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Fossile Energien

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fossile Energien
Die Energieversorgung der Vergangenheit?

Fossile Energien sind Energieträger die im menschlichen Maßstab gesehen nicht nachwachsen. Zu den fossilen Energieträgern gehören Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl[1].

Unser Energiebedarf wird derzeit noch zu circa 80 Prozent aus fossilen Energieträgern gedeckt. Der Umbau hin zu erneuerbaren Energien ist jedoch in vollem Gange.
Dieser Wandel ist ein logisches Muss, da

  • die fossilen Energieträger immer knapper werden
  • der weltweite Bedarf an Energie weiter steigen wird.

Facts zu fossilen Energien

Einige Facts zum Thema Fossile Energien, die zum Nachdenken anregen:

  • Im Zuge der Nutzung fossiler Energie fand eine örtliche Entkopplung zwischen Energieverbrauch und Energieerzeugung statt. Die Energie wird überall verbraucht, wo Menschen leben und arbeiten. Gefördert wird fossile Energie dagegen nur in sehr wenigen Ländern. Dadurch entstand eine Abhängigkeit der ganzen Welt von den Förderländern. Da die fossilen Energien immer knapper werden ist diese Situation laut Hermann Scheer existenzbedrohend.
  • Bei herkömmlichen Verbrennungskraftwerken wird die Abwärme im heißen Kühlwasser nicht genutzt. Sie entweicht wirkungslos in den Fluss, das Meer oder die Luft.
  • Die übermäßige Nutzung von fossilen Energien wird von vielen Menschen als einer der Hauptgründe für den Klimawandel gesehen.

Kohle

In Deutschland existieren 25 Kohlekraftwerke (Stand: Ende 2010). 2014 gab es Bestrebungen, wieder neue Kohlekraftwerke zu bauen (zum Beispiel in Hamm/Westf.) - was aber nach vehementem Widerstand ausgesetzt wurde.

Kohlendioxid

Ein Kohlekraftwerk mit Kohlendioxidspeicherung zu betreiben erzeugt jährlich Mehrkosten von ca. 150 Millionen Euro [2]. Die Speicherung von CO2 wirft dabei die gleichen (ungelösten) Fragen auf wie die Atommüll-Endlagerung: Wie kann der Schadstoff sicher gelagert werden? Wie kann verhindert werden dass er über Tausende von Jahren nicht in die Umwelt gelangt?

Quecksilber

Viele Menschen wissen nicht, dass Kohlekraftwerke auch die Hauptquelle von Quecksilber im Körper ist. Folgendes wurde zum Beispiel in WDR-Westpol vom 26.4.15 "Quecksilber aus Kohlekraftwerken" berichtet:
Laut Greenpeace stammen 70 Prozent des Quecksilbers aus den Schloten von Kohlekraftwerken, davon allein 50 Prozent aus Braunkohlewerken und die restlichen 20 Prozent aus Steinkohlekraftwerken.

Die amerikanischen Grenzwerte betragen mit 1,4 Mikrogramm pro Kubikmeter Ausstoß bei Steinkohle und 4,1 Mikrogramm nur einen Bruchteil der deutschen Grenzwerte von jeweils 30 Mikrogramm. Die Amerikaner verwenden - im Gegensatz zu den Deutschen - vielfach eine einfache und preisgünstige Filtertechnik, die vom Kölner Ingenieur Prof. B. Vosteen entwickelt wurde. In USA war die Gefährlichkeit von Quecksilber viel höher eingestuft worden und diese Technik hoch willkommen. In der EU gibt es zum Teil gar keine Grenzwerte und der Deutschen wurden bisher durch die Kohlelobby vereitelt, mit dem Hinweis, dass die hiesigen Grenzwerte doch eingehalten würden.

Das Quecksilber wandert in den Wolken, regnet ab und wird in Gewässern von Fischen aufgenommen - selbst in Aqua-Kulturen. So gelangt es in die Nahrungskette der Menschen und verursacht eine gestörte Gehirnentwicklung. Das führt dann zu sinkendem Intelligenzquotienten, weil durch die gehemmte Flexibilität der Nervenzellen die Gehirnstruktur nicht ausgebildet werden kann.[3]

Im WDR-Westpol "Quecksilber im Speisefisch" vom 5.10.15 waren überraschend hohe Werte in deutschen Speisefischen gefunden worden, die den Aquakultur-Züchtern im Grünen unerklärlich waren: von 14 Proben lagen nur zwei innerhalb der deutschen Umweltsqualitätsnorm von 20 Mikrogramm, zwei (Bodensee-Aal und Rhein-Zander) lagen sogar an der Obergrenze zum Verkaufsverbot bei 500 Mikrogramm. Fleisch von Weidetieren wird eine geringere Ursache zugewiesen.

Quecksilber hemmt bestimmte Enzyme, was zu Gedächtnisstörungen führen kann. Im Falle von Vergiftung führt es zu Erbrechen und Durchfall (zum Beispiel auch, wenn Energiesparlampen zerbrechen und man beim Auffegen die Dämpfe einatmet oder zum Beispiel auch ein überdosiertes ayurvedisches Schwermetall-Medikament einnimmt). Gemäß einer Studie mit Haarproben von Kindern aus 17 Ländern sei der Gehalt bei deutschen Kindern sehr gering und den bekannten Quellen Amalgam-Zahnfüllungen, Leuchtstoffröhren und quecksilberhaltigen Haarfärbemitteln wird weniger schädigender Einfluss zugewiesen als Fisch.

