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Homöopathie

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Homöopathie
Homöopathische Mittel regen feinstoffliche menschliche Ebenen an

Die Homöopathie ist eine weit verbreitete und zunehmend anerkannte Heilmethode.

Die Grundlage der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel, die besagt dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird. Bei der Homöopathie werden körperliche und seelische Beschwerden also mit einem Mittel geheilt, das beim Gesunden ähnliche Symptome hervorruft, wie die Krankheit selbst.

Die in der Homöopathie verwendeten Substanzen liegen in potenzierter (= verdünnter und aktivierter) Form vor. Das heißt, die feinstoffliche Wirkung ist um das mehrfache erhöht gegenüber dem sinkenden stofflichen Anteil.

Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt auf der "klassischen" Homöopathie. Ergänzend werden weitere homöopathische Methoden angesprochen.

Wichtige Hinweise

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Wenn gravierende gesundheitliche Probleme vorliegen und/oder eine professionelle Therapie gewünscht ist, sollte die Homöopathie von einem Homöopathen (Arzt) oder homöopathisch ausgebildeten Heilpraktiker durchgeführt werden.
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Wie jede Behandlungsart hat auch die Homöopathie ihre Grenzen. Wenn anhaltende Beschwerden vorliegen, sollte eine (andere) medizinische Behandlung erfolgen oder hinzugezogen werden.

Einführung

Die Homöopathie ist eine der bekanntesten Methoden der sogenannten "ganzheitlichen Medizin". Die hier verwendeten Mittel wirken nicht primär auf der stofflichen sondern vor allem auf der feinstofflichen Ebene.

Homöopathische Arzneimittel können aus jeder beliebigen Substanz hergestellt werden. Als Ausgangsstoffe sind Pflanzen und Mineralien naheliegend. Doch auch aus Giftstoffen, Muttermilch und tierischen Substanzen (beispielsweise Sepiaschale) werden Homöopathika hergestellt.

Die angewendeten Mittel werden nach den Vorschriften der Pharmazie und der homöopathischen Lehre produziert. Homöopathika müssen als homöopathische Arzneimittel zugelassen werden. Wenn keine Indikation (Einsatzgebiet) angegeben wird, kann das vereinfachte Zulassungsverfahren für homöopathische Arzneimittel gewählt werden.

Wegen dem bislang fehlenden wissenschaftlichen Beweis der Wirksamkeit steht auf den Beipackzetteln und Verpackungen nur: "Homöopatisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer Indikation (Einsatzgebiet)."

Geschichte

Der Begründer der Homöopathie ist Samuel Hahnemann. Er unternahm 1790 seinen ersten Selbstversuch mit Chinarinde. Hahnemann bemerkte, dass die Symptome bei Einnahme von Chinarinde in größeren Mengen die gleichen waren wie die Symptome des Wechselfiebers (Malaria).

Seine Ergebnisse veröffentlichte er 1796. In seiner Arbeit beschrieb Hahnemann die Ähnlichkeitsregel, die die Grundlage der Homöopathie ist. Deshalb gilt 1796 als das eigentliche Geburtsjahr der Homöopathie.

Ähnlichkeitsregel

Die Ähnlichkeitsregel ist die Grundlage der Homöopathie. Auf Latein lautet sie: „Similia similibus curentur“. Auf Deutsch bedeutet das:
Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.

Die Ähnlichkeitsregel schlägt sich auch im Wort „Homöopathie“ selbst nieder. Es kommt aus dem Griechischen, „homoion pathos“, und bedeutet „ähnliches Leiden“. Die Homöopathie heilt also Krankheiten mit einer Arznei, die beim Gesunden ähnliche Symptome wie die Krankheit hervorruft.

Wirkungsweise

Die Homöopathie findet mittlerweile eine breite Anerkennung und ist auch in Medizinerkreisen weitgehend akzeptiert. Die Wirkungsweise homöopathischer Mittel ist jedoch wissenschaftlich bisher (Stand Juli 2015) nicht belegt und nach wie vor umstritten.

