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Nachhaltige Kleidung

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Nachhaltige Kleidung
Beim Kleiderkauf sollte man darauf achten wie die Kleidung hergestellt wurde

Dieser Artikel sammelt Wissenswertes zu nachhaltig, verantwortungsvoll und fair hergestellter Kleidung.

Online-Shops, auf denen du nachhaltige Kleidung kaufen kannst, findest du in diesem Abschnitt des Artikels.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Aspekte

Gewohnheitstier Mensch

Obwohl heute bekannt ist, unter welchen Bedingungen unsere Kleidung hergestellt wird, interessiert es beim Kauf überraschend wenige. Den meisten Menschen geht der Blick für das weitere Umfeld ab, wenn es darum geht, seine gewohnten Entscheidungen zu ändern. Auch wenn die Perspektive umfassender geworden ist, beschränkt man sich eher leicht und schnell auf das unmittelbare Eigeninteresse.

Herstellungs-Bedingungen

Es reicht ein Blick, um sich einzugestehen, dass Super-Schnäppchenpreise nicht möglich sind, ohne dass unsere Kleidung von Kindern und äußerst schlecht bezahlten Arbeiterinnen hergestellt wird. Diese Menschen arbeiten unter Bedingungen, unter denen hiesigen Käufer sich weigern würden auch nur einen halben Tag zu arbeiten - geschweige denn mit den Fertigkeiten und der geforderten Schnelligkeit.

Während man sich im Produktions-Ort (oftmals Asien) kaum vorstellen kann, für welche Summen später die Kleidungsstücke in Deutschland bzw. im Westen verkauft werden, ist die Masse der westlichen Käufer bemüht, möglichst viel Einkommen für sich zu behalten, indem man möglichst billig einkauft. Für die Masse der kaufenden Menschen ist es leicht und bequemer, das in der Ferne-Liegende auszublenden und die Herstellungskette auf das Glied "Laden hier" zu beschränken.

Materialien

Baumwolle

Baumwolle wird gern gekauft und inzwischen für gesund und für ökologisch wertvoll gehalten. Doch wird für die Baumwollproduktion eine Unmenge an Pflanzenschutzmitteln verbraucht, da Baumwolle sehr anfällig ist. Gute Alternativen wie zum Beispiel der schnell nachwachsende Hanf sind wenig verbreitet. Die Ansprüche der Käufer liegen eher bei pflegearmer, bügelfreier und weicher Kleidung als bei Qualitäten, die natürlicher produzierte Stoffe wie Leinen und Hanf hergeben.

Alternative Hanf

Es gibt in Deutschland eine Reihe von Geschäften, die sich auf den Verkauf von Hanfprodukten spezialisiert haben. Dazu gehören zum Beispiel Kleidung, Kosmetik und Nahrungsmittel aus zugelassenen und kontrollierten EU-Hanfsorten. Diese Produkte sind aus sogenanntem "Nutzhanf" hergestellt: hier ist aus den (Cannabis-) Hanf-Pflanzen der rauscherzeugende Anteil herausgezüchtet. Nutzhanf wird in Deutschland nur wenig angebaut und eher aus Frankreich, Italien, Kanada und China importiert.[1]

Bei viele Menschen wirkt jedoch die Drogen-Prägung mit verbotenem Cannabis-Anbau in das Bild von Hanf-Kleidung mit hinein. Die Unterscheidung zu Nutzhanf ist unbekannt, mit einem "Öko-Ecken-Image" versehen oder einfach nicht vertraut. Das schmälert die Akzeptanz - was wiederum die Nachfrage stagnieren lässt.

Kleiderspenden

Sammel-Container

In vielen Köpfen spukt noch das alte Bild, dass Altkleider aus Sammel-Containern an Bedürftige hier und in andern Ländern verteilt werden. Dies entspricht nicht mehr den heutigen Gegebenheiten:

  • Neben karitativen Einrichtungen stellen auch gewerbliche Sammler Container auf, soweit Gemeinden dies nicht verbieten können. Die wenigsten Spender sind sich der Unterschiede bewusst - sie möchten auch nicht unbedingt zusätzlichen Aufwand betreiben für Nachforschungen. In diesem Artikel kann man beispielsweise nachlesen wie Altkleider-Spenden zum Geschäft werden.
  • Auch die karitativen Einrichtungen verkaufen inzwischen die Kleidung an Firmen oder Einzelhändler die sie weiter handeln. Sie erwirtschaften damit ihre eigenen Unterhalts-Kosten, aber die Zwischen- und Einzelhändler sieht man in den Dokumentationen nicht mehr mildtätig, sondern geschäftstüchtig mit Luxus-Lebensstil. Nicht alle dieser Einrichtungen geben offen Auskunft darüber, was mit den Spenden weiter passiert und wie sie sofort wieder Handelsware werden.
  • 10% der Kleider-Spenden sind nicht mehr zu tragen und Lumpenware, die in Deutschland nur noch sehr selten verarbeitet wird (am bekanntesten für Lumpenherstellung ist Bethel). Die Verarbeitungsmöglichkeit von Lumpen (wie z.B. zur Papierherstellung) ist weitgehends in Vergessenheit geraten, unwirtschaftlich geworden oder durch den hohen Synthetik-Anteil zu aufwändig für eine zweckentsprechende Sortierung.
  • Die oberen 10% Altkleider sind so gut wie neu und der große Rest wird als Ballenware weiter verkauft. Die Masse geht nach Osteuropa, oder nach Afrika, wo sie oft den örtlichen Herstellermarkt mit seinen Arbeitsplätzen ruinieren. In manchen Ländern und Gebieten hat der Second-Hand-Markt die Kleidungsindustrie fast vollständig ersetzt, was aber nicht heißt, dass diese Kleidung deshalb günstiger wäre. Es heißt eher, dass die Menschen kein Arbeitseinkommen mehr haben um die ursprünglich mildtätig gespendete Second-Hand-Kleidung zu kaufen.

