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Selbstachtung

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Selbstachtung
Zu Selbstachtung gehört Fairness,
im Angesicht des Höheren Selbst

In diesem Artikel erhältst du Tipps, die dir zu mehr Selbstachtung verhelfen können.
Außerdem definieren wir was Selbstachtung eigentlich ist und was sie von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein unterscheidet.

Tipps für mehr Selbstachtung

  • Werde dir bewusst wie du mit dir selbst redest.
  • Vermeide wenn möglich harsche Selbstkritik.
  • Sei geduldig mit dir.
  • Klopfe dir selbst auf die Schulter wenn du etwas geschafft hast.
  • Lobe dich mehr.
  • Lächle dich selbst im Spiegel an.
  • Erinnere dich an dein ursprüngliches Wesen, wie du als unbeschwertes Kind warst.
  • Schau auf deine Seele, die zuversichtlich in die Welt gekommen ist.

Das Geheimnis von Selbstliebe:
Nimm dich so an,
wie du jetzt bist.


Definition

Unter Selbstachtung versteht man die Achtung, die du vor dir selbst hast. Je besser du dich angenommen hast, desto höher ist deine Selbstachtung. Natürlich ist die Selbstachtung von deinem bisherigen Leben und deinen Reaktionen darauf abhängig.

Angrenzende Begriffe für Selbstachtung sind:

  • Selbstwert
  • Selbstwertgefühl
  • Selbstwertschätzung
  • in allgemeinerem Maße: Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein (siehe folgender Absatz)

Unterschiede Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen

Ohne Selbstachtung ist kein (Selbst-) Vertrauen möglich: was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Selbstachtung liegt tiefer, ist grundsätzlicher. Wenn man das nicht beleuchtet, ist und wird Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein auf Sand gebaut. Es ist dann der Mangel an Selbstachtung und Selbstvertrauen, der dann das "Machen und Tun" antreibt, in dem Bemühen damit erfolgreich zu sein - und Selbstachtung zu gewinnen.

Selbstbewusstsein ist eigentlich eher neutral, auf einer anderen, nicht so emotional wirksamen Ebene. Es beinhaltet, dass man sich seiner Schwächen und Stärken bewusst ist und keine Scheu hat, offen damit zu sein und das in die Welt einzubringen.
Selbstwertschätzung liegt auf ähnlicher, mehr mentalen Ebene.

(Selbst-) Wertschätzung enthält einen Handlungs-Aspekt. Sie ist mitbestimmend für die Kommunikationsbasis miteinander - ob das Gegenüber das Selbst ist oder der Mitmensch. Bei unangenehmen Verhalten kann immer noch das Wesen wertgeschätzt werden, während das Verhalten unbeurteilt bleibt. Das hat inzwischen auch besondere Bedeutung gewonnen bei der demoskopischen Altersentwicklung - im Umgang bei der Betreuung der Menschen, die ihr Selbstbewusstsein nicht mehr über Tätigkeit und Fähigkeiten definieren können.

Wirkungsweisen

Die Wirkung der Handlung zeigt sich deutlicher bei den Gegenpolen: "Verachtung", "Abschätzigkeit", "Geringschätzigkeit", "Misstrauen", ("Verzwei feln"). Wenn man die Worte tiefer auf sich wirken lässt, wird einem schnell klar, was man da tut, wie sehr das ein machtvoller Akt ist. Dann kann man bewusster und vorsichtiger mit dem Umgang werden.

Wenn das bewusster ist, kann man mehr Distanz bewahren und den Akt sehen, wenn ein anderer das anwendet. Man wird dann nicht so schnell "Opfer" einer unmittelbar emotionalen Reaktion darauf. Man ist nicht mehr so empfänglich, die Botschaft der Tat entsprechend zu übernehmen, als Maßstab für sich selbst (das machtvolle des Akts scheint schnell ein Recht-haben, eine Richtigkeit zu verleihen).

Wenn man lange missachtender Behandlung ausgesetzt war - z.B. verbaler und emotionaler Missbrauch in der Kindheit, Mobbing - dann scheint man auf der emotionalen Ebene ein "Loch im Zaun" zu haben. Die Wirkung geschieht automatisch auf der Gefühlsebene, ohne die Möglichkeit der Reflektion (Überprüfung) oder eines Filters auf der mentalen Ebene.
Hier ist oft ein guter Freund oder Therapeut hilfreich, der einem immer wieder Licht wirft auf das Muster. Je schneller man merkt, dass man dem Muster und der Wirkung wieder auf den Leim gegangen ist, desto mehr kann man den unbewussten Reaktionsmechanismus verzögern und desto schneller wächst das "Loch im Zaun" zu.

