Germanen

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Germanen
Alte germanische Symbole wie die Dreiheit sollen die tiefe Verwurzelung des Lebendigen und des Göttlichen im Leben darstellen.

Die Germanen bewohnten ein Gebiet von Skandinavien bis in die Alpenregion.

In diesem Artikel erfährst du Grundlegendes über die Lebensweise, Kultur und Spiritualität der Germanen.

1 Forschungsprobleme

Wer sich mit dem Thema Germanen intensiver auseinandersetzt, stößt auf einige Probleme. Nicht nur sieht man sich als Forschender selbst vielen Vorurteilen ausgesetzt, auch die wenigen Quellen sind häufig vorurteillastig. Zudem herrscht viel Unwissenheit und demzufolge auch ursprüngliche Meinungen über die Germanen.

1.1 Vorurteile und widersprüchliche Meinungen

Das gravierendste Urteil, dem man sich als Germanen-Interessierter stellen muss, ist: Nur Rechtslastige würden sich mit den Germanen beschäftigen.

Weiterhin Aussagen, die die Unklarheit über die Germanen bestätigen, sind:

  • Germanen waren einfach nur primitiv: Fellträger, einfache Bauern, unorganisiert.
  • Sie waren Jäger und Nomaden.
  • Sie waren kriegslüstern oder das Gegenteil unfähig zum Krieg.
  • Sie waren Basisdemokraten oder eine strenge Ständegesellschaft.
  • Sie waren patriarchal.
  • Sie hatten Könige
  • Sie machten keine Erfindungen.
  • Sie hatten grobe Sitten.
  • Sie verstanden sich nicht mit den Kelten.
  • Sie führten mit den Römern ab dem 3. Jahrhundert friedliche Koexistenz.
  • Sie waren froh, von den Römern deren Kultur zu übernehmen.
  • Die Silbe "Ger-" heißt Speer.
  • Die Nazis unterstützten germanische Tradition.

1.2 Mangelnde Quellenlage

All diese Aussagen zeigen eine große Unsicherheit und Ungereimtheit aufgrund von mangelnder Quellenlage. Das führt dazu, dass Interessierte ihre Abneigungen oder Wünsche auf dieses Thema projizieren, seien sie nun dem Thema freundlich zugewandt oder nicht. Es gibt aber noch mehr Gründe für all die Unklarheit über die Germanen.

Beispielsweise behindern die eigenen beengten Vorstellungen davon, wie eine Gesellschaft sein müsse, aus der unsere Gesellschaftsform kommt, den Weg zur Wahrheit.

Das Problem begann schon bei den Römern, die eine magere Hauptquelle für die Forschung sind. Sie haben die anderen Völker von oben herab und mit ihren eigenen Augen gesehen. Ein bekanntes Beispiel ist der römischer Historiker Tacitus, der nie in Germanien war und sich Vorstellungen im Buch Germania aus Gesprächen mit Germanienfahrern zusammenstellte. (Ganz ähnlich vorurteilsbeladen sehen übrigens auch Wissenschaftler aus unseren heutigen Gesellschaften andere Völker, selbst wenn sie deren Länder bereisen.)

Weitere Quellen der Germanenforschung haben späten, bereits mittelalterlich geprägten Ursprung. Das beeinflusst zum Beispiel die Grundeinteilung der Gesellschaftsformen in „matriarchal“ oder „patriarchal“. Mehr dazu im Abschnitt die germanische Gesellschaft.

Als Weiteres stören die national gefärbten Vorstellungen bei der Suche danach, wer die Vorfahren denn nun waren. Im Aufkommen des Nationalbewusstseins in den europäischen Staaten des 19. Jahrhunderts suchten Staaten in Europa nach Ursprungslegenden zur Rechtfertigung der eigenen Besonderheit. Man darf nicht vergessen, dass unsere Ursprünge nicht national waren.

Die Annahme, dass es keine genetischen Besonderheiten von ethnischen Gruppen gibt, wird Stand 2020 durch die Genetik widerlegt, die auf Bestellung die Herkunftsgebiete jeder Person feststellt. Abgrenzung und geringere Wertschätzung anderer Mitbewohner der Erde haben damit nichts zu tun und dürfen nicht das Ziel einer Erforschung sein.

Zur genetischen Besonderheit jeder Ethnie gehört ein immanentes Zellwissen aus der Epigenetik, mit dem sich ein Mensch an die kulturellen Errungenschaften (Fähigkeiten, Ängste...) erinnern kann. So können Mädchen in Nordafrika, die in einer Volksgruppe von Teppichknüpfern leben, von klein auf komplizierte Muster knüpfen. Diese Fähigkeit des wahren Er-innerns scheint für alle Völker sehr wichtig zu sein.