Positive Aspekte der Kleiderspende sind trotz allem

  • Schonung der Umwelt und Ressourcen durch Weiterverwendung
  • Arbeitsplätze im Vertrieb und Finanzbeitrag für die Kosten karitativer Organisationen
  • Generell wird gerade die Kleidung aus Europa bevorzugt, weil die Billigproduktionen aus Fernost zu schlecht produziert sind. Damit wird der Markt für minderwertige Ausbeutungsware klein gehalten.
  • Die aufgestellten Container halten ein Bewusstsein präsent für Menschen, die nicht unbeschwert Kleidung kaufen können, verweisen auf die Möglichkeit zum Weitertragen und Wiederverwertung. Sie bieten eine leichte Lösung an, seine Kleidung in den Zyklus zu geben statt in den Restmüll.

Mehr zum Thema auch hier: Zahlen, Daten, Fakten zur Secondhand-Branche - Blick auf eine Wachstumsbranche

Second-Hand Kleidung

Eine Alternative zu Sammel-Contaiern sind Kleiderringe, private Kleidertausch-Treffen (z.B. über Soziale Netzwerke organisiert) und Geschäfte welche direkt weiterverkaufen.

Eine der größeren Geschäfte ist zum Beispiel Humana, doch in unseren Breiten hat Second-Hand Kleidung häufig einen schlechten Ruf. Das verändert sich jedoch in den letzten Jahren durch die Thematisierung von Nachhaltigkeit und Ökologie. Für Mode-Stile der Vergangenheit wächst das Interesse im Second-Hand, aber auch bewusste Konsumenten suchen die Läden auf, neben den weniger gut Situierten.

Einige Second-Hand-Möglichkeiten:

Nachhaltige Hersteller und Vertriebe

Waschbär - Der Umweltversand

Glore

Glore steht für "Globally responsible fashion" und bietet hochwertige Mode, die im Einklang mit Mensch und Natur hergestellt wird.

Glore führt internationale Labels, die sich durch schöne Styles ebenso auszeichnen wie durch Respekt vor den Menschen, die sie produzieren und Rücksicht gegenüber der Natur, die die Rohstoffe liefert.

Laut Eigenaussage nimmt Glore nur Labels auf, für die "fair" mehr ist als ein Verkaufsargument - nämlich ein handfester Bestandteil der täglichen Produktion nachhaltiger Kleidung.

Die Glore-Website (mit Onlineshop) findet man unter glore.de.

Veja-Schuhe

Veja ist ein Hersteller von Sneakern, die in Fairtrade-Produktion in brasilianischen Kleinbetrieben hergestellt werden.

Der Ursprung der Veja-Philosophie liegt in der Frage: "Ist eine andere Welt möglich?"
Seit 2005 beweist Veja, dass eine neue Art des Denkens und Handelns auch beim Turnschuh-Konsum möglich ist. Gründer von Veja sind die beiden Franzosen Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion.

Die Sneaker aus brasilianischer Bio-Baumwolle und Bio-Leder mit Amazonas-Kautschuk-Sohlen werden in kleinen Betrieben in Brasilien unter Fairtrade-Bedingungen produziert. Die Kautschuk-Gewinnung hilft weitere Abholzung des Regenwaldes zu verhindern. Veja bietet stylische 70'er Retro-Ästhetik oder auch modernes Design.

Das junge französische Brand ist so erfolgreich, dass die Produktion nicht hinterher kommt. Insbesondere in Frankreich selbst sind die Veja-Sneaker auf dem besten Weg den gängigen "unfair" produzierten Sneakers ernsthafte Konkurrenz zu machen.

Gründe für den Kauf von Veja-Schuhen:

  • Bio-Baumwolle aus Brasilien
  • Pflanzlich gegerbtes Leder - Chromfrei
  • Naturkautschuk aus dem Amanzonas-Gebiet - dem Kautschuk-Ursprungsland
  • Fairtrade-Produktion in brasilianischen Kleinbetrieben
  • Zusammenarbeit mit der NGO Esplar

Veja-Sneaker gibt es beispielsweise in den Glore-Läden oder im Glore-Onlineshop.

Die offizielle Website von Veja erreicht man unter veja.fr.

Weiterführendes

Artikel

Filme

Weblinks

  • Lichterleben - Spiritueller Shop für Kleidung und Wohn-Accessoires (Feng Shui, Blume des Lebens etc.)  Thumbs up font awesome.svg Bleistift.png
  • Vivanda - Fair produzierte und vertriebene Produkte, die hohen ökologischen Anforderungen gerecht werden  Thumbs up font awesome.svg Bleistift.png
  • Waschbär - Der Umweltversand - Naturmode, Naturkosmetik, Öko-Haushalt, Babyshop uvm.  Thumbs up font awesome.svg Bleistift.png
  • Fairtrade-Kleidung auf Amazon Bleistift.png
  • de.wiki-products.org - Transparente Informationen über Produkte und Dienstleistungen - mit Beleuchtung von sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Aspekten Bleistift.png
  • monagoo.com - Online-Shop der für Nachhaltigkeit und Transparenz steht Bleistift.png
  • naturtextil.de - Verband der sich für eine ökologische und sozial verantwortliche Textilproduktion einsetzt Bleistift.png
  • shuuz.de - Gebrauchte Schuhe einschicken und damit Geld verdienen oder spenden Bleistift.png

 (Hilfe)

Autoren

Stefan (22), Heike W. (4) und Jonas (2)  Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. Hanfprodukte - Häufige Fragen
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