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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Grundeinkommen
Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens könnte unser Leben revolutionieren

Der hierzulande bekannteste Vertreter für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist Götz Werner, Begründer der DM-Drogeriemarkt-Kette. Auch in hohem Alter ist er noch tätig mit Vorträgen über diese Idee.

Inzwischen weisen auch internationale Wirtschaftsgrößen auf die Dringlichkeit hin, ein anderes Konzept zur Grundsicherung umzusetzen, damit die Menschen bei den Entwicklungen nicht auf der Strecke bleiben.

Seit langem schon sind funktionierende Einnahme-Modelle berechnet. Skeptiker weisen auf die Attraktivität für Einwanderer hin, die in den Regeln begrenzt werden müsse.

Bedingungsloses Grundeinkommen einfach erklärt

In diesem 3-minütgen Video wird das bedingungslose Grundeinkommen einfach erklärt und Vor- und Nachteile vorgestellt:

Der Unterschied zwischen Selbstbild und Fremdbild ist erstaunlich krass: In einer Studie 2008 gaben 60 Prozent der Befragten an, trotz eines BGE weiterhin arbeiten zu gehen. 30 Prozent würde weniger zu arbeiten oder ihren Job wechseln. Nur 10% würden gern aufhören zu arbeiten.
80 Prozent der Befragten waren allerdings überzeugt davon, dass andere nicht mehr arbeiten würden, wenn man ein BGE einführen würde.[1]

Gesellschaftliche Problematik

Die Diskussion über ein Arbeits-unabhängiges bedingungsloses Grundeinkommen anstelle einer Verwaltungs-aufwändigen Existenzsicherung wie zum Beispiel Hartz-IV wird seit Jahrzehnten geführt. Dennoch wird die Durchführbarkeit immer noch so bezweifelt, dass selbst in der Schweiz als europäisches Vorreiter-Land die Bürger per Volksabstimmung im Herbst 2016 mehrheitlich dagegen stimmte.

Die Gegenwart: In einem Rentenvergleich bekommt ein Österreicher, der 45 Jahre gearbeitet und in die dort heute noch staatliche Rentenkasse eingezahlt hat, fast doppelt soviel Rente wie ein Deutscher mit entsprechender Arbeitsleistung.[2] Immer mehr Rentner geraten in Altersarmut trotz jahrzehntelanger Arbeit.
Andere schuften mit 3 verschiedenen Jobs mit Minieinkommen um wenigstens die Existenz zu sichern - Kapazität für Freizeit oder Familie gibt es dabei nicht. Während Internetbestellungen boomen, sind Pakete-Ausfahrer vertraglich auf Mindestarbeit festgelegt, für die sie etliche Stunden mehr als angesetzt benötigen: Hungerlöhne auf der Basis von Vertragsstrafen und Druck zu gefälschten Angaben. Die staatlich geforderte private Altersvorsorge ist gar nicht möglich.

Die Zukunft: Bauern und Erntehelfer werden überflüssig gemacht von einem Roboter, der 250.000€ kostet. Selbstfahrende Autos können Taxifahrer überflüssig machen. In Japan gibt es Pflegeroboter, die alte und kranke Menschen waschen. Maschinen kümmern sich um Hotelempfang und Zimmerservice, Putzroboter können Putzkolonnen ersetzen.
Viele Menschen werden mit einer neuen digitalisierten Art von Arbeit nicht mehr zurecht kommen. Der auf Arbeit beruhende Lebenssinn geht verloren. Eine unvermeidliche Konsequenz wird eine alternative Existenzgrundlage sein, die nicht an Arbeit und Arbeitsfähigkeit gekoppelt ist.

Auf dem Weltwirtschaftsforum Februar 2016 in Davos (Schweiz) wurden Prognosen abgegeben, nach denen weltweit in 5 Jahren weltweit 7,1 Millionen Arbeitsplätzen durch Computer-Steuerung ersetzt werden, die nur 2 Millionen neue - aber ausschließlich computer- und software-technische Arbeitsplätze schaffen würde. In dem SZ-Artikel "Verlust von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung - Davos diskutiert über das Grundeinkommen" werden die Vorschläge von Wirtschaftgrößen vorgestellt.

