Koan
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Ein Koan ist eine im chinesischen Chan- bzw. im Zen-Buddhismus kurze Anekdote, die auf den ungeschulten Laien meist vollkommen paradox, unverständlich oder sinnlos wirkt.
Den Zen-Schüler soll der Koan zum Nachdenken und Meditieren anregen. Jedes einzelne Koan trägt zur Selbstfindung bei und eröffnet uns neue und tiefere Schichten dieser Ur-Wirklichkeit.
Beispiele für Koans
Ein Mönch fragte einmal Meister Seigen:
„Was ist das Wesen des Buddhismus?“
Seigen antwortete:
„Was kostet der Reis in Roryo?“
Als Buddha einmal mit seinen Schülern spazieren ging,
zeigte er mit der Hand zum Boden und sagte:
„Es wäre gut, hier einen Tempel zu errichten.“
Daraufhin nahm Taishakuten einen Grashalm,
steckte ihn in den Boden und sagte:
„Der Tempel ist errichtet.“
Buddha lächelte.


