, oft Schweiß treibende Variante des Hatha Yoga
  • sowie viele weitere Richtungen, die sich zumeist hieraus ableiten.
Yoga bedeutet Konzentration bis an die Grenze des Möglichen.
Alamelu


Geschichte des Yoga

Yoga basiert auf praktischen Erfahrungen, die von dem Weisen Patanjali in seinem berühmten Werk "Yoga-Sutra" zusammengefasst und bis in die heutigen Tage überliefert wurde.

Basics für Yoga-Praktizierende

  • Jeder Yoga-Lehrer und jede Yoga-Lehrerin ist und lehrt anders. Deshalb ist es wichtig sich den passenden Yoga-Lehrer selbst auszusuchen.
  • Beim Yoga kommt es nicht darauf an alle Übungen und Dehnungen so kräftig und weit wie nur möglich zu machen. Man sollte die Übungen immer nur so weit machen, wie es einem gut tut.
  • Beim Sitzen sollte man darauf achten, dass das Becken höher ist als die Knie. Um das zu erreichen kann man sich zum Beispiel auf eine zusammengerollte Decke oder ein Yoga-Kissen setzen.
  • Beim Liegen auf dem Rücken kann es sinnvoll sein sich eine Rolle oder Decke unter die Knie zu legen. Dies entlastet den Rücken.
Persönlicher Standpunkt von Stefan

Yoga ist für mich entspannend und wohltuend.
Yoga gibt mir Kraft und Stabilität für meinen Körper.

Die Yoga-Atmung

  • Der Atem sollte immer im Fluss bleiben. Man sollte den Atem nie anhalten.
  • Die Bewegungen sollten immer vom Atmen "angeführt" werden. Das heißt erst kommt das Einatmen, dann fängt die Bewegung an.
  • Es gibt keine Regel ob man bei einer bestimmten Bewegung ein- oder ausatmet. Man sollte schauen wie es besser für einen passt.
  • Im Alltag atmen wir pro Atemzug durchschnittlich 0,5 Liter ein (und wieder aus). Beim Yoga kann sich dies auf 2 bis 3 Liter pro Atemzug erhöhen.
  • Einige Yogarichtungen vermitteln eine spezielle "Yoga-Atmung".

Yoga ist das Üben des Lebens im Moment.

Susanne Weisheit


Begriffe

  • Asanas (oder Yogasanas): Die körperlichen Übungen und Positionen im Yoga
  • Pranayama: Atemübungen
  • Nachatmen: Nachdem man eine Übung gemacht hat, verharrt man einen (oder mehrere) Atemzüge in der Ausgangslage und atmet und spürt nach.
  • Namaste: Die indische Grußformel, die häufig genutzt wird, um eine Yoga-Stunde zu beenden. Sie bedeutet übersetzt "Ich verbeuge mich vor dir" oder "Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir".

Für was ist Yoga gut?

Die körperbetonten Übungen (Asanas) stärken zusammen mit den Atemübungen (Pranayama) und der Meditation unter anderem die Muskulatur und die Organe, regen den Kreislauf an und verbessern Atmung und Konzentrationsfähigkeit.

Allgemein kann Yoga unter Anderem dazu beitragen

  • gelenkiger zu werden und die Muskulatur zu stärken
  • Kreislauf und Durchblutung zu stärken
  • die Organe zu stärken
  • entspannter zu sein
  • mehr zu sich selbst zu finden
  • mehr Klarheit und Konzentration zu erreichen
  • Körper und Geist in Einklang zu bringen
  • Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu stärken.

Studien beweisen, dass Yoga gegen Rückenschmerzen hilft, vor allem gegen Schmerzen im unteren Rücken. Die Übungen können auch zu einer Reduktion des Cholesterin-Spiegels führen.[2]

Interessante Zahlen zu Yoga in Deutschland

  • Stand 2014 praktizierten in Deutschland mehr als 2,6 Millionen Menschen Yoga[3]. Eine andere Quelle[2] nennt sogar 5 Millionen Menschen.
  • Das Verhältnis von Yoga-praktizierenden Frauen zu Männern ist circa 6 zu 1.
  • Yoga machen vor allem Menschen mittleren Alters (25 bis 49 Jahre).
  • Am weitesten verbreitet ist Yoga bei Personen mit höherer Schulbildung sowie bei Beamten und Freiberuflern/Selbständigen.
  • 12 Prozent der Deutschen haben schon einmal Yoga praktiziert, tun dies aktuell aber nicht mehr.

Das Tun allein ist dein Lohn,
niemals jedoch dessen Früchte.
Lass niemals den Lohn deines Handelns
deine Motivation für dein Tun sein;
höre nie auf mit Hingabe zu arbeiten.
Gib selbstsüchtige Wünsche auf.
Lass dich nicht von Erfolg oder Misserfolg beeinflussen.
Diese ausgeglichene Gesinnung ist Yoga.

Beate Schmitter (inspiriert durch Bhagavad Gita)
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  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Yoga
  2. a b SWR-Doku Diezemanns Reisen - Was bringt mir Yoga?
  3. Quelle für ganzen Abschnitt "Interessante Zahlen zu Yoga in Deutschland": Studie "Yoga-Praxis in Deutschland", Ende 2014 im Auftrag des Berufsverbands der Yogalehrenden (BDY) von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführt
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