Esoterik
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Esoterik (von altgriechisch „innerlich“) ist in seiner ursprünglichen Bedeutung der schlichte Weg des Inneren. Der ihn Gehende blickt nicht in die Welt sondern auf sich, sieht in der Außenwelt die Innenwelt, das "Gleichnis" wie Goethe es prägnant formuliert. Aufgrund seines Wesens ist die Esoterik stets ein spiritueller Erkenntnisweg für Wenige.
Die Esoterik wird oft als Geheimlehre missverstanden, obwohl das "Geheimwissen" überall zugänglich ist und stets auf den Suchenden wartet. Es liegt sprichwörtlich auf der Straße.
Andere Bedeutungen der Esoterik beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ Wissen. Daneben wird der Begriff Esoterik oft für ein breites Spektrum verschiedenartiger spiritueller und okkulter Lehren und Praktiken verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Der Beginn
| “ | Nur was mich weise macht, |
Den "Pfad der Erkenntnis" zu betreten, ist wie einen Baum zu pflanzen, der unaufhaltsam wächst. Es ist wie ein Bergpfad, den man alleine bewältigen muss. Man muss achtsam gehen, aufmerksam auf jede Gefahr, und erlebt schlussendlich ein alle Anstrengung verblassendes, erhebendes Gefühl am Gipfel.
Oder wie Eliphas Levi sich ausdrückt:
Keiner wage es den Pfad der geheimen Wissenschaften dreist zu betreten. Denn wer einmal diesen Weg beschritten hat muss ihn bis zum bitteren Ende gehen, sonst ist er verloren. Wenn dich auf diesem Wege der Zweifel überkommt, wenn du zögerst, verlierst du den Verstand, dann wirst du fallen und wenn du zurück schreckst, wirst du in die bodenlose Tiefe stürzen.
[...] Wenn du rein bist, wird es dir als Fackel voraus gehen. Wenn du stark bist, wird es zur Waffe in deiner Hand. Wenn du weise bist, wird es dich alle Weisheit lehren. Bist du aber verdorben, so wird dieser Weg in dir alle Feuer der Hölle entfachen, es wird deine Seele wie einen scharfer Dolch durchdringen und dein Gewissen mit Reue und Unrast beschweren die kein Ende kennt.[1][2]
Der Spirituelle Weg macht keinen Spass, er verlangt alles.
Der Weg
Der Weg ist äußerst schwierig zu beschreiben.
Ist man in "ihm" scheint alles klar.
Ist man außerhalb wirkt es unverständlich und mitunter skurril.
Der spirituelle Weg ist ein Weg der Tat. Inhalte können nur dadurch in das "Erkannt sein" sinken, indem man gelerntes Wissen lebt. Leben in all seinen Schönheiten und Grausamkeiten. Verweigert sich der Suchende dem praktischen Erleben, reduziert er sich auf totes Wissen und bleibt in seiner Ent-wicklung stehen, verstrickt sich möglicherweise noch tiefer in der Sinnenwelt der Illusion. (Wie innen so Außen)
Den "spirituellen Mensch", wie man ihn sich vorstellt, in reiner Lebensweise, gibt es, aber er ist nicht die Regel. Er ist lediglich das Sicht- und Begreifbare für Außenstehende. Denn es kommt einzig darauf an, in welcher Bewusstheit gehandelt wird, nicht auf die Tat selbst. Diese Bewusstheit kann von außen jedoch wenig bis gar nicht angesehen werden. Bestenfalls wahrgenommen von Feinfühligen, Aufmerksamen und Gleichgesinnten.
| “ | Was macht der Weise anders als gewöhnliche Menschen? |
Einzigartig klar wird "Esoterik" in einem Vortrag von Thorwald Dethlefsen: Esoterik - Der Weg zur Selbstfindung beschrieben.
Einzelnachweise
- ↑ Levi, Eliphas - Transzendentale Magie - Dogma & Ritual
- ↑ Thorwald Dethlefsen: Esoterik - Der Weg zur Selbstfindung

