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432 Hz

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432 Hz
Die Frequenzen 432 Hz und 440 Hz wurden im Rahmen der Kymatik-Forschung auf Wasser übertragen und ihre Auswirkungen visualisiert.

Dieser Artikel beschreibt die Wirkung von Musikstücken mit 432-Hertz-Grundstimmung auf den physischen und den energetischen Körper des Menschen.

Die 432 Hz-Stimmung gilt als natürliche Grundstimmung und geht vor allem auf den antiken Mathematiker Pythagoras und in neuerer Zeit auf die Begründung der Klangforschung durch den Physiker und Astronom Ernst Florens Friedrich Chladni zurück.

Für das allgemeine Verständnis werden in diesem Artikel Grundlagen zum Thema Instrumentenstimmung vermittelt. Eine Erläuterung der musiktheoretischen Grundlagen findest du im Artikel Musiktheorie, der diesen Artikel ergänzt.

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Umgangssprachlich wird statt "Grundstimmung" oft nur von "Stimmung" gesprochen. Der einfacheren Lesbarkeit halber verwenden wir in diesem Artikel beide Begriffe gleichwertig.

Einführung

Zur Beschreibung eines Tons werden die Parameter Tonhöhe, Tondauer, Lautstärke und Klangfarbe verwendet. Die Tonhöhe lässt sich akustisch mit einer Frequenz, also Schwingungsanzahl pro Zeitspanne, angeben.

Werden nun Instrumente auf den Kammerton a' mit der Frequenz 432 Hz eingestimmt, klingt und wirkt die auf ihnen gespielte Musik anders als Musikstücke, denen der seit 1939 in vielen Ländern gültige Standard-Kammerton a'= 440 Hz zugrunde liegt. Den Grund dafür findet man in der Harmonikalen Grundlagenforschung.

Die Erforschung harmonikaler Gesetzmäßigkeiten

Die harmonikale Grundlagenforschung, kurz Harmonik, befasst sich mit den physikalischen und akustischen Gesetzmäßigkeiten der Töne und der Klangerzeugung. Sie ist eine mathematische Strukturwissenschaft und geht zurück auf Pythagoras, Platon und die Neuplatoniker, sowie auf Johannes Keppler.[1]

Der Grundgedanke der Harmonik besagt, dass die Natur (insbesondere die Biologie) und die Musik in Bezug auf die natürlichen Proportionen den selben Naturgesetzen folgen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Musik und Klänge in der Lage sein müssten, mit Menschen, Tieren und Pflanzen in Resonanz zu gehen. Weiterführendes findest du im Artikel Musiktheorie.

Nachfolgend erfährst du, wie du diese Resonanzfähigkeit mit der 432 Hz-Stimmung auf besondere Weise nutzbar machen kannst.

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Wer sich intensiver mit Musik und Klang beschäftigen möchte, benötigt ein paar physikalische und musiktheoretische Grundkenntnisse. Hierzu lies am besten die Artikel Frequenzen und Musiktheorie.

Die Instrumentenstimmung

Das Einstimmen eines Instrumentes erfolgt anhand des sogenannten Kammertons. Nur wenn Musiker ihre Instrumente auf einen einheitlichen (Kammer-)Ton stimmen, können sie gemeinsam musizieren.

Bekannterweise haben Tonarten in der Musik jeweils einen unterschiedlichen Klangcharakter durch den verschiedene Wirkungen ausgehen. Beispielsweise wird die Tonart D-Dur in ihrem Klangcharakter als heiter und lärmend empfunden. Wohingegen die Tonart A-Dur glänzend, vornehm und freudig in ihrer Wahrnehmung ist.[2]

Vergleichsweise weniger bekannt ist die Tatsache, dass neben der gewählten Tonart auch die Grundstimmung eines Instrumentes einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung des jeweiligen Musikstückes hat. Aus diesem Grund ist die Instrumentenstimmung auf einen Ton nicht nur für das gemeinsame Musizieren, sondern auch für Solomusiker und Klangtherapeuten wichtig.