Deshalb möchten wir dir hier einen Erklärungsansatz vermitteln:

Kritiker gehen davon aus, dass einzig stoffliche Substanzen eine Wirkung haben. Demgemäß bemängeln sie, dass die Homöopathie viel zu wenig Substanz enthält, um überhaupt wirksam zu sein. Befürworter der Homöopathie gehen von einem ganz anderen Wirkmechanismus aus:

Das ganzheitliche Verständnis der Wirksamkeit der Homöopathie basiert auf der Annahme, dass jede Substanz grob- und feinstoffliche Elemente beziehungsweise Aspekte enthält. Vermindert man nun im homöopathischen Herstellungsprozess die feststofflichen Anteile des Ausgangsmaterials, dominieren die feinstofflichen Anteile, die nun mit dem Anwender stärker in Resonanz gehen können.

Resonanz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Körper wieder an die "gesunden", also harmonischen Frequenzen erinnert wird, die er so leichter aufrechterhalten kann.

Durch das Verschütteln oder Verreiben übertragen sich die Frequenzen des Ausgangsmaterials von einer Potenzierungsstufe zur nächsten auf das damit vermischte Wasser oder Pulver. Die feinstoffliche Wirkung der Mittel soll auf diese Weise verstärkt werden.

So gibt es verschiedene "Potenzen" (= Verdünnungs- beziegungsweise Aktivierungsgrade), durch die man jeweils individuell das gewünschte Verhältnis von grob- zu feinstofflich wählen kann. Dementsprechend wird die Wirkungsebene angesprochen. Zum Beispiel nimmt man bei stumpfen (Stoß-)Verletzungen eine niedrige Potenz wie D6 oder D12, die auf der körperlichen Ebene die Selbstheilung anregt. Bei Schwierigkeiten, die in der Psyche oder geistigen Ebenen ihren Ursprung haben, werden eher höhere Potenzen benutzt, die die entsprechend feinstofflichere menschliche Ebene anregen.

Beispiele

Ein schönes Beispiel für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel ist die Tiermedizin und auch die Behandlung von Babies und Kleinkindern. Im Gegensatz zu den Erwachsenen können diese sich die Verbesserung ihres Zustandes nicht einbilden.

Verängstigte Tiere, die Misshandlungen ausgesetzt waren und nun ein neues, liebevolles Zuhause bekommen. Oft sind die Ängste immer noch stark spürbar und die Tiere verhaltensauffällig. Durch den Einsatz von Homöopathie können diese Tiere sich leichter entspannen und ihr Trauma verarbeiten. Dies ist für den Tierhalter zumeist deutlich sichtbar und spürbar.

Selbst wenn es sich - wie oft behauptet - beim Therapieerfolg Erwachsener um "Einbildung" (Placebo) handeln sollte, wäre auch dies ein durchaus erwünschter Erfolg, weil der ursprünglich belastende Zustand nicht mehr wahrgenommen wird und sich der Focus geändert hat auf Gesundung.

Aus diesem Zusammenhang hat sich beispielsweise der Bereich der Placebotherapie entwickelt, der genau auf diesem Prinzip aufbaut. Diese Methode wird unter anderem dann eingesetzt, wenn es keine wirksamen Medikamente für eine Erkrankung gibt. Die Placebotherapie gilt in Fachkreisen (vor allem aus moralischen Gründen) als umstritten.

Arzneimittelbild

Welche Arznei zu welcher Krankheit passt, wird in den Arzneimittelprüfungen festgestellt. Diese wird allerdings anders als in der Schulmedizin an gesunden Personen durchgeführt. Es wird genau notiert, welche Veränderungen und Symptome die jeweilige Person nach der Einnahme bekommt. So entsteht das „Arzneimittelbild“, das umfassend die Wirkung einer Arznei beschreibt.

Homöopathische Behandlung

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Um das richtige Arzneimittel für die jeweilige Krankheit und Person zu finden, ist es wichtig sich eingehend mit sich und der Krankheit zu beschäftigen. Dies sollte man am besten zusammen mit einem homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker tun.

