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Gerald Hüther

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Gerald Hüther
Gerald Hüther (Fotografin: Franziska Hüther)

Prof. Dr. Gerald Hüther ist ein bekannter deutscher Neurobiologe, Autor und Vortragsredner zu verschiedensten sozialpolitischen Themen.

Die Schwerpunkte seiner Öffentlichkeitsarbeit sind Hirn-biologische Mechanismen im Zusammenhang mit Lernen und Erfüllung im Leben, sowie das dringende Anliegen, das derzeitige Schulsystem an seine Erkenntnisse anzupassen.

Inhaltsverzeichnis

Zur Person

Prof. Dr. Gerald Hüther wurde 1951 in Emleben (Thüringen) geboren und war bis 2013 Professor einer eigenen Einrichtung, die der Universität Göttingen angeschlossen ist. 2014 hatte er als Sabbat-Jahr angekündigt, einen Rückzug zwecks weiterer Forschung und Neuorientierung. Seit 2015 tritt er wieder mit gezielten Projekten in die Öffentlichkeit.

Gerald Hüther erwarb seinen Doktortitel in Biologe mit dem Schwerpunkt Tierphysiologie. Danach führte er experimentelle Arbeiten am Nervensystem von Insekten durch, anschließend tier-experimentelle Untersuchungen zur Beeinflussbarkeit der Hirnentwicklung durch metabolische und äußere Rahmenbedingungen am MPI für experimentelle Medizin in Göttingen.

Seine Professur erhielt er in Medizin, mit dem Lehrbereich Neurobiologie. Seine späteren Forschungen betrieb er an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen.

Studien und Grundlagenforschungen, an denen er beteiligt war (Auszug) sind:

  • Hirnfunktionsstörungen (auch zur Aufmerksamkeits-Defizit-Störung ADHS)
  • Tier-experimentelle Studien über den Einfluss von Ernährungs-Faktoren auf die Ausreifung und Funktion des Gehirns
  • Forschungen zu Gehirnbotenstoffen (Neurotransmittern[1]), mit Hormon-Regulation wie des "Schlaf"- Hormons Melatonin, von "Glücks"-Hormonen (Serotonin, Dopamin), Schilddrüsenhormonen, Stresshormonen (Nor- und Adrenalin), Immun-Gewebshormonen (Histamin).
  • Untersuchungen
    • zu den Auswirkungen psychischer Belastungen auf die Hirnentwicklung
    • über die Wirkungsmechanismen psycho-pharmokologischer Behandlungen und den Einfluss von Psychopharmaka auf die Ausreifung von Botenstoff-Systemen während der Hirnentwicklung
    • zum Einfluss von Angst und Stress auf die Ausreifung und Gestaltung der Gehirnstruktur
    • zur Bedeutung emotionaler Reaktionen bei Lernprozessen und der neurobiologischen Verankerung von Erfahrungen.

Professor Hüther wurde irrtümlich auch schon als Mediziner oder Psychiater bezeichnet, er ist jedoch „nur“ Biologe und (medizinischer) Hirnforscher.

Ziel meiner Aktivitäten ist die Schaffung günstigerer Voraussetzungen
für die Entfaltung menschlicher Potenziale,
speziell im Bereich Erziehung und Bildung
sowie auf der Ebene der politischen und wirtschaftlichen Führung.

Gerald Hüther[2]


Einen detaillierten Lebenslauf von Gerald Hüther findet man hier.

Ziel: Reformation von Schule und Gesellschaft

Wie Gerald Hüther von sich sagt, gilt seine besondere Leidenschaft der Potentialentfaltung insbesondere in Schulen. Als Grundlage zur Reformierung des Schulsystems dienen ihm die neurobiologischen Erkenntnisse über die Lernfähigkeit des Gehirns, sowie die Grundbedingungen, die nötig sind um diese Lernfähigkeit optimal entfalten zu können.

All seine Aktivitäten seien letztlich darauf ausgerichtet, die Beziehungskultur in unseren unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen so zu verändern, dass sie auf Potentialentfaltung ausgerichtet sind.[3]

Als Lehrer der offenen Studienplattform Iversity im Bereich "Schule im Aufbruch" hat Hüther speziell zu diesem Thema seit April 2015 den mehrwöchigen Online-Kursus "Meine Schule reformieren - ein Reiseführer" angeboten.