Die dringende Notwendigkeit einer Veränderung der derzeitigen Grundsicherung wurde auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel am 20.11.16 auch von Siemens-Chef Joe Kaeser dargelegt: Der digitale Wandel - insbesondere das Fortschreiten der Roboter-Entwicklung - wird nach Forschungen der Bundesagentur für Arbeit voraussichtlich bis 2025 viele Berufe eliminieren und allein in Deutschland bis 2025 1,5 Millionen Arbeitsplätze überflüssig machen. Kaeser warnt davor, dass die Gesellschaft solchen digitalen Wandel nicht tolerieren würde. Die Menschen werden ihre Existenz nicht mehr durch Arbeit in anderen Berufen sichern können.

Interessante Konzepte aus Rohstoff-reichen Ländern können hier nicht umgesetzt werden: Wie zum Beispiel in Katar, wo die landeseigenen Bürger Benzin umsonst beziehen.[3]

Die Fähigkeit, sich die Welt anders vorstellen zu können, muss man trainieren.

Franziska Schläpfer[4]


Crowdfunding-Projekt "Mein Grundeinkommen"

Beim Projekt "Mein Grundeinkommen" wird per Crowdfunding Geld für ein Bedingungsloses Grundeinkommen gesammelt. Immer wenn 12.000 € zusammen sind, werden sie an eine Person ausgelost. Die Person kann dann ein Jahr lang ausprobieren wie sich ein Grundeinkommen auf das Leben auswirkt.

Wie der Berliner Michael Bohmeyer das Projekt auf die Beine gestellt hat, ist hier beschrieben.

Michael Bohmeyer hatte sich über ein Internet-Unternehmen ein so regelmäßiges Einkommen gesichert, dass er quasi wie mit einem Grundeinkommen leben konnte. Deshalb konnte er viel Engagement in das Projekt "Mein Grundeinkommen" stecken. Das Projekt hilft die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens weiter zu verbreiten und real zu machen. Bohmeyers zu diesem Zweck gegründeter Verein hatte nach 10 Monaten schon 60.000 Mitglieder, die durch Einzahlungen einmalig spenden oder dauerhaft einzahlen.

Diese Idee hatte einen völlig unerwarteten Erfolg: Im Juli 2014 startete ein Crowdfunding-Projekt, bei dem das Funding-Ziel von 12.000€ mit über 51.000€ überwältigendes Interesse weckte. Im Februar 2016 werden im Blog die ersten aktuellen Zahlen berichtet: Rund 12.000 Menschen erbringen 2015 durch regelmäßige monatlichen Spenden (als "Crowdhörnchen") 50.000 Euro ein, neben den anderen Optionen wie eine Crowdbar für Internet-Einkäufe und einer Payback-Karte aufs Vereinskonto. Die aktuelle Aufschlüsselung gibt es hier zu lesen.

Bis Dezember 2016 wurden von über 47.000 Menschen 70 mal 12.000€ verlost, das heißt 70 Grundeinkommen finanziert. Dezember 2017 sind es schon 50.000 Crowdhörnchen (regelmäßige Spender), die einen monatlichen Betrag von 200.000€ zusammenbringen.

Ende 2017 zogen Frankreich und Österreich mit ersten Verlosungen nach.
Interessante aktuelle Neuigkeiten gibts auf der News-Seite. Unter anderm wurde vom Verein eine Kino-Premiere des Films "Free Lunch Society - Komm komm Grundeinkommen" am 1.2.18 in verschiedenen Städten organisiert.

Was die Empfänger damit tun bzw. tun würden, wird auf dieser Seite veröffentlicht. In seiner Initiative zur Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen bereitet er die Argumente auf, wie Hartz-IV aus der Bedrohung zur Sicherung gehen kann. Dazu starten erste wissenschaftliche Studien mit den Empfängern, die die gesellschaftliche Wirkung untermauern sollen.