Persönlicher Standpunkt von Elanne Kuck:

Das Folgende soll auch Mitglieder anderer Ethnien dazu dienen, nach ihren verschütteten Wurzeln zu suchen. Auch die Angst davor, zu den Falschen zu gehören, wenn man sich anders als üblich mit den Germanen beschäftigt, führt zu Irrtümern, die in großer Auflage verbreitet werden können.

1.3 Zur Quellennutzung dieses Artikels

Folglich kann man sich nicht auf die schriftlichen Quellen hundertprozentig verlassen und schon gar nicht auf weitschweifige Interpretationen von patriarchalen Autoren, die voneinander, wie es auch bei anderen Themen vorkommt, abschreiben. Wo Quellen fehlen, lassen sich historische Texte zuletzt häufig auf einen einzigen zurückführen.

In diesem Artikel aber wird auf vielfältige, auch nicht-schriftliche Quellen zurück gegriffen, wobei unsere (vergehende) Tradition die wichtigste ist. Eine weitere ist die Sprache, die entgegen mancher Annahmen die Gebiete Mitteleuropas trotz vieler Dialekte verband. Weiteres waren Sagen und Märchen sowie auch Gemälde. Alles enthält versteckte, manchmal einst verbotene Botschaften.

Info
Alle Menschen, die ein sakrales Amt ausführen, werden als Geistliche bezeichnet und die Alte Religion und Spiritualität als heidnisch. Dies ist keine Wertung.

Folgende Werke liegen diesem Artikel zugrunde:

2 Name und Ursprungslegende

Die Silbe "Ger-" hieß Erde und nicht Speer. (Für die verschiedenen Speere, die die Germanen hatten, gab es andere Bezeichnungen: gliss, frame, aktor und so weiter.)

Gerda, Erda, war die Erdgöttin - der Name erinnert mit indoeuropäischen Zusammenhang an das griechische Geo und Gaia, ebenso an den Gang der Erde: das Jahr.

Würde "Ger" Speer bedeuten, hieße Gerlinde „weicher Speer“. Ein „Gerhard“ ist aber ein "erdverbundener Mann". Männernamen mit „Speer“ gab es zum Beispiel: Glissmod, Alwan.

Manen waren die Menschen.

Die Ursprungserzählung der Germanen beruhte auf Tuisto ( dies ist kein Gott gewesen, sondern eine halbgöttliche Zwillingsseele), Ahnmutter Woliba und Ahnvater Huoron, aus der die womanen, die Frauen, und die homanen, die Männer entstanden.

Das lässt auf einen besonderen Stolz schließen, zu einer Gemeinschaft zu gehören: So lebte man auf dem Planeten Erde, der als göttlich verehrt wurde. Dazu kommt der Geschlechterstolz: Jeder Mann und jede Frau berief sich auf einen halb göttlichen Stammvater bzw eine halb göttlichen Stammmutter.

Der Bezug zu dem Teil der Erde, auf dem man lebte (mensch lebte), ist ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses. Dieser setzte sich fort darin, ein Teil des Stammes zu sein, in dem man lebte, ein Teil der Gemeinde (Mende), und ein Teil der Familie (des Hauses) zu sein. Dies machte die Grund-Identität des Einzelnen aus.

3 Grundlagen des Denkens, Philosophie, Abgrenzung

Ausgehend von der Silbe "Ger-" als Bezugspunkt bietet sich ein grundlegendes Denkmuster der Verbundenheit mit der Erde, sowohl als greifbarem Boden, der alle versorgt, als auch als Trägerin der mitbewohnenden Pflanzen und Tiere.

Dem entsprachen etwa die Gewänder von Geistlichen, die aus allerlei Fellen bestanden, aus Federn oder auf denen Blätter verschiedener Pflanzen appliziert waren, wenn die Geistlichen zeremoniell die Erde repräsentierten. Die geistlichen Männer hielten animus-entsprechend eine innige Verbindung zur Tierwelt, etwa zu dem Hirschen (Kerk oder Kirch). Den Kerk findet man auch bei den Kelten.

Das Land war voller heiliger Stätten, voller Prozessionswege, Menhire (Rießen), Quellen usw. Wie es heute Geomanten machen, waren sie sensibel erfasst und wurden verehrt. Hüterinnen dieser Stätten waren die Idisen, die zugleich grundlegende Führerinnen der Gesellschaft waren, aber auch angewiesen auf ihre heiligen Plätze. Daraus entstand ein System, das durch Vertreibungen und Wanderungen langsam zerbrach. (Verbindung von Ordnung und Ort.)