Die Tonhöhe beziehungsweise Frequenz des Kammertons wurde in den verschiedenen Jahrhunderten sowie in verschiedenen Ländern immer wieder anders definiert. 1939 fand die bisher (Stand April 2019) letzte Stimmtonkonferenz von der International Federation of the National Standardizing Associations in London statt. Dort einigte man sich auf die international anerkannte und am meisten verbreitete Stimmung bei a' = 440 Hz. Die dort erstellte Norm wurde 1971 vom Europarat am 30. Juni 1971 erneut bestätigt.[3] Mittlerweile wird jedoch in vielen professionellen Orchestern noch höher gestimmt, damit die Instrumente brillianter klingen sollen. In New York galt zeitweise sogar die Stimmung von 450 Hz als "normal".

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die von Joseph Saveur(1653–1716) errechnete und auch von Ernst Chladni (1756–1827) vorgeschlagene Stimmung von a' = 432 Hz. Eine andere Bezeichnung dieser Stimmung ist c = 128 Hz nach Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) beziehungsweise dessen Schülerin Maria Renold.[4]

Die 432-Hertz-Grundstimmung

Die Stimmung auf 432 Hz war trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse Anfang des 18. (Joseph Sauver), Anfang des 19. (Ernst Florens Friedrich Chladni) und Anfang des 20. Jahrhunderts (Rudolf Steiner) in Europa nie offiziell. Sie ist aber der sogenannten Pariser Stimmung sehr nahe, die bei 435 Hz liegt.

Man fand jedoch historische Instrumente aus unserem Kulturkreis vor allem in der Zeit von Anfang des 19. Jahrhunderts bis circa Mitte des 20. Jahrhunderts, wie zum Beispiel Drehorgeln, die auf a' = 432 Hz gestimmt sind.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Der Wissenschaftler und Begründer der Akustik, Joseph Saveur, ermittelte Anfang des 18. Jahrhunderts 16 Hz als äußerste unterste Wahrnehmungsgrenzen des Ohres. Daraufhin legte er c' = 256 Hz (vierte Oktave von 16 Hz) als Kammerton fest.

Zur Erklärung: Eine Oktave entspricht jeweils einer Verdoppelung der Frequenz. Die erste Oktave von 16 Hz sind also 32 Hz, die zweite Oktave 64 Hz, die dritte Oktave 128 Hz und die vierte Oktave von 16 Hz sind eben 256 Hz.

Wenn man nach den Gesetzen der Harmonielehre eine (pythagoräische) Sexte auf das c' = 256 Hz legt, dann gelangt man zu a' = 432 Hz.

Zur Verdeutlichung siehst du in folgender Tabelle die Frequenzen der c-Töne bei den verschiedenen Kammertönen a' = 432 Hz und a' = 440 Hz aus. Die einzelnen Werte errechnen sich gemäß der Gesetze der Harmonielehre. Die genaue Formel findest du hier:

Ton Frequenz (Kammerton a' = 432 Hz) Frequenz (Kammerton a' = 440 Hz)
C6 1 Hz 1,02 Hz
C5 2 Hz 2,04 Hz
C4 4 Hz 4,09 Hz
C3 8 Hz 8,18 Hz
C2 16 Hz 16,35 Hz
C1 32 Hz 32,70 Hz
C 64 Hz 65,41 Hz
c 128 Hz 130,81 Hz
c1 256 Hz 261,63 HZ
a' 432 Hz 440 Hz
c2 512 Hz 523,25 Hz

Joseph Saveur konnte beweisen, dass sich aus der Frequenz c' = 256 Hz die natürlichen Schwingungszahlen der Stimmbänder beim Singen und die der Lippen beim Blasen und Pfeifen ableiten lassen, sowie alle Eigentöne mittönender Rezonanzkörper, Hohlräume im menschlichen Körper, sogar die kaum wahrnehmbar, kleinen Intervalle des Vogelgesanges.

Wie weitere Beobachtungen verschiedener Forscher zeigen, stehen die verschiedenen C-Töne direkt mit den körpereigenen Frequenzen in Verbindung:

  • Das cortische Organ im Innenohr, das den Gleichgewichtssinn regelt, schwingt auf c = 128 Hz.
  • Ohrenärzte und Neurologen benutzen Stimmgabeln, die auf c = 128 Hz oder 256 Hz gestimmt sind.
  • Der Arzt Dr. Henry Puharich konnte einen beständigen 8 Hz-Puls an den Händen von Heilern messen. Er stellte fest, dass die Intensität dieses Signals ein Indikator für die Heilkraft des Heilers ist.
  • Die Zellteilung erfolgt in Zweierpotenzen: 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256. Diese Zahlenreihe ist also unserem Körper vertraut.