Erfahrungen: 3 Stufen des Erlebens

In seinem Interview mit (DW 14.1.18) beschreibt er seine eigene Erfahrung: nach einer anfänglich tiefen Verunsicherung über die arbeitsfreie Zeit stellte sich eine tiefe innere Ruhe ein, die zu einem gesünderen Leben, zu besserer Beziehung und zu einem Kopf voller Ideen geführt hatte. Er berichtet von weiteren zum Teil erstaunlichen Erfahrungen der inzwischen 130 Gewinner - nur 4 haben ihre Arbeit aufgegeben.

In einem Interview (Zeit-Online 1.1.18) berichtet Bohmeyer von 3 Phasen, die alle bis dato 124 Gewinner durchlaufen haben:

  • Realisierung der Abhängigkeit: entweder vom Arbeitgeber/Jobcenter oder nun von den Spendern. Die Einsicht, dass sowohl das Sich-freiarbeiten als auch das Sich-freikaufen durch den Verdienst der Arbeit eine Illusion ist im gesellschaftlichen Zusammenleben. Danach realisiert man die neue Freiheit. Es kann einige Monate dauern, bis man in der nächsten Phase angekommen ist und vertraute Stress-Symptome verschwinden.
  • Aushalten der gewonnenen Freiheit: einhergehend mit allmählicher Entspannung. Man beginnt, sich zurecht zu finden in der neuen Lebenshaltung und orientiert sich neu.
  • Eigenverantwortung entdecken: Wer Nein sagen kann, dessen Ja bekommt eine neue Qualität. Da man nicht mehr der Existenzsicherung hinterherläuft, fließen Kreativität und Kräfte nun für Sinnvolles - das Arbeiten wird gesünder. Der Vertrauensvorschuss der Gesellschaft hat sich ausgezahlt.

Nach Bohmeyer ist die Umsetzung eines BGE eine gesellschaftliche Revolution die nicht in Krieg und Herrschen des Stärkeren endet, sondern eine stille Revolution, die die herrschende Grundhaltung von Angst durch Vertrauen ins Leben ersetzt.

Experimentelle Einführungen

In Glasgow/Schottland findet derzeit eine Evaluierung der besten Form eines Grundeinkommens statt, die in einem Pilotversuch 2019 Form annehmen soll. Mehr im übersetzten Interview hier.

Mehrere Städte in den Niederlanden haben sich ab 2016 bereit erklärt an einem von der Universität Utrecht überwachten Experiment teilzunehmen und ein Bedingungsloses Grundeinkommen für Sozialhilfeempfänger eingeführt. Damit soll auch festgestellt werden, ob der Verwaltungsaufwand für Bearbeitung von Anträgen dann sinkt. Alleinstehende erhalten 900€, Paare 1.300€, ohne Abzüge vom Zusatzverdienst. Mehr dazu hier.

Auch in Finnland hat die Regierung hat laut FAZ-Artikel vom 7.12.15 ein Grundeinkommen von 800€ pro Monat in Planung - 70 Prozent der Bevölkerung findet den Plan gut. Begonnen hat Finnland jedoch seit 1.1.17 mit einem abgespeckten Test: 2000 Arbeitslose wurden ausgelost und erhalten 560€ Grundeinkommen zuzüglich individueller Bedarfe wie Wohngeld, Kindergarten. Die Armutsgrenze liegt bei 916 beziehungsweise 1188€. Mehr dazu im Bericht hier und auf dem Blog von "Mein Grundeinkommen".

In Kanada plante die Provinz Ontario 2016 ein 3-jähriges Pilotprojekt. Im Frühjahr 2017 durften Geringverdiener mit umgerechnet unter 22.000€ Jahreseinkommen in 4 Testregionen ein Grundeinkommen beantragen. Sie bekommen bis zu 11.000€ dazu; 50 Prozent ihres Zuverdienstes dürfen sie behalten. Dazu gibt es eine Kontrollgruppe.
Erstaunlicherweise hatten die Behörden Mühe, genug Antragsteller zusammen zu bekommen. Es war viel Öffentlichkeitsarbeit nötig, bis die Menschen dem Konzept trauten. Die Teilnehmer-Rückmeldungen bis Dezember 2017 sind genauso positiv wie die von Empfängern anderer Länder.[5]

In der Schweiz hatte man sich 2016 entschieden, es per Bürgerabstimmung den Bürgern zu überlassen. Die Menschen trauten dem Konzept jedoch nicht und entschieden mehrheitlich dagegen.