Daher sollten die Wikinger, die ja auswanderten (die Weichenden), nicht mehr zu den Germanen zählen. Sie wichen zunächst dem Druck der Missionierung aus in die karge Fjordlandschaft Norwegens. Als sie sich dort nicht mehr versorgen konnten, suchten die Wikinger über weite Reisen nach neuem Land, zum Beispiel Island, von wo die „Edda“-Erzählung stammt. Später folgten diesem Schicksal die Angeln, Sachsen und Langobarden, und ähnlich die Sugambrer.

Christlicher Glaube, wie nach der Missionierung durch Arian um 100 nach Christus ist kein Ausschluss-Kriterium, da die germanische Lebensweise damit fortgeführt wurde. Nach langen Kämpfen und Reduzierungen durch die Römer taten sich Stämme zu einem Verbund zusammen. Dies geschah in Westfalen um 400(Ende der Antike) in der Nähe der Externsteine.

Die inzwischen verschiedener gewordenen Stämme einigten unter dem gemeinsamen Nenner diu-tysk, was bedeutet, dem Licht (Gott) verpflichtet zu bleiben. Daraus entstand mit der Zeit das Wort „deutsch“. Der Gruß a dius – zum Licht – war üblich, daraus entstanden „ade“ und „adjüs- tschüß“, sowie „Grüß Gott“. Um 400 ist ein erster Markierungspunkt von germanisch zu deutsch zu bemerken. Man spricht aber noch für das 14. Jahrhundert von Germanen in Mitteldeutschland, die die Natur schonen wollten und sich gegen die Flurbereinigung durch eindringende Preußen wehrten.

Die Abgrenzung zu den Kelten fällt oft schwer. Im deutschsprachigen Gebiet lebten zu 25% Kelten. Die Kelten waren patriarchal, von den Römern viel früher unterworfen und galten deshalb den Römern als kultivierter. Die Gefahr besteht, dass bei archäologischen Entdeckungen diese Wertung übernommen wird.

Germanen und Kelten tauschten sich aus, übernahmen voneinander Gebräuche und besuchten sich auch über den Rhein hinweg. Sie gegeneinander aufzuwiegeln war ein typisches Zersetzungsmittel der Römer.

Eine zeitliche Abgrenzung nach hinten ist schwer vorzunehmen, jedenfalls gehört der Beginn der Kultur, die hier beschrieben wird, in die späte Steinzeit, etwa 3000 vor Christus.

4 Die Germanische Gesellschaft

Die Frage, welche Gesellschaftsformen die Germanen pflegten, ist wie erwähnt umstritten. Zum grundlegenden Verständnis des Problems ist eine Definitionseinteilung der verschiedenen Formen notwendig. Zusätzlich ist eine Betrachtung der Familienordnung und der Gesellschaftsleitung hilfreich.

4.1 Definitionseinteilung

Es gibt viele Möglichkeiten eine Gesellschaft oder Gemeinschaft zu beschreiben. Die stärkste Unterteilung ist in Matriarchat oder Patriarchat. Aber dazwischen gibt es auch Abstufung zum Beispiel in Bezug auf die Wohn- oder Erbordnung. Wichtig für das Verständnis der Germanen sind die beiden Begriffe matrilokale und matrilineare Gemeinschaft.

In Matrilokale Gemeinschaften zieht das junge Paar zum Wohnsitz der Mutter von einen der beiden Eheleute. Diese Gemeinschaften befinden sich auf dem Weg zum Patriarchat. Männer leiten die Familie.

In Matrilineare Gemeinschaften wird Erbe und Besitz ausschließlich über die weibliche Linie weitergegeben. Sie heißen nach einer Ahnherrin. Der Name geht von der Mutter auf alle Kinder über.

4.1.1 Matriarchat

Matriarchate werden von Frauen geleitet. Im Allgemeinen ist hier eine andere Denkweise grundlegend als die bei uns übliche: Das Wichtigste ist, wie beim Verhältnis von Mutter zu Kind, die Verbundenheit und die Versorgung aller nach deren Bedürfnissen und Wünschen. Dadurch, dass Verbundenheit eines jedes Denken bestimmt, wird niemand unmäßige Wünsche äußern. Jeder in der Gemeinschaft (im Dorf) erleidet gute und schlechte Zeiten gleichermaßen.