Erdöl

Erdöl liegt fast jedem Aspekt unseres Lebens zugrunde.
Beispiele von Dingen die nur durch Erdöl möglich sind:

  • Plastik (z.B. als Verpackung und in Kleidung)
  • Kosmetik- und Drogerie-Artikel (z.B. Zahnpasta und Duschgel)
  • Mobilität beruhend auf Verbrennungsmotoren

Eine Auflistung von Produkten und wie viel Erdöl sie beinhalten:[4]

  • Fernbedienung: 0,1 Liter Erdöl
  • Telefon: 0,2 Liter Erdöl
  • Fernseher: über 2 Liter Erdöl

Weitere Facts zum Thema Erdöl:

  • Europa verbraucht 20 % der weltweiten Ölproduktion, stellt aber selbst nur 0,4 % her.[5]
  • Über 40 Länder auf dieser Welt geben mehr für den Import von Öl aus als sie durch ihren gesamten Export einnehmen (Stand: Ende 2010) [2]. Diese Länder sind zum Teil sehr arm, müssen aber trotzdem genauso viel für den Kauf von Öl zahlen wie wohlhabende westliche Länder. Diese Tatsache verschärft die Energieknappheit der armen Länder noch mehr.
  • Der Ölpreis wird durch das Kartell Erdöl exportierender Länder (OPEC) bestimmt. Die Einnahmen der OPEC betrugen 2008 1.000 Milliarden US-Dollar. Der Ölkonzern Exxon Mobile verbuchte davon allein 450 Millarden US-Dollar. Von diesem Betrag könnten 546 Millionen Afrikaner ein Jahr lang leben [2].
  • Deutschland hat eine einzige Erdölplattform: Die Mittelplate A in der Nordsee, 7 Kilometer vor der Küste Schleswig-Holsteins. Zusammen mit zwei Festland-Bohrfeldern deckt die deutsche Bohrinsel aber gerade mal 3 Prozent des deutschen Erdölbedarfs von jährlich 97 Millionen Tonen. Die restlichen 94 Millionen Tonnen kommen aus dem Ausland (hauptsächlich aus Russland, Großbritannien, Norwegen und afrikanischen Ländern).[4]

Fracking

Fracking ist ein Verfahren, mit dem Löcher gebohrt werden in bestimmte Erdschichten (meist Schiefer), in denen sich Erdgasreserven befinden - sogenanntes Schiefergas. Am umstrittensten ist ein Verfahren, bei dem chemische Cocktails in diese Kavernen hineingepumpt werden, um das Gas hoch zu drücken. Die geheimen Rezepturen sollen giftig bis gesundheitsschädlich sein und verschmutzen das Grundwasser (wie in USA vielerorts bereits geschehen).

Am 28.8.15 gaben kanadische Offizielle zu, dass das Erdbeben in British Columbia Stufe 4,4 im Herbst 2014 "menschengemacht" gewesen sei und auf Fracking-Bohrungen beruht hatte. Zwischen August 2013 und Oktober 2014 habe es 231 Erschütterungen gegeben aufgrund von Bohrungen. Selbst nachdem ein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen Fracking und Erdbeben nachgewiesen sei, konnte bisher kein Fracking-Stop durchgesetzt werden, um Untersuchungen für sichere Verfahren anzustellen. [6] Auch in England wurden neue Bohr-Lizenzen vergeben; die Bevölkerung soll abstimmen, ob in ihrem Gebiet gebohrt werden darf.

Trotz vieler Berichte von schlimmen Folgen des Verfahrens in anderen Ländern halten Industrie und Politik daran fest, dass Fracking auch in Deutschland versucht werden solle (Stand: September 2015). Angeblich haben Firmen in Deutschland inzwischen eine ungiftige und unschädliche Rezeptur gefunden - dennoch haben die Widerstände in der Bevölkerung eine generelle Aufhebung des Frackingverbots in Deutschland bisher erfolgreich verhindert.

Man erhofft sich durch diese Verfahren Unabhängigkeit von Russlands Gas-Lieferungen, billigere Gaspreise und Industrie-Aufschwung.

Mehr zum Verfahren siehe in den angegebenen Links unten.

Weiterführendes

Artikel

Videos

Filme

  • Gasland - Arte-Doku über Folgen und Auswirkungen von Fracking in den USA Bleistift.png

Weblinks

  • bund.net - Infoseite Umweltschutz mit vielen Themen; unter anderem Natur, Plastik, Atomkraft, mit der FoxTox-App für Hormone-Schadstoffe in Kosmetik. Bleistift.png
  • klimaretter.info - Magazin zur Klima- und Energiewende - inlusiver einem "Whistleblower"-Buttton zum Anzeigen von umweltschädlichen Tätigkeiten. Bleistift.png
  • nuclearbanks.org - Banken die Atomkraft unterstützen Englisch Bleistift.png

 (Hilfe)

Autoren

Stefan, Heike W., Bot und Extern
Jeder Autor hat seine eigenen Passagen zu diesem Artikel beigesteuert. Deshalb muss nicht jeder Autor alle Passagen des Artikels unterstützen.
Zahl in Klammern = Anzahl der Artikel-Bearbeitungen dieses Autors. Eine hohe Anzahl bedeutet nicht zwangsweise, dass dieser Autor auch viel Inhalt zum Artikel beigesteuert hat.

Einzelnachweise

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie, abgerufen am 28.7.2016
  2. 2,0 2,1 2,2 Die 4. Revolution
  3. für Absatz 1-3: WDR-Bericht Westpol "Quecksilber aus Kohlekraftwerken" vom 26.4.15, Min 11.30 - 17
  4. 4,0 4,1 Doku "Deutschland - Wie wir leben (3/3)", 2014
  5. Rob Hopkins in der Doku Weniger ist mehr
  6. Deutschlandfunk Bericht vom 28.8.15 um 11:41 "Umwelt und Verbraucher"
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