Wir alle haben mal einen schlechten Tag. Mit schlechter Laune wird plötzlich alles unangenehm und nervig, wir fühlen uns nicht wohl und wollen am liebsten niemandem gegenübertreten. Kein schönes Gefühl, oder?

Was manche an wenigen Tagen des Monats fühlen, fühlen andere wiederum Tag ein, Tag aus. Während einige eine grundsätzlich positive Einstellung an den Tag legen, trüben andere mit einer negativen Herangehensweise an sämtliche Situationen ihren Alltag und letztendlich ihr Wohlbefinden. Wer positiv denkt und sich von Negativität verabschiedet, lebt ein fröhlicheres und laut Forschern auch längeres und gesünderes Leben. Eine positive Einstellung ist jedoch nicht angeboren, jeder kann es lernen, mithilfe positiver Gedanken ein zufriedenes Leben zu leben.

Die Wirkung unserer Gedanken

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Unsere Gedanken nehmen einen immensen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Egal, ob sie positiv oder negativ sind, ob sie bewusst oder unterbewusst passieren, sie wirken sich in großem Maße auf den Menschen aus und bestimmen, wie wir uns fühlen. Wie Forscher inzwischen herausgefunden haben: Ständige negative Gedanken wirken sich negativ auf unsere psychische und physische Gesundheit aus. Im Umkehrschluss wirkt sich positives Denken auch positiv auf unsere Gesundheit aus.

Psychologe Michael F. Schleier und Charles S. Carver befassten sich mit dieser Thematik und konnten 1985 beweisen, dass sich Optimismus und Pessimismus auf die körperliche Gesundheit des Menschen auswirken. Prinzipiell beschäftigt sich unser Gehirn viel lieber mit Problemen als mit positiven Dingen. Dies kann wohl dem Überlebensinstinkt zugeschrieben werden, der uns auf Gefahren vorbereitet. Heute hat sich dies bei vielen zu einer Grundeinstellung entwickelt, die selbst die schönen Dinge des Lebens in einen negativen Schleier hüllt. Daher ist es umso wichtiger, dem Leben mit positiven Gedanken zu begegnen.

Das können positive Gedanken

Wer sich positive Gedanken macht und Negativität ausschaltet, kann eine Vielzahl von Effekten am eigenen Körper beobachten. Ein einfaches Lächeln vermittelt der Psyche automatisch ein gutes Gefühl, Wohlfühlbotenstoffe wie Dopamin und Endorphine werden ausgeschüttet, man fühlt sich besser. Außerdem werden Entspannung und Schmerzlinderung gefördert sowie eine Selbstheilung des Körpers angeregt. Wer optimistisch ist, lebt somit ein gesünderes und fröhlicheres Leben. Außerdem hilft positives Denken beim Stressabbau. Wer sich selbst über die kleinen Dinge im Leben freut, schafft sich selbst immer wieder eine mentale Auszeit und kann Stress besser abwehren.

Lernen, positiv zu denken

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Das Beste am positive Denken: Jeder kann es lernen. Wer ein paar Tricks für sich nutzt, kann schneller als man glaubt zu einem positiven Menschen werden.

Positive Erlebnisse aufschreiben: Jeder Tag hat etwas Positives, etwas Schönes, an das es sich lohnt sich zu erinnern. Wer sich jeden Tag ein oder mehrere positive Erlebnisse aufschreibt, wird den Tag generell positiver in Erinnerung behalten, der Zukunft positiver gegenübertreten und am nächsten Tag schönen Dingen leichter Aufmerksamkeit schenken.

Gedanken steuern durch Meditation: Sich auf das Wichtige und Positive fokussieren, Negativem keine Aufmerksamkeit schenken und Entspannung erfahren – all das kann durch die Meditation erlangt werden. Wer regelmäßig meditiert, gibt sich körperlich und psychisch eine Auszeit und lernt, negativen Gedanken keine Aufmerksamkeit zu schenken. Selbst im hektischsten Alltag kann dies helfen, zu entspannen, sodass auch Promis wie Schauspieler Clint Eastwood, Apple-Gründer Steve Jobs, Profi-Pokerspieler Bertrand „ElkY“ Grospellier und Fußballtrainer Jogi Löw auf die Meditation schwören, um selbst in den stressigsten Zeiten runterzukommen.

Sich über negative Gedankengänge bewusst werden: Beim positiven Denken geht es weniger darum, Probleme zu verdrängen. Vielmehr geht es darum, negativen Gedanken bewusst keine Aufmerksamkeit zu schenken. Um dies zu können, sollte man üben sich bewusst zu werden, wenn man gerade etwas Negatives denkt. Auslöser können so erkannt und beseitigt werden. Fragen wie „Welche Möglichkeiten ergeben sich aus dieser Situation für mich?“ können dabei helfen, negative Gedankenstrudel zu vermeiden und positiver zu denken.

Unsere Gedanken haben eine immense Kraft über unsere Psyche, unseren Körper und insgesamt unser Wohlbefinden. Wer es lernt, dem Alltag mit einer positiveren Einstellung gegenüberzutreten, wird sich schon bald besser fühlen und zudem ein zufriedeneres und gesünderes Leben leben.

Quelle für erstes Bild: Photo by bruce mars, CC0 Public Domain