Selbstachtung ist eher eine Nicht-Handlung: sie wächst und entsteht, wenn man seinem Wesen Raum lässt und sich Abwertung nicht zu Herzen nimmt. Man kann eine negative Botschaft zur Kenntnis nehmen und sie mit Ehrlichkeit überprüfen, ob sie zutrifft (das Ego untersuchen) - aber man muss sie dabei nicht gleich durch sein ganzes menschliches System geistern lassen als eindrucksvolle Wahrheit. Man muss das Gefälle von Auf- und Abwertung der beteiligten Personen oder Selbst-Anteile nicht annehmen. Man kann sie auch "vor der Tür" stehenlassen oder weggehen.

"Spirituell" verletzlich, voller Mitgefühl und Offenheit des Herzens zu leben bedeutet nicht zum Fußabtreter zu werden zu müssen für Menschen mit anderer Orientierung. Die Selbstachtung zeigt sich hier in Form von Präsenz und Integrität: manchmal mit der stillen Kraft im Schweigen (sich nicht involvieren), und manchmal mit der Kraft einer klaren Antwort (ohne rechthaberischen Drall).

Deine Arbeit ist nicht, die Welt brüllend und um-sich-tretend
in ein neues Bewusstsein zu führen.
Dein Job ist es einfach nur deine Arbeit zu tun..
Heilig, insgeheim und still...
Und diejenigen mit 'Augen die sehen und Ohren die hören',
werden antworten.


Selbstachtung für Fortgeschrittene

Selbstachtung beruht auf zwei Maßstäben:

  • die Vorstellung dessen, was man sein möchte: die eigenen Werte, die die eigene Erscheinung und das eigene Handeln im Leben ausdrücken sollen
  • das sichtbare Ergebnis, wie die Erscheinung im Leben und das Handeln diese Werte tatsächlich widerspiegelt.

Die Beurteilung des Individuums, wie weit diese beiden Komponenten übereinstimmen, entscheidet dann über das Maß an Selbstachtung. Je mehr die Komponenten übereinstimmen, desto weniger Grund gibt es, die Selbstachtung zu erniedrigen.
Die Art und Weise der Beurteilung - ob machtvoll oder nachsichtig - ist dabei ebenso ausschlaggebend wie die Frage, wieweit der erste Maßstab realistisch ist - oder eher theoretisch und perfektionistisch.

Geringe Selbstachtung

Fällt die Beurteilung vernichtend aus, gibt einem das zwar ein Gefühl von Macht und Beherrschung, aber auf Kosten eines erfüllenden Lebensgefühls. Eine ehrliche Frage an sich selbst ist hierbei, wie weit die Beurteilung fair ist gegenüber der Seele, des eigenen Wesens, des höheren Aspekts. Der grundlegend wirksame Glaubenssatz bei einer abwertenden Beurteilung ist "Sei anders!".
Spirituell gesehen lässt man das Ego die Macht ergreifen über das Höhere, statt eine Rückenstärkung des eigenen Wesens zu sein.

Eine Herabwürdigung der Selbstachtung ist immer mit einer Schuldzuweisung und einem Schamgefühl verbunden, das mehr oder weniger ignoriert, verleugnet oder gleich "mit-verachtet" wird. (Mehr zu Scham siehe unter Brene Brown, die vieles erarbeitet hat auf dem Gebiet der Ansprüche an sich selbst, Schuld und Scham.)