Die Stimmung, die auf c' = 256 Hz beruht, ist also nachweislich im Menschen verankert. Es ist diejenige Stimmung, mit der der menschliche Körper am leichtesten in Resonanz geht.

Forschungsergebnisse von Rudolf Steiner

Rudolf Steiner hatte sich in den 1920er Jahren ausführlich mit der c = 128 Hz-Grundstimmung auseinandergesetzt. Dabei kam er zu dieser Schlussfolgerung:

C = 128 Hz ist die Prim aller Tonleitern des Quintenzirkels.


Diese Aussage Steiners soll bedeuten, dass sich alle Töne der Dur- und Moll-Tonleitern in einem "natürlichen Intervallverhältnis" zum "Grundton" c = 128 Hz befinden. Sie schwingen gewissermaßen im Einklang.

Die individuelle Charakteristik der verschiedenen Tonarten ergibt sich entsprechend aus dem Verhältnis des jeweiligen Tones zum c = 128 Hz. Diese Besonderheit gilt nur für die 432/128 Hz Stimmung, nicht für die 440 Hz Stimmung.

Darüber hinaus stellte Steiner fest, dass c = 128 Hz eine Art Grundton oder Bezugston darstellt. Die 432/128 Hz-Stimmung soll nach den Erkenntnissen von Steiner und anderen Forschern folgende Wirkungen haben:

  • Förderung der körperlichen Entspannung
  • Förderung der seelischen Entspannung
  • Stimmungsaufhellung
  • Auslösung eines Gefühls des inneren „Berührtseins“
  • Musik mehr fühlen lassen als nur zu hören
  • mit den eigenen Gefühlen stärker in Kontakt zu kommen
  • ein inneres Sich-Öffnen für Entwicklungs- und Heilungsprozesse
Die Schwingung c = 128 Hz hat, subjektiv gesprochen, beim Anhören etwas wie eine Wärmehülle um sich.


Steiner ging sogar so weit und behauptete, dass eine willkürliche Anhebung über 432 Hz seelische Schäden verursachen könnte.

Die beschriebenen Wirkungen gelten in der ganzheitlichen Heilkunde als die Türöffner für Gesundheit, Heilung und Wohlbefinden ganz allgemein. Sie können deshalb besonders gut in der Musik- und Klangtherapie eingesetzt werden.[5]

Die Wirkung der 432 Hz-Grundstimmung auf den Menschen

Wenn Musik und Klänge mit einer Grundstimmung von a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz gespielt werden, unabhängig von der Tonart, sagt man, dass sie den Zuhörer auf besondere Weise berühren. Das jeweilige Musikstück schwingt in Resonanz mit verschiedenen grundlegenden Körperfunktionen beziehungsweise -proportionen.

Der Hintergrund für diese Beobachtung ist, dass, wie bereits erwähnt, offensichtlich verschiedene Körperfunktionen auf 8, 16, 32, 64, 128,... Hz „geeicht“ beziehungsweise „gestimmt“ sind. Es ist die Frequenz, die unserem Körper anscheinend am vertrautesten ist, weil diese zurück auf die Schwingung bzw. Resonanz des Planeten Erde geht (sogenannte Schumann-Frequenz, nach dem Entdecker, dem deutschen Physiker und Elektroingenieur Winfried Otto Schumann).

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Die exakte Schumann-Frequenz liegt bei 7,83 Hertz, weshalb sich auch manche Menschen für eine Stimmung auf a' = 430,65 Hz aussprechen. Die Schumann-Frequenz unterliegt jedoch Schwankungen und man kann von einem Mittelwert von 8 Hertz ausgehen.

Aufgrund der komplexen Zusammenhänge der Harmonik und der Harmonielehre, insbesondere der Obertöne, geht allerdings nicht nur das C in seinen verschiedenen Oktaven mit dem Körper in Resonanz, sondern auch alle anderen Töne der auf c = 128 Hz gestimmten Instrumente (siehe hierzu auch den Absatz Tonarten und Stimmungen).

Deshalb ist es interessant, sich näher mit den Auswirkungen der Instrumentengrundstimmung auf die menschliche Stimmung zu befassen.