Kinder stehen im Mittelpunkt der Fürsorge. Das hat mit dem bei uns üblichen Denken, das sich nach Erwerbsarbeit=Geld richtet, nichts zu tun. Arbeit in unserem Sinne gibt es nicht. Das Notwendige wird gemeinschaftlich verrichtet. Hausarbeit ist ganz überwiegend Sache der Frauen. Zum guten Teil war sie „produzierend“: Textilien, Töpferware herstellen, Vorratsherstellung, Milchverarbeitung, Brauen und vieles mehr. Und selbstverständlich gab es früher kein Geld. Noch im Mittelalter gab es kaum Geld im uns üblichen Sinne.

Persönlicher Standpunkt von Gastschreiber:

Der Gedanke, dass das Vorhandensein von Kindern - das Natürlichste - die Frauen unterdrückt, ist modern, aber absurd; nicht das Kinder haben, sondern das Patriarchat als Organisation, fallweise die Ehemänner, unterdrücken die Frauen.

Die Tätigkeit der Frauen ist hoch angesehen, eben wie die Frauen selbst. Dem Verbundenheitsdenken entsprechend richtet sich die Achtung für einen Menschen - nach seinem sozialen Verhalten.

In Ägypten gab es 600 vor Christus ein Matriarchat mit völliger Umkehrung der Elternrollen, was als Reaktion auf eine Männerherrschaft gesehen werden kann. Heute (Stand 2020) noch vorhandene Matriarchate wie Mali, Tibet oder Indonesien werden durch patriarchale Religionen und Militär immer mehr eingeschränkt.

4.1.2 Patriarchat

In Patriarchaten richtet sich das Denken nach dem Besitz, den der Familienvater für sich und die Familie ständig erwerben muss. Das führt zu einem Denken der Konkurrenz und Abgrenzung zum anderen bis zur Mitleidslosigkeit. Das gesellschaftliche Ansehen richtet sich nach dem Besitz.

Unterdrückung der Familienmitglieder und Ausbeutung des Landes ist hier typisch. Dieses Verhalten führt zu Zerstörung der Natur, was dann Wanderungen in andere, fruchtbare Gebiete nötig macht. Häufig werden sie mit Gewalt erobert und die neue Kultur nach und nach übernommen und zu eigenen Gunsten modifiziert.

Das Patriarchat führt zu einer Zunahme von Arbeit. Auch die Frauen arbeiten in Patriarchaten sehr viel und häufig mehr als die Männer. Befragungen von Frauen in südlichen Ländern ergaben, dass sie als wichtigstes Anliegen gern weniger arbeiten würden. Auffallend in Patriarchat ist außerdem mangelndes Vertrauen, dem entspricht auch eine unangemessene Kinderzahl (zu viele-zu wenige).

Das Frausein, weibliche Eigenschaften, die Tätigkeiten der Frauen sind nicht hoch angesehen, sondern männliche Eigenschaften, männliches Verhalten, Tätigkeiten der Männer. Unabhängig von der Lebensweise - ob wir patrilinear entscheiden, als Single leben und so weiter - ist die Denkweise der Gesellschaft dafür entscheidend, ob wir im Patriarchat leben.

Auch wenn Frauen an der Macht sind, denken und handeln sie patriachal. Darum gab es durch regierende Frauen bisher keine grundlegenden Änderungen. Die Denkweise hat Auswirkungen auf die Organisation der Gesellschaft.

4.2 Die germanische Familie

Eine Gesellschaft beruht auf der Familie.

Das germanische "aan" hieß eins und "ahne" hieß Großmutter.

Eine Frau war die Namensgeberin der germanischen Familie, auf deren Herkunft sich jeder stolz berief. Die Großmutter leitete die Familie, ihr Bruder - der Ohem - vertrat sie nach außen, so wie auch der älteste Sohn - der Alfas -.

Familiennamen endeten üblicherweise auf -en. Die Älteren, Brüder und Schwestern, lebten lebenslang zusammen bei den Großeltern. Wenn Bedarf war, wurde häufig am Haus angebaut. So entstanden Langhäuser.

Ehen in unserem Sinne gab es nicht. Ehe war etwas anderes. Trauungen waren bei den Germanen Rituale, um sakrale Menschen aneinander zu binden. Die Frau sollte dadurch die Kraft für die Taten des Mannes liefern, zu einem langen Zusammenleben führte das nicht.

Alle Familien hatten ihr Eigentum, jeder Einzelne hatte sein kleines Eigentum, die Versorgung aber war Sache der Almende, der Gemeinde.

Die matrilokale Wohnweise (das Wohnen bei der Großmutter) hielt sich prinzipiell bis in das 16. Jahrhundert. Durch die Ehe Luthers mit Katharina von Bora wurde die bürgerliche Ehe erst populär, zunächst ohne Übertragung des Namens des Manns auf die Frau. Eine kirchliche Trauung war sehr unüblich.