Es wird viel Zeit aufgewendet, um das passende Mittel individuell zu bestimmen. Dabei geht der Heilpraktiker nicht nur auf die Symptomatik der Krankheit ein. Er befasst sich auch mit den Vorlieben, Abneigungen, Besonderheiten und mit dem persönlichen Befinden des Patienten. Bei der Fallaufnahme ist es außerdem wichtig, wann sich die Symptome verschlimmern und wann sie sich verbessern (beispielsweise morgens/abends, vor oder nach dem Essen, bei Wärme/Kälte).

In der Homöopathie wird der Mensch somit als Ganzes betrachtet und nicht als Ansammlung seiner Symptome. Am Ende der Fallaufnahme verordnet der Heilpraktiker oder Homöopath dann das Mittel, das individuell zum jeweiligen Patienten passt.

Selbstbehandlung

Die Homöopathie eignet sich ansatzweise auch zur Selbstbehandlung. Auch hierbei ist es wichtig in sich hinein zu hören, um so viele Einzelheiten seiner Krankheit wie möglich zu erfassen. Idealer Weise werden hier Mittel angewandt, die mehr auf das erkrankte Organ und seine Funktion wirken.

Für die Selbstbehandlung verwendet man vor allem die Tiefpotenzen, wie D3, D4, D6 und D12. Sie sind für die Anwendung in akuten Situationen geeignet. Da in den Beipackzetteln häufig keine Dosierungen angegeben sind, sollte man sich auch als Laie etwas näher in die Thematik einarbeiten, bevor man mit der Einnahme beginnt.

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Zur Selbstanwendung eignen sich vor allem die niedrigeren Potenzen von D2 bis D30. Höhere Potenzen, die nicht auf das individuelle Beschwerdebild passen, können massive Nebenwirkungen zur Folge haben!

Darreichungsformen

Homöopathische Arzneimittel gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen:

  • Verreibungen (in Tablettenform), auch Triturationen genannt
  • Verschüttelungen, auch Dilutionen genannt
  • Globuli.

Potenzierung

Homöopathische Arzneimittel gibt es in verschiedenen Potenzen, zum Beispiel D2, D6, C2. Die Potenzierung geschieht durch die Verschüttelung der Urtinktur oder Stammlösung einer Ausgangssubstanz.
Die Buchstaben bedeuten jeweils eine 10er-Stufe der Potenz:

  • Der Buchstabe "D" bedeutet, dass das Arzneimittel 1 zu 10 verdünnt ist, also 1 Teil Arzneistoff mit 9 Teilen Hilfsstoff. Dies geschieht per Verreibung oder Verschüttelung, indem man den Hilfsstoff in je 3 gleichen Teilen während des Herstellungsprozesses zugibt.
  • Der Buchstabe "C" bedeutet, dass das Arzneimittel 1 zu 100 verdünnt ist.
  • Bei der Höchstpotenz (Q- oder LM-Potenz) beträgt das Verhältnis 1 zu 50.000.

Die Zahl hinter dem Buchstaben gibt an wie oft dieses 10er-Verhältnis potenziert wird.

Beispiel was D2 bedeutet:

  • "D" bedeutet 1 zu 10.
  • "2" bedeutet, dass 1 zu 10 einmal mit sich selbst multipliziert wird - mathematisch ausgedrückt: (1:10)2. Das Verhältnis von D2 beträgt also 1 zu 100.

Beispiel was C3 bedeutet:

  • "C" bedeutet 1 zu 100
  • "3" bedeutet, dass 1 zu 100 drei mal mit sich selbst multipliziert wird - mathematisch ausgedrückt: (1:100)3. Das Verhältnis von C3 beträgt also 1 zu 1.000.000 (in Worten: eins zu einer Million).

Durch den Vorgang des Potenzierens wird die Wirkung des Ausgangsmaterials verstärkt. Das heißt je höher die Potenz des Arzneimittels ist, desto stärker wirkt es.

Die Hilfsstoffe bei einer Verreibung sind Milchzucker (Lactose) und Weizenstärke. Die Verreibung wird nach der Herstellung zu Tabletten gepresst.
Bei einer Dilution wird ein Alkohol-Wasser-Gemisch verwendet.
Globuli bestehen aus Rohrzucker/Saccharose.