Wirkung in Bezug auf Herz und Gehirn

Das physische Herz hat eine zentrale Bedeutung für die Funktionen des menschlichen Körpers. Aber auch dem emotionalen Herz als angenommener „Sitz“ unserer Gefühle, insbesondere der Liebe, kommt in nahezu allen Kulturen eine große Bedeutung zu.

Das Institute of Heartmath in den USA hat zu diesem Thema geforscht. So soll das Herz im Zustand der Liebe auf 8 Hz schwingen. Diese Frequenz ist bei den Gehirnwellen der Übergang vom Bereich der Alphawellen, die für leichte Entspannung stehen, zum Bereich der Thetawellen, die eine tiefe Entspannung kennzeichnen.

Man könnte also sagen, dass ein liebendes Herz und ein entspannter Geist auf einer Wellenlänge liegen. Hintergrundinformationen zu dieser Thematik findest du hier.

Wenn wir mit der Musik also eine wohltuende Wirkung auf den Menschen erreichen möchten, bietet uns die Ausrichtung auf 8 Hz beziehungsweise seine höheren Oktaven ein umfangreiches Betätigungsfeld, das Entspannung und Wohlbefinden vermittelt.

Wirkung auf den Menschen in seinem Lebensraum

Musik, die in der 432 Hz-Stimmung gespielt wird, wird allgemein als sehr wohltuend empfunden. Sie ist vermutlich die einzige Stimmung, die 3 besondere Merkmale aufweist:

  • Sie wurde von vielen Musikern und auch von naturverbundenen Völkern als besonders harmonisch empfunden und als Stimmung ihrer Instrumente, insbesondere von Flöten, verwendet.
  • Sie wurde von Joseph Saveur anhand verschiedener Körperfunktionen bestimmt, die offensichtlich auf 8 Hz „geeicht“ beziehungsweise „gestimmt“ sind.
  • Sie steht in Verbindung mit den Umlaufbahnen der Erde um die Sonne, also dem Jahreston. Der Jahreston entspricht wiederum dem vedisch-traditionellen universellen Grundton OM (Cis = 136,10 Hz auf der Basis von a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz) und steht direkt mit unserem Herzen in Verbindung. Siehe hierzu unsere Informationen über die Planetentöne im Artikel Frequenzen.

Wir können daher davon ausgehen, dass Musik in der 432 Hz-Stimmung die Verbindung des Menschen zu seinem natürlichen Lebensraum (vor allem in Bezug zur Erde und zur Sonne) von allen Grundstimmungen am besten unterstützt. Zu vermuten ist, dass auch verschiedene Körperfunktionen von dieser Stimmung profitieren, im Sinne einer harmonischen, allgemein unterstützenden Atmosphäre.

Wirkung im Selbsttest

Wer selbst testen möchte, ob er sich beim Anhören von Musik in der 432 Hz-Stimmung anders beziehungsweise sogar besser fühlt, kann sich zum Beispiel folgendes Video mit Musik von Mozart in 432 Hz anhören:

Bei Neobeats* findet man gleich drei Stücke von Mozart in 432 Hz. Probiere es einfach mal aus.

Anwendung der 432 Hz-Grundstimmung

Um die besondere Bedeutung der 432 Hz-Musik weiter bekannt zu machen und Musiker sowie Instrumentenbauer zu involvieren, gibt es Arbeitsgruppen und Netzwerke, die sich dieser Aufgabe widmen. So gab es beispielsweise bereits einen 432 Hz-Kongress in Kirchzarten bei Freiburg, der verschiedenste Fachleute zum Thema zusammengebracht hat.

Das Ziel ist sowohl der Erhalt von musikalischem Kulturgut als auch die Möglichkeit, dass der Mensch wieder mehr mit der Musik im Einklang schwingen kann. Damit führt diese Musik über das reine Hören hinaus zu einer natürlichen Resonanz und einer intensiveren Wahrnehmung.

432 Hz-Instrumente

Erfreulicherweise gibt es immer mehr Instrumente, die mit a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz eingestimmt werden. Bisher gibt es unter anderem folgende Instrumente:

Ein Stimmgerät, das problemlos auf 432 Hz kalibriert werden kann, ist beispielsweise das CA-1 von Korg*. Auch Tuner Apps (zum Stimmen) sind zunehmend auf 432 Hz einstellbar wie beispielsweise "Da Tuner" und "Soundcorset".