Die alten matriarchalen Namen wurden im 15. Jahrhundert fast komplett beseitigt. Bis dahin hieß man nach der Mutter, üblicherweise nannte man nur seinen Vornamen und einen Ort.

4.3 Gesellschaftsleitung

Der Aufbau der Gesellschaftsleitung war

  • im Groben dreistufig
  • sakral hinterlegt
  • von den Aufgaben her festgelegt
  • auf dem Land beruhend

Die unterste Stufe der Leitung bildete die Idise der Gemeinde. Die versorgende Gemeinde war zugleich die “religiöse Gemeinde“, wie es zur christlichen Zeit noch lange so war. Der ihr zugehörige Mann war der „Hahn“, ein Organisator des Gemeindegutes und der gemeinsamen Arbeit, ein Schlichter und Aufpasser.

Die mittlere Stufe bildete die Idise mehrerer Gemeinden. Sie lebte in einer Wald-Burg. Sie hielt sonntags in der warmen Jahreszeit Gottesdienste ab. In einer häufig zu findenden Identität von Mensch und Sache war sie die Kirche sowie das Gebäude.

Es bestand aus Bäumen. Der ihr zugehörige Mann war der Kirch, Verwalter des Waldgebietes um die Gemeinden herum, zugleich ein Kreisvorsitzender, wenn der Kreis aus Gemeinden tagte (ein realer Kreis).

Die oberste Stufe bildeten die oberen Idisen, lebend in Steinburgen. Die zugehörigen Männer waren zauberkundige Reichharde und Grafen. Ihre Aufgabe war nicht eine Einschränkung der Gemeinen, der gewöhnlichen Leute, sondern wistum, Weistum. Das heißt, sie machten Vorgaben und Vorschläge.

Leitung war nicht Führung im groben Sinne, sondern ist magisch zu verstehen, als Leiten von Energien. Auf jeder Stufe hatten die Frauen die erste Stelle inne. Ihre Leitung war mehr sakraler Natur und nach innen gerichtet und verborgen, die der Männer mehr praktischer Natur und nach außen gerichtet.

Wichtige Entscheidungen fällten die Räte, Zusammenkünfte auf Gemeinde – und auf höheren Ebenen. Stets gab es einen Frauen-, einen Männer-, und einen gemeinsamen Rat. Die Frauen hatten „das letzte Wort“. Nichts stand fest, solange das letzte Wort noch nicht gesprochen war. Nach damaligem Selbstverständnis berieten Dinge, die nur die Männer betrafen, nur die Männer; Dinge, die nur die Frauen betrafen, nur die Frauen.

5 Kriegsführung

Die initiierten Männer trafen sich in ihrem Versammlungsraum aus Ästen, in dem sie ihre Dinge besprachen, dem Horst, und dort war ihre Hauptaufgabe Vorbereitung auf das Kriegsführen. Der Ausdruck Horde oder Kohorte bedeutete Marschtrupp und kommt von Horst.

Zwar waren matriarchale Krieger „tapferer“ als andere, aber von wilden Horden kann nur in einem Fall die Rede sein: bei den Berserkern. Das war eine spezielle Gruppe aus Kriegern, die sich als Tiere verkleideten und damit die Römer erschreckten.

So und anders sicherten verschiedene Methoden der Kriegführung, dass es sehr schwer war, Germanien zu erobern. Auch die Erfindung des Kettenhemdes musste erst einmal von den Römern nachgeahmt werden. Nicht die Unwegsamkeit unkultivierten Landes, mit der sich Caesar herausreden wollte, sondern Geschick und manche Geheimnisse sicherten die lange Konsistenz der Gesellschaft trotz vieler Angriffe durch die Römer.

6 Wirtschaft

Die übliche Vorstellung von Wirtschaft bringt diese spontan mit einer Gruppe von Unternehmen in Verbindung, die für Geld „Werte erschaffen“. Wirtschaft ist jedoch zunächst etwas anderes. Jeder Haushalt muss mit dem, was ihm zur Verfügung steht, wirtschaften, und das bedeutet, „das Haus zu halten“. Das gilt für den Haushalt in einer Wohnung, in der Kommune, und auch im Staat. Das, was zur Verfügung steht, wird eingeteilt und - im Idealfall - nach Bedarf verteilt. Der Haushalt ist für die Bewohner da und endet an der Wohnungstür beziehungsweise an der Staatsgrenze.

Wenn wir jedoch zu Haus einen Gast bewirten, setzen wir ihm mit Vergnügen das Beste vor. Wir schenken also.