Abgrenzung zu anderen homöopathischen Mitteln und Methoden

Das Hauptgebiet der Homöopathie ist die so genannte "Klassische Homöopathie", wie sie hier beschrieben ist. Sie darf nur von Ärzten und Heilpraktikern angewendet werden. Aus dem Prinzip der Potenzierung heraus haben sich viele weitere Methoden entwickelt.

Unterarten der Homöopathie

  • Komplexhomöopathie: hier werden verschiedene Mittel kombiniert gegeben. Diese Mittel sind zumeist bereits von den Herstellern einnahmefertig hergestellt. Die Mittel können häufig auch ohne homöopathische Befunderhebung angewendet werden und sind in Apotheken rezeptfrei erhältlich.
  • Kreative Homöopathie nach Antonie Peppler: hier wird die Hochpotenzhomöopathie mit der Komplexhomöopathie verbunden. Sie wird vor allem dazu genutzt, den Menschen nicht nur von seinen Krankheiten zu befreien sondern ihn auch zu Eigenverantwortlichkeit, Lebensfreude und der Entwicklung seiner Persönlichkeit zu führen.
  • C4 Homöopathie: hier werden die Mittel über die Potenz C3 hinaus bis zur C4 verrieben und angewendet. Dadurch soll sich eine weitere Wirkebene erschließen, die die klassische Homöopathie vervollständigt.
  • Nosoden: Nosoden sind Homöopathika, die im Allgemeinen als Ampullen beziehungsweise als Tropfen vorliegen. Sie werden aus körpereigenen Substanzen, Giftstoffen oder auch aus Bakterien, Erregern oder Teilen von Erregern hergestellt. Nosoden können in der (feinstofflichen) Diagnostik eingesetzt werden und in der Therapie. Als Therapeutikum nutzt man sie entweder als reinen Impulsgeber (Einschwingen in das Energiesystem des Menschen) oder nimmt sie ein. Letzteres gilt vor allem für die so genannten Autonosoden, die individuell aus eigenem, eingeschickten Körpermaterial bestehen (Stuhl => Darmbakterien, Blut, Placenta und vieles mehr).

Artverwandte Methoden

  • Isopathie: die Isopathie nutzt die Wirkung einer leichten Potenzierung der Ausgangsstoffe, setzt aber auch auf eine biochemische Wirkung. Hier gilt weniger das Ähnlichkeitsprinzip als das "Gleichheitsprinzip" ("Gleiches mit Gleichem behandeln"). Typische isopathische Mittel werden hergestellt aus Bakterien, Pilzen und organischen Säuren. Zu den bekanntesten Herstellern gehören Stand 2015 die Sanum-Kehlbeck GmbH und die Meckel-Spenglersan GmbH.
  • Schüßler-Salze: diese liegen in den Potenzen von D3 bis D12 vor. Es handelt sich hier ausschließlich um potenzierte Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese werden dem Körper zur Unterstützung angeboten und sollen (auch) zur Verbesserung der jeweiligen Aufnahme des Minerals dienen.
    Im Gegensatz zur klassischen Homöopathie sind hier auch biochemische Reaktionen im Körper erwünscht. Deshalb werden idealerweise keine Globuli, sondern die größeren Milchzuckertabetten verwendet. Die Anwendung von Schüßler-Salzen ist sehr gut zur Selbstanwendung geeignet und auch in den freien Gesundheitsberufen.
  • Bachblüten: diese Essenzen dienen vor allem der Balance seelischer Zustände. Bei den Bachblüten spricht man nicht von Potenzen, da hier die Verdünnungsgrade nach rechtlich nicht-spezifizierten Kriterien vom Therapeuten oder Anwender selbst hergestellt werden.
    Die Bachblütentherapie zählt rechtlich zu den homöopathischen Arzneimitteln und darf nur von Ärzten und Heilpraktikern verordnet werden.
  • Blütenessenzen: Bachblüten, die nicht nach homöopathischen Regeln potenziert, sondern lediglich verdünnt wurden. Sie dürfen auch in den freien (nicht-medizinischen) Gesundheitsberufen angewendet werden.

Weiterführendes

Literatur

Weblinks


 (Hilfe)

Autoren

Ina, Stefan, Heike W. und Bot
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