Projektion ist eine der Hauptstrategien, um das Gefälle aufrecht zu erhalten. Die Ansprüche werden dadurch auf andere ausgedehnt und wirken vergiftend auf jede Beziehung. Andere fühlen sich manipuliert und in ein Reaktions-Schema hinein-gedrängt - es braucht dann Selbstachtung um sich dem zu entziehen. Im Unterbewusstsein besteht dann so etwas wie ein Projektionsvertrag: "du spielst für mich die Starke, die Heldin und ich spiele für Dich den Bedürftigen".[2]

Eine ähnliche Struktur entwickelt sich auch leicht in Lehrer-Schüler-Beziehungen, wenn ein erwachter Lehrer eilig beginnt Satsang zu geben und glaubt, das Ego nun überwunden zu haben. (Mehr dazu in den Artikeln Spiritualität mit Tücken und Advaita, Satsang, Erleuchtung)

Menschen mit "Helfersyndrom" haben häufig eine geringe Selbstachtung und erleben mehr oder weniger bewusst eine Aufwertung, wenn sie Menschen mit destruktivem Verhalten helfen, dieses Verhalten zu beenden. Wenn sie depressiv oder angstvoll werden, falls sie keinen mehr haben, dem sie helfen können - dann sind sie Co-Abhängige: das heißt sie brauchen jemanden dem sie helfen können genauso wie der Gegenpart den Helfer braucht - beide haben einen Nutzen davon und kreieren einen Teufelskreis.

Gesunde Selbstachtung

Eine gesunde Selbstachtung beinhaltet realistische Maßstäbe, die nicht bestimmt sind durch die Trennung und Diskrepanz zwischen dem Verglichenen: dem, was man sein sollte, was man erstrebenswertes bei andern sieht und dem was man selbst nicht ist.
Eine gesunde Selbstachtung erlaubt Wachstum im Miteinander. Sie kann Vorbilder beinhalten, mit denen man sich liebevoll und bewundernd verbunden fühlt, auch wenn man vielleicht selbst nicht so handeln, leben kann. Da ist echte Wärme und Humor in den Beziehungen und Sichtweisen.

Aus gesunder Selbstachtung entwickelt sich im Gefühlsbereich ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Dies hat wiederum zur Folge, dass man andern vertrauen kann und sie gewähren lassen kann - man kann in sich selbst ruhen.
Ebenso entwickelt sich im Ausdrucksbereich ein gesundes Selbstbewusstsein, verbunden mit einer Portion Unbeirrbarkeit (statt Rechthaberei). Das macht (Selbst-) Wertschätzung leicht - da "bricht einem kein Zacken aus der eigenen Krone".

Bei gesunder Selbstachtung gibt es nicht viele hinderliche Dinge zu berücksichtigen und zu bedenken bei einem Handlungs-Impuls. Das Handeln wird direkt: man macht einfach, was anliegt. Selbst eine Tätigkeit aus der Kategorie "ungeliebt" verliert ihren psychisch anstrengenden Anteil. Oft hat man das Gefühl, dass die Zeit kürzer ist. Das Leben wird leichter, weil man nicht so viel Ballast in die Handlung mit hinein-schleppt. Letztendlich erlebt man sich selbst viel ursprünglicher, natürlicher.

Spirituell drückt sich gesunde Selbstachtung aus in Eigenschaften wie Geduld, Mitgefühl, Toleranz und Akzeptanz gegenüber Andersartigkeit. Es besteht eine Klarheit bezüglich der unterschiedlichen Möglichkeiten des Spirituellen und des Menschlichen. Es gibt Streben statt Ehrgeiz. Es gibt eine innere Freiheit darin, sich mit dem Möglichen zu beschränken.

Selbstachtung entsteht durch Integrität.
Integrität bedeutet, dass
das was du denkst, was für dich wichtig ist und
das was du tust, zusammenkommt.
Jedesmal wenn du deine Werte umsetzt, fühlst du dich integer.

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    Marc Pletzer Andre Loibl Martin Weiss Holger Eckstein Chris Mulzer Anne Heintze Anchu Kögl Katharina Tempel Orlando Owen Laura Seiler Peter Beer Martin und Sven Gregor Muszkiet Stefan Hiene Adrian Kubitsch Nikolaj Günter Petra Fürst Daniela Hutter Jacob Drachenberg Stephan Wießler Evelin Chudak

Weiterführendes


 (Hilfe)

Autoren

Heike W. und Stefan
Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. Original von einem (Fb-)post: Your work is not to drag the world kicking and screaming into a new awareness. Your job is to simply do your work.. sacredly, secretly, and silently... and those with 'eyes to see and ears to hear', will respond. - The Arcturians
  2. Dazu gibt es Steven Walters tollen Song "Jung's Blues" auf seiner CD "Just this Moment" : "Baby be my projection now..."
  3. in "Liebe Dich selbst" - Livestream ~43.Minute
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