Musik von 440 Hz auf 432 Hz konvertieren

Musik, die in 440 Hz-Stimmung aufgenommen wurde, lässt sich in 432 Hz-Stimmung umrechnen. Da hierbei alle Frequenzen um den selben Faktor reduziert werden, klingt die Musik ein klein wenig langsamer und das Musikstück wird ein wenig länger. In Zahlen ausgedrückt wird die Tonhöhe um 1,818 Prozent reduziert um ausgehend von 440 Hz einen Wert von 432 Hz zu erreichen.

Hierzu hat man zum Beispiel diese 2 Möglichkeiten.

  1. Man lässt die Musik während des Abspielen umrechnen. Für das Programm Rhythmbox unter Linux gibt es hierfür das Plugin Hzswitch von Kurt Weber.
  2. Man rechnet die Musikdatei selbst mit Audacity um. Vorteil hierbei ist, dass man die Musik im Nachhinein mit jedem Player abspielen kann. Dafür dauert das Umrechnen einige Minuten. Ein gutes Anleitungsvideo hierzu findest du auf YouTube.

Meinungen zur 432-Hz-Stimmung

Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob die Grundstimmung auf den Kammerton c = 128 Hz bzw. a' = 432 Hz wirklich so viel positive Wirkungen auf den Mensch hat.

Befürworter

Historisch gab es bereits einige berühmte Befürworter der 432 Hz-Stimmung, wie beispielsweise Guiseppe Verdi, Dietrich Fischer-Dieskau und Luciano Pavarotti. Auch in der heutigen Zeit des 21. Jahrhunderts gibt es verschiedene Interessengruppen, die für die 432 Hz-Stimmung plädieren.

Es gibt Plattenlabel, die entsprechende Musik publizieren, Musiker, die sich für die 432 Hz-Stimmung einsetzen, um einen „volleren“ Klang zu erreichen und auch um die Stimmen der Sänger zu entlasten, aber auch DJs, Schamanen, Künstler, Wissenschaftler und Filmemacher, die von der Kraft der 432 Hz-Stimmung fasziniert sind. Viele von ihnen propagieren sogar eine Umstellung der allgemein akzeptierten Stimmung von 440 Hz zurück auf 432 Hz.

Es gibt Meinungen, dass höhere Stimmungen, wie sie heute üblich sind, die Stimme der Sänger stärker fordern und zum schnelleren Verschleiß der Stimmbänder beitragen können. Dies ist allein schon auf die höhere Tonlage zurückzuführen. Die 432 Hz-Stimmung hingegen schafft eine den Stimmbändern „vertraute“ Resonanz, die zur Entspannung beiträgt.

Kritiker

Kritiker der 432 Hz-Stimmung führen an, dass die beschriebenen Vorzüge dieser Stimmung wie Steigerung des Wohlbefinden und der Entspannung einem Wunschdenken entsprächen. Hier wird jedoch zumeist übersehen, welch lange Tradition wissenschaftlicher Forschung der 432 Hz-Stimmung zugrunde liegt.

Wenngleich viele Abhandlungen über die Bedeutung der 432 Hz-Stimmung von Laien geschrieben werden und oft fehlerhaft sind, basieren doch die musiktheoretischen Grundlagen auf nachvollziehbaren physikalischen Zusammenhängen. Im Abschnitt Literatur findest du daher einige Bücher, die diese Zusammenhänge näher aufzeigen.

Inas Meinung

Persönlicher Standpunkt von Ina

Zum Verdeutlichen des Unterschiedes von a'= 440 Hz und c = 128 Hz möchte ich meine persönliche Einschätzung mit dir teilen.

Schon in meiner Kindheit habe ich mich immer wieder gefragt, weshalb ausgerechnet das a' als Kammerton bezeichnet und verwendet wird. Es erschien mir so willkürlich.

Die C-Dur-Tonleiter hingegen ist, nach meiner Einschätzung, die natürlichste Tonleiter, insbesondere bei den Tasteninstrumenten. Zusammen mit A-Moll, ihrer parallelen Moll-Tonart, kommt sie ohne schwarze Tasten aus.