In Uganda hatte schon 2013 eine Studie gezeigt, dass die ärmeren Menschen mit bedingungslose Grundeinkommen 38 Prozent mehr Umsätze erwirtschaftet hatten. Mit der Existenzsicherung waren sie auch bereit länger zu arbeiten.[6]

In den USA waren bereits 1967 unter Präsident Johnson solche Sozial-Experimente entwickelt worden. 2 Jahre später empfahl die Kommission, unterstützt von Martin Luther King, die Einführung eines Grundeinkommens: die Automatisierung und Digitalisierung bedrohte damals schon Arbeitsplätze. Präsident Nixon setzte die Versuche fort, bis schließlich Ronald Reagan die Gesetzesvorlage stoppte: Reagan hatte Erfolg bei seinen Wählern mit der Stigmatisierung von Arbeitslosen als faule Menschen.[7]

Ein erster Testlauf, das Mincome-Experiment, fand vor 40 Jahren 1974 in Kanada statt, in Dauphin/Manitoba - und zwar nicht nur mit Sozialhilfe-Empfängern sondern mit allen Einwohnern. Das Ergebnis sei positiv gewesen:
Die Armutsrate der Stadt fiel, Menschen wurden zudem seltener krank und mussten weniger wegen psychischen Problemen behandelt werden - was das Gesundheitssystem entlastete. Zwar sank ebenfalls die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, aber das betraf am stärksten junge Männer, die das Grundeinkommen für Studium oder Weiterbildung nutzten, oder jungen Müttern, die sich stärker um ihre Kinder kümmerten als zuvor.

1977 wurde das Experiment aus wirtschaftlichen Gründen abrupt abgebrochen, die Akten ohne Auswertung eingelagert. Erst Jahrzehnte später, wurden die archivierten Akten bearbeitet und 2011 von der Soziologin E.L. Forget die Ergebnisse veröffentlicht (siehe auch Wikipedia/Mincome und Beschreibung/Auswertung in der Doku Wissen aktuell - Wohlstand für alle? ab 68.min).

Filme

Free Lunch Society - Komm komm Grundeinkommen

Der Film von Christian Tod hat am 1.2.18 Kinopremiere, die zum Teil unterstützt wurde von der Crowdpremiere von Mein-Grundeinkommen e.V.. Einen Vorgeschmack hat der Sender Mdr hier gebracht. Der Titel ist angelehnt an einen Ausspruch von ursprünglich Ronald Regan zur Ablehnung der amerikanischen Initiative: "There is no such thing as free lunch for all".

Nie wieder arbeiten?

In dem Film "Nie wieder arbeiten? - Grundeinkommen für Jeden" (vom BR, 2014) berichtet R.M. Jilg über