Beide Aspekte waren in Germanien Teile der Wirtschaft. Die Almende, das heißt, die Felder der Gemeinde, ihre Viehherden und der genutzte Teil des Waldes, versorgte 100 bis 200 Menschen. Die Produkte wurden verteilt, bei Knappheit gleichmäßiger als bei Überfluss. Im Normalfall geschah die Verteilung natürlich nach Bedürfnis und Wunsch. Das war verbunden mit dem Vertrauen, dass die Göttin Ger freundlich alle Menschen ernährt, mit dem was sie wünschen.

Dieses Vertrauen kennen wir aus unserem Leben: Es folgt einem „Gesetz“. Die Verteilung in Einkaufskörben im Supermarkt ist sehr groß. Sinkt das Vertrauen, wie zur Coronakrise, verschiebt sich die Verteilung. Es entstehen Mängel. Ein anderes Beispiel ist eine Mitbringparty. Das Buffet oder auch der Geschenktisch wird bunt - es sei denn, der Gastgeber hat kein Vertrauen und macht Vorgaben.

Der zweite Aspekt der Wirtschaft war die Versorgung von Reisenden, die oft als Händler kamen. Kein Handel war möglich ohne Gastgeschenk und ohne Bewirtung.

Tauschgeschäfte zwischen den Gemeinden kamen auf dem jährlichen Markt (mart) im Sommer zum Zuge. An das Tauschen schloss sich ein ausgelassener „Rummel“ an. (Er begann mit dem Rummeln, dem Schlagen der Innentrommeln.)

Fester Bestandteil der Wirtschaft war außerdem das Schenken, für das Schenk-feste organisiert wurden. Ostern und Weihnachten als Feste des gefeierten Überflusses haben wir noch davon.

Einen Teil des Gutes gaben die Gemeinden an die Leitung ab (Steuer). Die Leitung musste selbstverständlich nicht körperlich arbeiten, denn wer das muss, kann sich nicht in dem Maße der spirituellen Steuerungs-Energie widmen, wie es nötig war.

7 Germanische Religion

Die Germanen glaubten an eigene naturverbundene Götterwelt. Im Laufe ihrer Geschichte waren sie mehreren Missionierungsversuchen ausgesetzt.

7.1 Religiöse Leitbilder

Für die Germanen stellt man sich eine „Götterwelt“ vor, in der Wotan und andere wie die griechischen Götter miteinander agieren. Es gab Kulte für einzelne Götter, auch regionaler Art, aber von grundsätzlicher Bedeutung waren diese Gestalten zumeist nicht.

Wichtig waren Tun und Lassen, Treu und Glauben und andere Werte, die die Leitschnur für den Einzelnen boten. Die Launigkeit der Pantheongötter war eher kontraproduktiv.

Dagegen waren Ger, Jor und Nerthe von elementarer Bedeutung. Freya stand für Frye, was Freiheit, Liebe und Freundschaft bedeutete.

Freiheit ist nicht in erster Linie das Recht des Individuums, sondern des Nächsten.
Dietrich Bonhoeffer

Die Vorstellung von Wanen und Asen geistert durch die gängigen Germanen-mythos. Die frühen Bewohner Germaniens waren die Wanen oder Wangen. Wang heißt weich. Bis etwas 5000 vor Christus schien es noch fast keine Waffen zu geben. Die Wanen besiegten zunächst eindringende Feinde auf „weiche“ Weise, ohne Waffen.

Asen schienen diejenigen zu sein, die aus dem Osten kamen („Asien“). Hinter der Gestalt „Odin“ (Selbstnennung, „Der Außerordentliche“) schien ein skythischer Feldherr zu stecken.

Die Göttersagen wurden im Patriarchat immer mehr modifiziert, wobei die Kraft der Göttinnen immer mehr zurückging. Darin fürchten die Götter jedoch immer mehr um die „Ordnung“, die zusammen brechen könnte. Also fürchteten auch die Germanen, die zwar weiterhin an die Existenz der Göttin glaubten, ihr System aber änderten, dass die Ordnung zusammen brechen könnte.

Der Glaube an die Almende, an die All-Liebe, war wichtiger. Zahlreiche Göttinnen oder Tugenden sicherten den Zusammenhalt der Dinge:

  • Weniga, Göttin der Bescheidenheit,
  • Slighta, Göttin des Erwachsenseins (des Schliffs, der Schlichtung),
  • Vake, Göttin der Harmonie
  • und so weiter.

Sie mussten im Erwachsenen durch Disziplin gelebt werden. Ur war die Göttin des Anfangs, die mit dem Gefährten Urian die Zeit machte. („Jeder Augenblick wird stets erzeugt.“) Auch Zeit, Seyet, war Göttin, so wie Eve, die Ewigkeit. Das Wichtigste war der Geist, mane (nicht „Mannus“), der alles durchzieht. Alles im Alltag war durchzogen von Ritual.