Wiederkehrende Aussagen

Innerhalb seiner Vorträge wiederholt Gerald Hüther immer wieder bestimmte Aussagen. Hier einige davon in frei zitierter Form:

Gehirn-Funktionalität

Prof. Dr. G. Hüther
(Fotograf: Josef Fischnaller)
  • "Bei der Geburt sind wir mit einem Gehirn "ausgestattet", mit dem man alles kann."
  • "Kinder kommen mit einer unglaublichen Offenheit zur Welt, mit einem Gehirn, was so viele Verschaltungen anbietet, weil es eben keine genetischen Programme gibt, die wüssten wie ein menschliches Gehirn zu nutzen wäre."
  • "Unser Gehirn ist bis ins hohe Alter lernfähig."
  • "Verbundenheit und Wachstum sind tief verankert in unserem Gehirn. Das Wachstum als Erwachsener löst unser Gehirn durch weitere Verknüpfungen und Verschaltungen."
  • "Lernen ist ohne Emotionen (kaum) möglich. Je größer die positiv empfundenen Emotionen beim Lernen sind, desto besser lernen wir."

Sozialisation

  • "Unsere Gene sind NICHT verantwortlich für alles was schief läuft mit uns. Unsere Gene sind veränderbar. Die große Wende ist, dass wir für unser Leben selbst die Verantwortung übernehmen müssen."
  • "Haltungen entstehen durch Erfahrungen."
  • "Wir sind in der Lage umzudenken."
  • "Es kommt keiner von uns als Konsument zur Welt. Es kommt keiner von uns als brutaler, rücksichtsloser Egozentriker zur Welt. Sondern das muss irgendwie entstehen. Es entsteht viel viel früher als wir bisher gedacht haben. Die Kinder richten sich nach dem, der erfolgreich ist. Kinder werden so wie wir."

98 Prozent unserer Kinder sind hochbegabt.
Nach der Schule sind es nur noch 2 Prozent.

Gerald Hüther

Motivation

  • "Um Menschen zum Lernen zu motivieren bedarf es drei Aspekte. Wir sollten den Lernenden:
    • einladen
    • ermutigen
    • inspirieren."
  • "Wirkliches Lernen geht nur mit Begeisterung. Es muss einem was "unter die Haut" gehen. Es muss uns im Herzen erregen."
  • "Es gibt nur zweierlei, was Menschen benötigen um ihre Potentiale zu entfalten, was wir schon im Mutterleib erfahren:
    • Verbundenheit / Ich gehöre dazu
    • Wachstum / Ich wachse"
  • "Wenn wir nicht gleichzeitig verbunden und frei seien können, dann leiden wir."
  • "Wenn ein Kind auf die Welt kommt hofft es, dass da draußen etwas zu entdecken und zu gestalten gibt. Es will wachsen. Es will zeigen, dass es was kann. Es will Aufgaben finden, an denen es wachsen kann. Es will autonom und frei werden."

Sonstiges

Aktuelle Hinweise und Ankündigungen gibt es auf seiner Facebook-Seite. Ausführungen zu seinem Anliegen, seiner Arbeit, seinen Zielen gibt es hier auf seiner Website.

Die heutige Wirtschaftswelt basiert auf Wachstum statt auf Ethik –
dadurch werden Menschen gefördert, die funktionieren,
aber nicht mehr sie selbst sind.

Gerald Hüther


Privater Hintergrund

Ende der 1970er flüchtete Gerald Hüther aus der damaligen DDR.

Hüther ist in zweiter Ehe verheiratet und hat 3 Kinder. Sein Sohn ist aus erster Ehe, die anderen beiden Kinder sind Töchter, die er mit seiner jetzigen Ehefrau bekommen hat. Mittlerweile sind alle drei Kinder schon erwachsen.[4]

Initiativen

Hüther unterstützt folgende Initiativen:[5]

Weiterführendes

Literatur

Videos

Audio

Weblinks

  • akademiefuerpotentialentfaltung.org - Die Akademie unterstützt Potentialentfaltungs-Gemeinschaften und dient der Verbreitung von Erfahrungswissen aus solchen Lebensgemeinschaften Bleistift.png
  • gerald-huether.de - Offizielle Website von Gerald Hüther, mit Hörproben, sowie Erläuterungen, was ihm wichtig ist Bleistift.png
  • iversity.org - iversity-Kurs mit Gerald Hüther: Meine Schule transformieren – ein Reiseführer Bleistift.png
  • kulturwandel.org - Initiative von Gerald Hüther und Sebastian Purps über Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen Bleistift.png
  • schulen-der-zukunft.org - Initiative von Gerald Hüther und Daniel Hunziker für eine Kultur der Potentialentfaltung an allen Schulen im deutschsprachigen Raum Bleistift.png

 (Hilfe)

Autoren

Bernd (22), Heike W. (13) und Stefan (8)  Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. "monoaminerge" Systeme = eine Gruppe von Neurotransmittern, Botenstoffe des Gehirns
  2. http://www.gerald-huether.de/populaer/ueber-gerald-huether/wofuer-ich-arbeite/index.php
  3. aus seiner Personenbeschreibung der Iversity-Studienplattform
  4. http://www.gerald-huether.de/populaer/ueber-gerald-huether/wie-ich-lebe/index.php
  5. http://www.gerald-huether.de/initiativen/index.html
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