  • den Fortschritt in der Schweiz, die schon aufgeschlossener zu sein scheinen als die Deutschen: Dort wird bereits ein Volksentscheid (direkte Demokratie) vorbereitet, aufgrund einer im Herbst 2013 eingebrachten Petition zur Einführung des Grundeinkommens mit fast 130.000 Unterschriften.
  • die Aktivitäten der Schweizer Initiative im "Unternehmen Mitte", dem Baseler Internet-Kaffeehaus von Daniel Häni. Dies ist "ein Reflexionsort für neue, unfertige Ideen, die noch zu Ende gedacht werden müssen". Er beschreibt das bedingungslose Grundeinkommen als "von der anderen Seite her gedacht": dass man ein Einkommen braucht, um qualitativ hochwertiger und gesünder arbeiten gehen zu können.
  • Daniel Häni: seine Kaffeehaus-Mitarbeiter seien kein Kostenfaktor sondern die Gastgeber; dort haben zum Beispiel die (WC-) Reinigungskräfte als Wertschätzung einen höheren Stundensatz als die Servicekräfte. Häni weist auf das Menschenbild hin, das bei sich selbst meist höher geschätzt wird als bei anderen; auch, dass Freiheit immer noch mit Durchsetzungsvermögen gleichgesetzt wird.
  • seine Gespräche mit Götz Werner (Träger des Bundesverdienstkreuzes und Gründer der Drogeriemarkt-Kette dm) als Vorreiter des bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland: Werner bezieht sich auf Artikel 1 des Grundgesetzes, den Menschen eine bescheidene Existenz zu sichern um die Würde des Menschen zu garantieren. "Es ist im Grunde wie beim Monopoly: jedes mal wenn Sie über Los kommen, kriegen sie 1.000 Euro." Der Mensch sei ein Tätigkeitswesen. Das Steuersystem sei veraltet und aus Selbstversorger-Zeiten. Zitat: "Die Frage ist nicht mehr "was muss ich von meiner Ernte abgeben?" sondern Konsum-abhängig: "was muss ich abgeben für das, was andere für mich ernten?"."
  • die Gegner: Gewerkschaften. Sie glauben nicht, dass es funktioniert, wenn man den Vermögensbesitzern noch mehr dazugeben würde, wo sie auch noch viel bessere Möglichkeiten hätten zum Dazuverdienen als die meisten andern, die es benötigen (zum Beispiel bei Kindererziehung oder Angehörigen-Pflege). Vermögensbesitzer würden sich dann noch mehr aneignen. Dies sei nicht durch eine höhere "Mehrwertsteuer" auszugleichen. Und: ohne das von Kollektiv bzw. der Gewerkschaft vertretene Recht auf Arbeit fehlt dem einzelnen Arbeitnehmer im kapitalistischen System dann eine Verhandlungsmacht.
  • Konsequenzen anhand konkreter Familien-Beispiele: z.B. dass sich der Pflegenotstand vielleicht erhöhen würde, weil überlastetes Personal weniger arbeiten würde - aber es hätten dann auch mehr Angehörige Zeit, sich zu kümmern ohne ihre Existenz zu riskieren. Die Altersvorsorge für Selbstständige wäre keine Belastung mehr.
  • Johann Kopp, Gründer des Bürger vermögen viel e.V., der begonnen hat, in einem kleinen Rahmen mit seiner Bürgerkarte erste Erfahrungen zu sammeln mit etwas, was dem BGE entsprechen würde. Diese Bürgerkarte verhilft den Besitzern bei Einkäufen zu einem Bürger-Budget, über das sie selbst bestimmen können.
  • den Ökonom und Glücksforscher Prof. K. Ruckriegel: er erläutert seine Forschungen über den Zusammenhang von Glück und Arbeit. Die Ergebnisse bedeuten, dass das BGE das Zufriedenheitsgefühl der Bevölkerung vorraussichtlich erhöhen würde, weil die Zufriedenheit nur bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe ansteigt. Danach bleibt sie gleich, weil die Ansprüche in gleichem Maße ansteigen. Geld habe tatsächlich nur eine Absicherungs- und Wertschätzungs-Funktion im Glücksmaßstab. Aufgrund der demographischen Entwicklung sieht Ruckriegel Vorteile auch für Unternehmer.

Der Film schließt ab mit Götz Werners Antwort auf die Frage, wie lange die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland noch brauchen würde:

Ich habe nie gedacht, dass meine Generation noch die Wiedervereinigung erlebt - und eines Tages hieß es "die Mauer ist gefallen". Es geht immer Schub-weise.
Es kann wirklich so sein, dass die Menschen eines Morgens das Fenster aufmachen und sagen "warum haben wir eigentlich noch kein Grundeinkommen?!"

Es braucht einen Bewusstseinsschub oder eine Katastrophe: der Mensch lernt entweder durch Einsicht oder durch Katastrophe.

Götz Werner[8]


Persönlicher Standpunkt von Heike_W.