7.2 Missionierung

Die Missionierung der Germanen war nicht einfach. Nicht jeder Missionar war erfolgreich, so wie Arian. Mit dem Fällen der Haine und der heiligen alten Bäume hatten bereits die Römer begonnen. Das war ein Mittel, um die Menschen von damals nicht zu überzeugen, sondern zu ängstigen.

Unsere alten Kirchen und großen Dome schließlich stehen auf besetzten heiligen Plätzen. Die Dome bilden in Stein ab, was vorher in lebender Natur vorhanden war. Bei den Germanen gab es lediglich einzelne Steintempel sowie heidnische Kirchen in Höhlen. Großartig waren die Tempel auf den Externsteinen, dem zentralen Heiligtum.

Der Frankenkönig und spätere Kaiser Karl leitete eine Zwangsmissionierung ein. Die heidnischen Geistlichen halfen aber dem Volk weiter, so lange sie konnten.

8 Feste und Feiern

Feste feiern, Singen und Tanzen waren ein zentraler Bestandteil des Lebens. Der Jahreskreis bot eine Unmenge an festen Feieranlässen, sie richteten sich nach dem Pentagramm, aber auch nach den Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen. Stets wurde zu Vollmond gefeiert. Monat und Woche richteten sich nach dem Mond.

Das war praktisch: Jeder konnte am Himmel das Datum ablesen. Spontane Gelegenheiten gereichten diesem emotionalen Volk zu vielen Feiern. Singen begleitete den Tag. Dem aufgehenden Vollmond in seiner Schönheit mochte man ein Lied widmen, Arm in Arm. Oder der Schönheit einer blühenden Wiese. Auch bei der Arbeit gab es Lieder zu singen. Sängerwettbewerbe wurden im Freien zwischen Dörfern abgehalten. Bezeichnend war der Spaß am Kränzebinden. Kränze aus Laub oder vor allem aus Blumen, die es reichlich gab, wurden bei jeder Gelegenheit geflochten. Zu der Liebe zu Schönheit gehört auch der Wunsch, schön zu sein. Der Badezuber, die Seife, sapo, aus der man Haarschaum, shampo, machte, wurden hier erfunden, die Haarbürste, der Flechtkamm und einiges mehr.

An vier Festen in der warmen Jahreshälfte wurde von jeweils zwei Gemeinden die Hochzeit gefeiert. Die eine Gemeinde stellte die Männer, die andere die Frauen. Die einfachen Leute blieben unter sich, der höhere Stand (die Führung und ihre Verwandtschaft) feierte separat und ging keine Verbindungen mit dem Volk ein.

Alles an Festtagen war dazu da, dass sich alle mit allen und mit allem geistig verbanden. Handlungen waren festgelegt und wurden mit großem Einsatz verfolgt. An den Festtagen war also wenig Zeit für Muße. Das sei noch als wichtiger Faktor im Leben der Vorfahren genannt: Denn neben dem so wichtigen thun war die muezen unerlässlich. Die Entspannung nach dem Wünschen, vor und nach dem Planen, hielten die Menschen ein, das Alleinsein, das Fußfassen (wörtlich zu nehmen), damit sich der Geist in die Materie umsetzt.

9 Kritik am Umgang und an der Beurteilung des germanischen Kulturkreises

Die germanische Kultur wurde zunächst durch die Römer und später durch den christlichen Klerus zerstört. Diese Zerstörung wirkt auch in dem heutigen Verständnis der Germanen nach und beeinflusst die archäologische Arbeit.

9.1 Kritik an den Römern

Selten wird gesagt, welch kulturschädlichen, furchterregenden Einfluss die Hegemonie der Römer auf die unterdrückten Völker hatte. Das vergangene Rom hält immer noch die Hand auf der Wahrheit und beeinflusst das heutige Denken. Immer noch wird gefürchtet, das Alte Rom als Ganzes zu sehen und auch zu kritisieren:

  • die brutale Behandlung und Zurschaustellung der Mitglieder anderer Völker in den Circen,
  • die grobe Sklavenhaltung,
  • die Abholzung des Balkans,
  • die Zerstörung der Religionen,
  • der Genozid an den Galliern und mehreren germanischen Stämmen,
  • die Verachtung der Frauen,
  • die Versachlichung der Tiere,
  • der Goldraub an dem Norden Europas,
  • die Kreuzigung von Menschenrechtlern, nicht zuletzt von Jesus, an dem „nichts zu finden“ war.

