ADHS

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ADHS
Hyperaktivität ist erschöpfend für Kinder und Eltern

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung oder auch -Syndrom. ADHS gilt allgemein als eine psychische Symptomatik, die bereits im Kindesalter beginnt. Menschen, die an ADHS leiden, haben Probleme im Bereich Aufmerksamkeit, Konzentration und Hyperaktivität. Wenn keine Hyperaktivität vorliegt, spricht man nur von ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom).

Dieser Artikel zeigt insbesondere Möglichkeiten der ganzheitlichen, alternativmedizinischen Herangehensweise auf.

Symptomatik

Die Symptomatik des ADHS-Kindes oder -Erwachsenen kann sehr vielfältig sein. Aufgrund der Komplexität sei auf diese Seiten verwiesen:

Häufigkeit

Etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Dabei sind Jungen deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Symptome können mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen. Bei rund 40 bis 80 Prozent der Betroffenen bleibt die Symptomatik im Erwachsenenalter bestehen. [1] Im Erwachsenenalter besteht ein enger Zusammenhang zwischen ADHS und dem Burn-Out-Syndrom.

Ursachen und Hintergründe

Im Allgemeinen gilt ADHS als psychische Störung. Wie bei jeder chronischen Symptomatik wäre es jedoch korrekter, von einem "multifaktoriellen Geschehen" zu sprechen. So lassen sich beim ADHS diagnostisch verschiedene Zusammenhänge ableiten.

Mögliche Ursachen und Co-Faktoren aus ganzheitlicher Sicht sind

  • Hochsensibilität, einhergehend mit rascher Reizüberflutung
  • Hochbegabung des Kindes und dadurch Unterforderung mit Langeweile
  • Überforderung durch Eltern und Schule und dadurch "Ausbrechen" aus dem System
  • Traumatische Erlebnisse
  • Zu wenig körperliche Betätigung
  • Zu wenig Zuwendung von den Eltern oder der Familie
  • Mangel an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Enzymen und/oder sekundären Pflanzenstoffen
  • Mangel an Aminosäuren beziehungsweise schlechte Eiweißverwertung (Enzymmangel)
  • Giftbelastungen, zum Beispiel aus metallischen Zahnfüllungen oder Leitungswasser (Beispiel: Bleirohre)
  • (Trink-) Wassermangel
  • Unausgeglichener Blutzuckerspiegel mit häufiger Unterzuckerung
  • Hormonelles Ungleichgewicht

Ergänzend sei anzumerken, dass ADHS-Kinder und -Erwachsene häufig ausgepowert sind, also im Grunde unter Energiemangel leiden. Hier besteht ein enger Zusammenhang mit dem Burn-Out Syndrom. Das Lesen des Burn-Out-Artikels kann deshalb eine aufschlussreiche Ergänzung zum ADHS-Artikel sein.

Stärken, welche mit der Diagnose ADHS verbunden sein können

  • Hohe Empathiefähigkeit, mitfühlend
  • Fokus auf das Verbindende
  • Divergenter Denkstil, dadurch kreatives Potential
  • Die Fähigkeit im Augenblick zu sein und daher die Zeit nicht nur linear wahrzunehmen
  • Bei Themen, welche Interesse hervorrufen über den Hyperfokus leicht in einen Flow-Zustand zu gelangen
  • Hoher Gerechtigkeitssinn
  • Gefühlsorientiertes Handeln
  • Bildhaftes Vorstellungsvermögen, dadurch gute Fähigkeiten zu visualisieren

Um diese Stärken allerdings nutzen zu können, ist ein ganzheitlicher Ansatz hilfreich um diese Stärken bewusst zu machen. Diesbezüglich kann, je nach Ursache ein psychotherapeutischer Ansatz zielführend sein. Vor allem dann, wenn traumatische Erlebnisse in der Kindheit die Ursache für das ADHS sind trägt das Lösen dieser traumatischen Kindheitserlebnisse wesentlich zur Nutzung dieser Stärken bei.

Therapeutische Möglichkeiten

Einen guten Ansatz hat Großbritannien bereits umgesetzt, indem dort bereits 200 Achtsamkeits-Lehrer ausgebildet wurden und Achtsamkeit zum Schulpflichtfach wurde. Mehr dazu hier. 10 Prozent der Kinder zwischen 5 und 15 gelten gelten dort als psychisch auffällig und die Zahl der verschriebenen Antidepressiva stieg von 1991 bis 2017 in England immens. Das Achtsamkeitstraining, das ursprünglich aus dem Buddhismus stammt, soll dagegenwirken.


In Deutschland erkranken fast 20 Prozent der Kinder unter 18 innerhalb eines Jahres an einer psychischen Störung.[2] Auch hierzulande gibt es Versuche mit Achtsamkeits-Übungen in Schulen. Ein Artikel des deutschen Schulportals vom 30.6.2023 stellt drei Forschungsprojekte vor, die Achtsamkeit an Schulen ausprobiert haben. Das Ergebnis: regelmäßige Meditationsübungen können im Schulkontext für mehr Ruhe, Entspannung und Aufmerksamkeit sorgen, müssen aber an den Bedürfnissen von Kindern ausgerichtet sein. Zudem sollten die Lehrer*innen professionell ausgebildet sein, die die Übungen durchführen.

Schulmedizinischer Ansatz

Der schulmedizinische Therapieansatz ist vor allem medikamentös. Für Kinder werden häufig Methylphenidate verordnet (kurz: MPH. Handelsname: u.a. "Ritalin"). Interessanter Weise ist dies ein anregendes Mittel, was (auch) bei Hyperaktivität verordnet wird.

Ganzheitlicher Ansatz

Der ganzheitliche Ansatz betrachtet weniger das Symptom, als den Menschen als Ganzes. Entsprechend der oben angeführten möglichen Ursachen sollte zunächst eine Diagnostik erfolgen.

Diagnostische Möglichkeiten:

  • Erfassen der Lebensgewohnheiten und der Lebenssituation (inklusive der familiären Situation)
  • Untersuchung des Blutes auf Mikro-Nährstoffe und Glukose (Nüchtern-Blutzucker)
  • Screening der Mikronährstoffversorgung (Siehe Prävention)
  • Hormonprofil des Blutes oder des Speichels
  • Toxische Belastungen (Gifte) des Blutes, des Urins oder des Speichels.

Therapeutische Möglichkeiten: Je nach Befund sollten dann entsprechende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung des betroffenen Kindes UND seiner Eltern beziehungsweise des betroffenen Erwachsenen
  • Geistiges Heilen beziehungsweise Energiearbeit
  • Ernährungsumstellung (inklusive der Getränke), gegebenenfalls auch Nahrungsergänzungsmittel
  • pflanzliche, bio-identische oder homöopathische Hormonregulation
  • Maßnahmen der Entschlackung und Entgiftung
  • Unterstützung durch naturheilkundliche Maßnahmen der Pflanzentherapie oder auch ätherischer Öle.

Mit diesem Ansatz kann der Symptomatik ganz individuell entgegen gesteuert werden.


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Artikel

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Weblinks

  • adhspedia.de - Die Stärken von ADHS-Betroffenen Editieren.svg
  • amenclinics.com - Dr. Daniel Amen mit SPECT-Gehirnscans. Diese ermöglichen ihm eine differenzierte, zielgerichtete Behandlung bei Verhaltensauffälligkeiten wie auch ADHS, PTSD (versus medikamentösem Blindschuss psychiatrischer Diagnosen). Englisch Editieren.svg

Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.