Der Grundton der Doku ist eher "klein-mutig-erforschend". Jilg-Fazit: "Ich bin eigentlich schon fast ein Fan von BGE, aber gut, dass das die Schweizer das erst-mal ausprobieren". Damit gibt er von der Bevölkerung eine vorwiegend neugierig-zögerliche Haltung wieder.

Grundeinkommen - ein Kultur-Impuls

Der Film "Grundeinkommen" wurde von den Schweizern Daniel Häni und Enno Schmidt, den Begründern der Schweizer Volksinitiative "Grundeinkommen.ch", in 2008 produziert.

Der von Daniel Häni unter Creative Commons lizenzierte Film gibt einen lehrreichen Einstieg zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen und kann hier in voller Länge angesehen werden:

Online-Kongres

Thematisch passende Online-Kongresse:

  • Neue Welt Kongress* von Bernd Hückstädt, Margret Baier. Bleistift.png
    Gesundes Geld für eine gesunde Welt
    Stichworte Berufung, Geld, Bedingungsloses Grundeinkommen, System, Ernährung, Frieden, Natur, Kommunikation, Wunscherfüllung
    Beschreibung:
    Experten zeigen wie man
    • System-Fehler identifizieren, Vermögen sichern, Bewusstsein schaffen und Lösungen entwickeln kann
    • wie man sich gesund ernährt
    • Frieden stiften, indigene Völker und Paradiese schützen und Natur bewahren kann
    • Realität erschaffen, Potentiale entfalten, Wüste begrünen und wirkungsvoll kommunizieren kann
     

    Mitwirkende:
    Bernd Senf, Thorsten Wittmann, Nadjeschda Taranczewski, Daniel Häni, Christoph Pfluger, Sepp Holzer, Walter Reiner, Kwesi Anan Odum, Felix Prinz zu Löwenstein, Urs Hochstrasser, Rita Hochstrasser, Sabine Lichtenfels, Vivian Dittmar, Irja von Bernstorff, Stefan Ackermann, Markus Mauthe, Ralf Marador, Anne Heintze, Madjid Abdellaziz, Michael Hoppe, Michael Märzheuser, Veit Lindau, Gerd Ziegler, Mascha Kauka, Wendelin Niederberger

Weiterführendes

Artikel

Literatur

Videos

Filme

  • Free Lunch Society - Komm komm Grundeinkommen - Am 1.2.18 ist Premiere von Christian Tods Doku zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen. Mit Interviews von weltweiten Vertretern, u.a. auch Daniel Hänel, Götz Werner, Albert Wenger. Bleistift.png
  • Grundeinkommen - ein Kulturimpuls - "Der Film", Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt, produziert 2008 in der Schweiz. Die Grundlagen von BGE sehr gut erklärt. Bleistift.png
  • Grundeinkommen gewonnen! - ARD-Doku von 2017: 9 Monate lang begleitete ein ARD-Kamerateam Menschen, die per Los über mein-Grundeinkommen.de ein Jahr lang ein Grundeinkommen in Höhe von 1.000 Euro gewonnen hatten. Länge: 29 Minuten. Bleistift.png
  • SRF Sternstunde Philosophie mit David Graeber - Der Anthropologe David Graeber zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommen Bleistift.png

Weblinks


 (Hilfe)

Autoren

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Einzelnachweise

  1. Artikel Was würden Sie Tun... von Daniel Straub in lebensqualität 01/2009
  2. Wissen aktuell - "Wohlstand für alle?" von Januar 2018
  3. nach Berichten von Flüchtlingen, die in Katar gearbeitet hatten (Heike W.)
  4. alias Big Zis, Poetin, Rapperin und Mitglied im Komitee der Volksinitiative; auf http://bedingungslos.ch/
  5. Artikel Bento vom 1.12.17 "Ontario startet Versuch mit Grundeinkommen abgerufen 27.1.18
  6. Ef - Edition F Bericht vom 8.3.16 abgerufen am 27.1.18
  7. MDR-Filmvorschau vom 25.1.18 Free Lunch Society
  8. In der Doku von R.M. Jilg "Nie wieder arbeiten?", Bayrischer Rundfunk 2014
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