All das hat eine tief verletzende, ängstigende Veränderung herbeigerufen, von der sich Europa nicht erholt hat! „Barbarisch“ heißt, die Barttragenden sind brutal und grausam. Das ist zutiefst rassistisch. Das Imperium hat andere Völker mit Kälte und Verachtung betrachtet und selbst noch die Angehörigen des eigenen Volkes, die nicht wohlhabend waren, gering geschätzt.

Wie vor 1000 Jahren halten die Gelehrten an dem ausschließlich guten Einfluss fest, den Rom angeblich auf Europa hatte. Dieser Einfluss hatte die Staatenbildung zur Folge:

  • ungeheuer viele Kriege, – mehr, als in Geschichtsbüchern steht,
  • das Patriarchat mit der unterdrückenden Ehe,
  • die Kolonisation,
  • die Überbevölkerung- die viel Leid über die Kinder gebracht hat,
  • die Vereinnahmung, Vermessung und Entheiligung der Natur und Landschaft, die den ganzen Planeten an sein Ende bringt.

9.2 Kritik am christlichen Klerus

Der Klerus übernahm die Aufgabe Roms, Europa zu unterdrücken, verstärkt im 15. Jahrhundert. Als nach Kriegen gegen die matrilineare Gesellschaft die Kirchenbücher mit veränderten Namen geschrieben wurden, stand Rom auf. Eine Renaissance mit ungeheurer Bautätigkeit setzte sich in Gang.

Der Rompilger Martin Luther bekam 1511 einen Eindruck von Gottlosigkeit in dieser Stadt mit ihrer egglesia triompha. Sein Rombesuch brachte einen Stein ins Rollen, ein Wunsch nach et eccetere mota, einem großen Erdbeben, kam auf, einer Reformation der Kirche. Und obwohl die Menschen nach Luthers Bibelübersetzung zu aufmerksameren Christen wurden, setzte der neue Adel, mit dessen Einsetzung die Römer begonnen hatten, vielen Befreiungsversuchen ein Ende. Die Wissenschaft blieb zunächst in der Hand der Kirche und unterhielt sich bis in die heutige Zeit mit Hilfe von lateinischer Sprache.

9.3 Kritik an der Archäologie

95% der Ausgrabungen liegen noch unter unseren Füßen, heißt es. Das ist angesichts der Bautätigkeit und Tiefpflüge eigentlich unmöglich. Ungeheuer vieles, was Archäologen nicht ins Bild passte, liegt wieder unter der Erde - diese wird häufig mit Fichtenwald bepflanzt, der mit seinen Wurzelsäuren die Funde beschädigt. Anderes wird verschüttet unter Laub oder Bauschutt oder gleich geflutet. Wieder anderes hat hohen Materialwert, und wird nicht in Museen gezeigt. Wieder anderes wurde geraubt und ist irgendwo in Privatbesitz.

Wohlgemerkt ist ein Versteckverhalten zutiefst unwissenschaftlich. So zahlt sich eine naturwissenschaftlichere Ausrichtung aus. Naturwissenschaftler haben zeigen können, dass die ausgegrabene „Ehebrecherin“, von der so genüsslich erzählt wird, ein junger Mann war und dass der „Krieger“ Birka eine Frau war. Der „Ehebrecherin“ war von einem Spaßvogel nachträglich die obszöne Geste eingedreht worden. Biologen konnten unter anderem nach Pollenuntersuchungen feststellen, dass Germanien kein wildes Land war.

10 Schlussfolgerung

Die beschriebene germanische Lebensweise und Kultur zeigt, dass sie ein besonderes Ziel anstrebten oder einer Vision nachgingen. Vision im wahrsten Sinn, denn die Zukunft bietet mehrere Möglichkeiten, und die konnten ja als Wenn-dann-Folge von den Idisen gesehen werden.

Sicher fürchteten die Germanen, dass die Vorhersagen vom Untergang der Welt, von dem auch in der Edda erzählt wird, Wahrheit würden. Oder sie wollten nach dem Untergang alles wieder finden und herbeiholen können, was zu ihrer Heimat gehörte. Das „rechte Leben“ musste das ermöglichen.

Da die Germanen leicht in Wut gerieten, übten sie sich im Zügeln der Gefühle, und es gab Rituale zum Vertragen, auch mit dem Kriegsgegner. Mit den östlichen und westlichen Nachbarn war das möglich, aber die Römer machten allen „guten Glauben“ zunichte.

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13 Einzelnachweise

Quellen für diesen Artikel: siehe Abschnitt Zur Quellennutzung dieses Artikels

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