Beschreiben wir die Anzahl der Oktaven eines Tasteninstrumentes, orientieren wir uns im Allgemeinen am "C". (Buchstaben in Anführungszeichen meinen keine bestimmte Tonhöhe.)

Am deutlichsten zeigt es sich beim Quintenzirkel der Harmonielehre: Hier steht das "C" (Dur) in der Mitte. Dem "C" scheint also eine zentrale Bedeutung als Grundbezugston zuzukommen.

Die Vermutung dieser zentralen Bedeutung bestätigte mir das Buch* von Maria Renold aus musiktheoretischer Sicht, siehe auch hier im Artikel das Zitat im Abschnitt "432 Hz-Stimmung für den Menschen in seinem Lebensraum".

Im Sinne einer ganzheitlichen Lehre wäre es daher stimmig, das c als Kammerton zu verwenden, so wie Saveur es errechnet, Chladni es als allgemeine Stimmung vorgeschlagen und Dr. Rudolf Steiner es praktisch umgesetzt hat. So versteht man die Zusammenhänge der Tonarten zueinander besser.

Da aber die offizielle Bezeichnung des Kammertons das a' ist und auch bei den Befürwortern der 432 Hz-Stimmung der Kammerton a' genutzt wird, müssen wir der Orientierung halber auch hier diese Bezeichnung verwenden, benennen aber gleichzeitig auch den "Kammerton c".

Inwieweit die Wirkung dann tatsächlich spürbar ist und einen wahrnehmbaren Einfluss auf die Funktionen des Körpers ausübt, kann man vermutlich nur selbst herausfinden, weil jeder Mensch anders geprägt ist. Statistisch lässt sich deshalb möglicherweise keine einheitliche Wirkung aufzeigen. Da sich in verschiedenen Forschungsansätzen zeigt, dass die 432 Hz-Stimmung für die meisten Menschen angenehmer ist, wäre allein das schon ein Argument, diese Stimmung wieder häufiger zu nutzen.

Zusammenfassung

Die Grundstimmung von a' = 432 Hz beziehungsweise c = 128 Hz steht in besonderer Weise mit dem menschlichen Körper in Verbindung, insbesondere dem Herzen, den Hirnwellen und den Ohren. Musik, die in dieser Stimmung gespielt wird, scheint den Zuhörer auf besonders intensive Weise zu berühren und geht mit der natürlichen Grundschwingung des Körpers beziehungsweise einiger seiner Teile (zum Beispiel dem Herzen und den Stimmbändern) in Resonanz.

Im Rahmen der Musiktherapie können individuelle Frequenzen und Tonarten gewählt werden, um bestimmte Wirkungen zu initiieren. In einem Konzert hingegen erwartet man im Normalfall keine „Therapie“. Deshalb ist es sinnvoll, sich auf einen Aspekt im Sinne von Genuss und Wohlbefinden zu konzentrieren. Hierfür ist die 432 Hz-Stimmung prädestiniert, die allgemein als Türöffner für Harmonie, Wohlbefinden und („seelische“) Heilung gilt.

Konzerte in dieser Stimmung können zu einem intensiven Klangerlebnis werden, bei dem Körper, Geist und Seele in besonderer Weise angesprochen werden.

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Bücher

Weiterführendes


Artikel

  • Die Verdi-Stimmung: eine Demonstration - Transkript eines Vortrages von Gian Marco Sanna, Gründer und Leiter der Camerata Geminiani. Dies ist das vermutlich erste Streichorchester in ganz Europa, das grundsätzlich in der "Verdi-Stimmung" (a’=432 Hz) spielt. Bleistift.png

   

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  1. http://kurthaider.megalo.at/node/49 Harmonikale Grundlagenforschung], abgerufen am 05.12.2016
  2. Tonartencharakter, abgerufen am 1.4.2019
  3. Verschiedene Vorschläge für den Stimmton, abgerufen am 30.4.2019
  4. Für Fachleute: Diese Zusammenhänge gelten speziell für die pythagoräische Stimmung. Details hierzu findest du im Buch Von Intervallen, Tonleitern, Tönen und dem Kammerton c = 128 Hz* von Maria Renold.
  5. Von Intervallen, Tonleitern, Tönen und dem Kammerton c = 128 Hz*, von Maria Renold
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